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Fr Februar 13th, 2015

Andrea Fraser erste Retrospektive in Österreich

Als erste österreichische Institution zeigt das Museum der Moderne Salzburg eine umfassende Werkschau der US-amerikanischen Künstlerin Andrea Fraser (geboren 1965 in Billings, Montana, lebt in Los Angeles, USA). Mit ihren mitunter Kontroversen auslösenden Werken zählt Fraser zu den einflussreichsten Künstlerinnen ihrer Generation. Basierend auf der kritischen und feministischen Theorie entwickelte sie in über dreißig Jahren einen großen und vielfältigen Komplex von Werken. Fraser ruft uns dazu auf, die Motivationen, die die unterschiedlichen Akteure des Kunstbetriebs antreiben, zu hinterfragen. Gleichzeitig unterstreicht sie die Bedeutung der Kunst und ihrer Institutionen als unentbehrliche Orte kritischer Reflexion über uns selbst und unsere Gesellschaft

Bildquelle: MDM Still Andrea Fraser

Ihre künstlerische Auseinandersetzung baut auf der kritischen und feministischen Theorie und dem Vermächtnis der ersten Generation von feministischen undinstitutionskritischen Künstler_innen auf. Ausgehend von den Theorien des französischen Soziologen Pierre Bourdieu (1930-2002) forscht Fraser seit Mitte der 1980er-Jahre intensiv zu den sozialen, institutionellen, ökonomischen undpsychologischen Strukturen und Strategien im zeitgenössischen Kunstfeld. Sie untersucht sowohl die Motivationen, die die unterschiedlichen Akteure und Akteurinnen des Kunstbetriebs antreiben, als auch der
wechselseitige Beziehungen. In ihrer künstlerischen Praxis stellt sie sich selbst als Protagonistin und als Projektionsfläche für ihre soziokulturellen Analysen zur Verfügung und schlüpft dabei in unterschiedliche Rollen. Ihre Inszenierungen sind dabei humorvoll und anspruchsvoll zugleich und vereinen dies mit theatralischem Geschick und kluger, kritischer Analyse. Fraser ruft dazu auf, den eigenen Anspruch an die Kunst und den durch sie hervorgebrachten Betrieb infrage zu stellen.
Anhand von etwa fünfzig Werken, die die Vielfalt ihrer Medien – Druckgrafik, Fotografie, Installation, Performance, Textarbeiten und Video – repräsentieren, zeigt die Ausstellung einen umfassenden Überblick über die letzten drei Dekaden im Werk Frasers. Sie reicht von Four Posters (1984) über berühmte Performances wie Museum Highlights (1989), Inaugural Speech(1997),Official Welcome(2001/2003)und die Audioinstallation für den österreichischen Pavillon zur 45. Biennale di
Venezia (1993) bis hin zu jüngsten Werken wie Men on the Line(2012). Ergänzt wirddie Werkschau durch die europäische Premiere der Performance Not just a few of  us (2014) auf Video. Die wegweisende Arbeit May I Help You? wird in allen realisierten Versionen von 1990, 2005 und 2011 gezeigt. Ein umfangreiches Archiv,das eine Auswahl an Videos, aber auch Dokumentationen zu wichtigen Werken wie Damaged Goods Gallery Talk Starts Here (1986), Preliminary Prospectuses(1993)
und Services (1994) enthält, bildet das Zentrum der Ausstellung.
Museum derModerne Salzburg Laufzeit der Ausstellung 21.3.2015 – 5.7.2015

Kunst aus Leipzig w




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