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Do Mai 12th, 2011

Große Kunst im Grand Palais Paris – Anish Kapoor

Vom 11. Mai bis 23. Juni 2011 findet im Grand Palais, eines der Relikte der Weltausstellung 1900 in Paris wieder eine Großinstallation statt. Nach Anselm Kiefer, Richard Serra und Christian Boltanski und vor Daniel Buren ist Anish Kapoor, der in Indien geborene und in London lebende Künstler der Vierte der in der „Monumenta“ genannten Ausstellungsreihe eine Großinstallation realisieren darf.
Anish Kapoor ist in Deutschland durch seine intelligenten Spiele mit Innen und Außen bekannt. Sei es noch eher klein und im Außenraum mit dem „Sky Mirror“ im Schlosspark von Schloss Rheda, das zwischen 2004 und 2007 dort stand und leider nicht angekauft wurde oder der Ausstellung 2007 in München

Jetzt im „La Nef du Grand Palais“ hat er vier zusammengenähte Ballons, die aufgeblasen und zum Teil begehbar, nur durch eine kaum sichtbare Metallleiste am Boden gehalten, schwerelos im Raum zu schweben scheinen. Das ganze wird durch die rote Farbigkeit der Bahnen in ein unwirkliches Licht getaucht. Hier ist alles schwebend und leicht und doch auch eine Art blutige Ursuppe, nur ohne Flecken. Vielleicht kann man diese Installation, auch wenn sie den Namen „Leviathan“ trägt als eine weibliche Art gegenüber den Stahlplatten von Richard Serra, die doch sehr starr und martialisch wirkten und eher verloren im Vergleich zu Kapoors Arbeit. Dort ist alles offen und überschaubar, hier ist alles voll und nirgends wirklich überschaubar. Immer ist man als Betrachter ganz klein mit Hut. Und wo man sich wohler fühlt, innen oder außen ist bestimmt sehr unterschiedlich.
Aber für Parisbesucher ein absolutes Muss noch bis zum 23. Juni 2011 zu sehen.

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