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Do März 19th, 2015

Albert Weisgerber – Retrospektive im Saarlandmuseum

Am 10. Mai 2015 jährt sich zum 100. Mal der Todestag von Albert Weisgerber(1878-1915).
Aus diesem Anlass wird das Saarlandmuseum diesem wichtigen Künstler, der in St. Ingbert geboren wurde und in München und Paris arbeitete, eine Retrospektive widmen. Die Ausstellung, die mit ca. 100 Gemälden einen großen Teil des erhaltenen Gesamtwerkes umfasst, wird in enger Kooperation mit der Albert Weisgerber-Stiftung St. Ingbert realisiert.

Albert Weisgerber - Schlafende Bildquelle: Albert Weisgerber, Schlafende, 1907, Albert-Weisgerber-Stiftung St. Ingbert

Anhand von insgesamt 140 ausgewählten Gemälden, Studien und Zeichnungen gilt es, Albert Weisgerber als einen bedeutenden Künstler der Münchner Moderne wieder zu entdecken.
Mit seinem vielseitigen und oft nicht einfach zu erfassenden Werk erweist sich Weisgerber als Künstlerpersönlichkeit, die im Spannungsfeld der Avantgarden zu Beginn des 20. Jahrhunderts eine kompromisslose und eigenständige Position behauptet hat. Obwohl er viele Vertreter der Münchner und der Pariser Avantgarde und deren künstlerische Positionen gut kennt, schließt er sich keiner der neu gegründeten Künstlergruppen wie dem „Blauen Reiter“ oder der „Brücke“ an, sondern bleibt ein Einzelgänger, der aber von seinen Künstlerkollegen hoch geschätzt wird. Dies belegt auch seine Wahl zum ersten Vorsitzenden der 1913 gegründeten „Neuen Münchner Secession“, in der verschiedene Kunstrichtungen vertreten waren und Künstler wie Paul Klee, August Macke, Erich Heckel, Max Pechstein, Max Beckmann und Hans Purrmann ausstellten.
Den oft sehr persönlich formulierten künstlerischen Bildfindungen nähert sich Weisgerber tastend, verschiedene Möglichkeiten erprobend, auf der Suche nach neuen und adäquaten Ausdrucksformen. Dabei entstehen oft mehrere Fassungen, die zu jeweils eigenen Variationen des Themas führen. Denn Weisgerber befindet sich nach eigener Aussage auf der Suche nach einem „Bild, das inneres und äußeres Leben hat“, wie er es einmal in einem Brief an seinen Freund und Künstlerkollegen Gino de Finetti ausdrückt. Die Entwicklung seiner Bildideen, das Ringen um ihre gültige Gestalt wird ein zentraler Aspekt in der Ausstellung sein.
Zu der Ausstellung wird, ebenfalls in Kooperation mit der Albert Weisgerber – Stiftung St. Ingbert, ein umfangreicher Katalog mit Textbeiträgen zu den bedeutendsten Themen Albert Weisgerbers und farbigen Abbildungen aller Exponate erscheinen.




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