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Mi September 30th, 2009

Biennale di Venezia – 2. Teil grosse Namen im Arsenale

Neben Yoko Ono, die einen Ehrenlöwen von der Jury der Biennale 2009 erhielt, ist der Italiener Michelangelo Pistoletto sicher einer der ganz großen Namen auf dieser Biennale. Gleich am Anfang im Arsenale ist er mit  seinen kaputten Spiegeln vertreten, die schon seit Jahren seine Markenzeichen sind.

Bildquelle: Moment bei Michelangelo Pistoletto

Der Künstler gehörte Mitte September zu dem documenta-think-tank, den die neue Leiterin zu sich nach Turin eingeladen hatte.

Poetisch, ok, von der Wirkung aber nicht mehr so aufregend. Das aufregendste an den Arbeiten, war die Entstehung vor Ort, als der Meister selber den Hammer schwang. Die Mischung von großen Namen und überraschenden Arbeiten ist im Arsenale wohl das spannendste. Pistoletto so am Anfang ist ok, man ist noch frisch im Kopf, aber lange aufhalten tut man sich nicht mehr.

Auf dem Weg schafft Lygia Pape mit ihren Stahlseilen eine mystische Stimmung, die stärker wirkt als die Spiegel von Pistoletto. Die Lichtregie war klasse und auch wenn die Idee schon älter war, diese Arbeit verfehlte ihre Wirkung nicht.

Jan Hafström etwas weiter macht natürlich Spaß, wenn man auf Comics und zeichnerische Qualitäten steht.

Bildquelle: Impressionen von Jan Hafström

Der Raum mit Medusenköpfen, Waffen und ägyptischen Hiroglyphen scheint eine Schriftabart aus Alt und Neu zu sein und wird so zu einer Metapher der Sprache an sich.

Die Signes sammelt Hafström seit den 60er Jahren und verarbeitet sie in dieser Arbeit. Ikonen der Neuzeit sozusagen.

Leider ohne Fotos, da selber nicht zu dem Zeitpunkt in Venedig, sind aber die Arbeiten bzw. die Luftschiffe von Hector Zamora, die er hat durch Venedig fahren lassen bzw. über Venedig, die Bildsequenz der Biennale nimmt die Wirkung auf und wegen der Idee wird die Arbeit auch hier erwähnt.

Pascale Marthine Tayou hat mit ihrer Arbeit „Human Being 2007“ mehrere Dinge geschafft. Im Stil von afrikanischen Dörfern, hat sie eine exotische Stimmung erzeugt, die die Räumlichkeit des Arsenale aber gut weiterinterpretiert. Behaust und unbehaust, fremd und doch durch die Warenströme ganz eng mit dem Rest der Welt verbunden und das alles subtil in den großen Objekten transportiert. Wirklich interessant und eine Entdeckungstour im besten Sinne.

Hier den Abschluss soll die Arbeit von Hans-Peter Feldmann bilden, der mit seinen Aufreihungen von sich drehenden Schattenspielen etwas sehr poetisches und sich kaum wiederholendes geschaffen hat. Mehrfach daran lang gegangen und nie sich wiederholende Bilder gesehen. Einfach, anrührend und oft den Betrachter ganz dicht abholend. So wie schon sein Beitrag zum Skulpturenprojekt in Münster 2007 war. (Feldmann ist allerdings nicht im Arsenale sondern im Gardini Nr. 82)

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1 Kommentar to “Biennale di Venezia – 2. Teil grosse Namen im Arsenale”

http://www.kunstfreunde-blog.de/venedig/biennale di venezia 5 – bewegte Bilder von Hans-Peter Feldmann | kunstfreunde sagte:

[…] Beitrag der diesjährigen Biennale von Venedig ist die Arbeit von Hans-Peter Feldmann.  In Beitrag Nr. 2 dieser Reihe hatte ich schon auf ihn hingewiesen. Seine Aufreihungen von sich drehenden […]

Do 15. Oktober 2009 at 16:54

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