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Fr Oktober 17th, 2014

Saarlandmuseum zeigt Olav Christopher Jenssen

Das Saarlandmuseum zeigt ab dem 14. November die Ausstellung Olav Christopher Jenssen. Jennssen (geboren 1954 in Sortland/Norwegen, lebt in Berlin und in Lya/Schweden) zählt zu den renommiertesten Künstlern skandinavischer Herkunft und ist seit seiner Teilnahme an der Documenta IX (1992) einem breiteren internationalen Publikum bekannt geworden.

 

Gezeigt werden seine malerischen und plastischen Arbeiten, schwerpunktmäßig aus den letzten fünf bis sechs Jahren. Zwei Werkgruppen – eine Serie von Gemälden und eine Reihe von Tonplastiken– werden zum ersten Mal überhaupt öffentlich präsentiert. Sie sind erst im Verlauf des Sommers entstanden und erleben in der Modernen Galerie ihre Premiere.
Im Zentrum von Olav Christopher Jenssens Arbeit, die sich in untereinander kommunizierenden Werkgruppen entfaltet, steht die Malerei und Zeichnung. In ihnen erforscht er die Möglichkeiten von Farbe und Form und setzt sich mit den großen Linien der abstrakten und ungegenständlichen Kunst auseinander. Jenssen selbst spricht von einem „Strom von Bildern, die untereinander visuell verbunden sind“. Mit einer Direktheit und Sinnlichkeit, die einen sofort in Bann schlägt, denkt Jenssen die großen Fragen der Malerei des 19. und 20. Jahrhunderts weiter. Sein Werk lebt ganz aus der Farbe. Es zeichnet sich durch eine enorme Freiheit und Leichtigkeit aus und wird zugleich von handwerklicher Souveränität, von Strenge und Präzision getragen. Jenssen arbeitet konkrete Tendenzen ebenso auf wie expressive, seine Malerei lebt aus der bewusst niemals gelösten Spannung zwischen Geste und Geometrie. Ein zentrales Anliegen Olav Christopher Jenssens ist die Auseinandersetzung mit dem Raum.
Die klaren und schlichten, aber in den Details raffinierten Säle der Modernen Galerie haben ihn sofort fasziniert. Für die Ausstellung in Saarbrücken hat er ein ganz spezifisches Konzept entwickelt, das die Architektur des von Hanns Schönecker errichteten Museumsbaus mit einbezieht und sie als aktiven Partner in einem offenen Dialog versteht. Dabei ist von besonderer Bedeutung, dass Jenssen nicht nur Maler ist, sondern auch bildhauerisch arbeitet.
Er schafft Plastiken aus Ton oder Gips, die in Wechselwirkung mit seinen Gemälden, Zeichnungen oder Aquarellen treten Die Malerei bildet in der Modernen Galerie des Saarlandmuseums einen der wichtigsten und eindrucksvollsten Sammlungsschwerpunkte. Hier fügt Olav Christopher Jenssen als herausragende zeitgenössische Position sich ein. Sei es Impressionismus, Expressionismus, Kubismus, Neue Sachlichkeit oder Informel: kein anderes Museum im deutschen Südwesten kann mit einem derart breiten und hochwertigen Spektrum aufwarten. Zu den Beständen des Hauses gehören Hauptwerke von Pissarro, Renoir, Monet, Signac, Liebermann, Slevogt, Corinth, Kirchner, Heckel, Schmidt-Rottluff, Pechstein, Marc, Macke, Jawlensky, Picasso, Braque und Léger.
Eine repräsentative Auswahl aus diesen reichen Beständen wird parallel zur Ausstellung von Olav Christopher Jenssen gezeigt.

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