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So Januar 5th, 2014

Aufbaujahre – Das Saarlandmuseum 1952-1965

Die Ausstellung Aufbaujahre zeigt ab dem 25. Januar 2014 anhand von ca. 100 Exponaten die Sammelstrategie des Saarlandmuseums in den Jahren 1952 bis 1965 – einer für das Museum hochspannenden Zeit! 1952 beschloss die saarländische Regierung den Aufbau einer modernen Sammlung, 1965 wurde mit dem Bau der heutigen Modernen Galerie in Saarbrücken begonnen.

Franz Marc - Das blaue Pferd

Unter der Leitung des damaligen Museumsdirektors Rudolf Bornschein wurden nicht nur zahlreiche für die heutige Sammlung bedeutende Meisterwerke, so etwa Das blaue Pferdchen von Franz Marc, erworben, sondern auch der Weg von einem Heimatmuseum zu einem Haus von internationalem Rang begründet.

Die in dieser Ausstellung erlebbar gemachte Aufbruchsstimmung der 50er und 60er Jahre spannt eine Brücke in die Gegenwart des Saarlandmuseums. Auch heute steht das Saarlandmuseum wieder vor einem kraftvollen Sprung nach vorne.

Dr. Roland Mönig, künstlerischer Leiter der Stiftung Saarländischer Kulturbesitz: „Wenn die Ausstellung „Aufbaujahre“ eröffnet wird, steht das Saarlandmuseum abermals vor einem Neubeginn: Vor wenigen Monaten wurden die renommierten Berliner Architekten Kuehn Malvezzi berufen, die Bauarbeiten am Erweiterungstrakt der Modernen Galerie zu Ende zu führen – die Abrundung des inzwischen denkmalgeschützten Museumskomplexes, die schon Schönecker geplant hatte. Der neue Baukörper, der großzügige Säle auf drei Etagen bietet, wird das Raumprogramm des Museums spannungsreich ergänzen und der Präsentation aktueller Kunst eine Vielzahl ungeahnter Möglichkeiten erschließen. Mit dem Blick in die Vergangenheit, in die Aufbaujahre unter Bornschein, vergewissert das Museum sich des Wegs in die Zukunft – und lädt seine Gäste ein, ihm dabei zu folgen.“

Die Ausstellung gliedert sich in vier Themenbereiche:

Der erste Teil widmet sich den Jahren 1952 bis 1955. In dieser Zeit beschloss die Regierung Johannes Hoffmann als Ausdruck des Kulturwillens eines autonomen Saarstaates, eine Sammlung moderner Kunst aufzubauen. Die umfangreichen Erwerbungen konzentrierten sich auf die „klassische“ Moderne zwischen Impressionismus und Expressionismus, so etwa Max Pechsteins Aufgehende Sonne oder Port-en-Bessin. Le 14 juillet von Paul Signac.

Der zweite Schwerpunkt der Präsentation thematisiert die politisch motivierte Auseinandersetzung um die Ausrichtung des Museums nach der Saarabstimmung. Diese gipfelte im Eklat um das Werk Das blaue Pferdchen von Franz Marc im Jahr 1956. Der dritte Teil der Ausstellung beschäftigt sich mit der Zeit bis 1965. In dieser Phase wurden neben den damals schon deutlich teurer gewordenen impressionistischen und expressionistischen Werken auch vermehrt abstrakte Arbeiten ersteigert. So zum Beispiel neben Beckmanns Messingstadt die Blaue Bahn von Ernst-Wilhelm Nay.

In einer letzten Abteilung werden Planung und Baubeginn der Modernen Galerie dargestellt. Dabei werden auch Baupläne und Medienstationen präsentiert, die mit erläuternden Texten, Fotos und Fernsehbeiträgen bestückt sind.




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