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Fr März 21st, 2014

Frank Badur im Saarlandmuseum

Vomm 10. Mai bis 12. Oktober 2014 würdigt das Saarlandmuseum, Moderne Galerie in Saarbrücken, mit Frank Badur einen der interessantesten Exponenten einer zeitgenössischen Konkreten Malerei. Die konzentrierte Werkschau umfasst rund 60 Arbeiten, Gemälde und Zeichnungen bzw. Aquarelle aus unterschiedlichen Schaffensphasen. Sie stammen aus einer saarländischen Privatsammlung und aus dem Atelier des Künstlers.

Flankiert wird die Ausstellung von einer Auswahlpräsentation der hochrangigen, zumeist langjährig nicht mehr gezeigten Sammlungsbestände an Konkreter Kunst.

Farbe und Linie, Raum und Licht, Maß und Struktur sind die Parameter, die der Maler und Zeichner Badur seinem vielgestaltigen Schaffen zugrundelegt. In den unterschiedlichsten Techniken und Formaten und oftmals im Rahmen umfangreicher Serien macht Badur diese elementaren Gegebenheiten des Bildes, ja des künstlerischen Mediums überhaupt zum Thema.

Dabei bedient der Künstler sich einer ungegenständlichen, geometrisch-konstruktiven Formensprache. Bereits seit dem Frühwerk der 1960er und 1970er Jahre kultiviert Badur eine strenge, präzise Ordnung des Bildgefüges, die sich gleichwohl stets mit einem außerordentlichen koloristischen Reichtum verbindet. Erfindungsreich und sensibel reflektiert Badur dabei auch kunsthistorische Traditionslinien insbesondere der Konkreten Kunst und der amerikanischen Farbfeldmalerei.

Vielfach schließen seine Werke sich im Ausstellungskontext zu unerwarteten Konstellationen mit komplexen visuellen Bezügen zusammen. Zumal im Schaffen der letzten Jahre entstehen so über die Grenzen des Einzelwerks hinweg spannungsvolle Dialoge und Korrespondenzen, die doch das zentrale Thema der Kunst Badurs: die phänomenologische Untersuchung des eigenen gestalterischen Instrumentariums, sein Ausloten interagierender, elementarer bildnerischer Fragen auf immer neue Weise erfahrbar machen.

Frank Badur wurde 1944 in Oranienburg bei Berlin geboren und lebt und arbeitet in Berlin und Finnland. Er erhielt seine Ausbildung an der Hochschule für Bildende Künste Berlin. Nach zahlreichen Arbeitsaufenthalten und Stipendien in den USA wurde er 1985 als Professor an die HdK Berlin berufen.

Die Ausstellung wird begleitet von einem Katalog und einem vielfältigen Rahmenprogramm.




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