KUNSTFREUNDE das Blog über Kunst, Künstler und Ausstellungen

Do 9. November 2017

Zeppelin Museums zeigt „Schöne Neue Welten. Virtuelle Realitäten in der zeitgenössischen Kunst“

Das Zeppelin Museums in Friedrichshafen zeigt ab dem 11.11.2017 die Ausstellung „Schöne Neue Welten. Virtuelle Realitäten in der zeitgenössischen Kunst“

Bild: Logo des Zeppelin Museums Friedrichshafen

Virtuelle Realitäten in der zeitgenössischen Kunst ist ein sehr aktuelles Thema, das in diesem Jahr bereits in zwei Ausstellungen (im NRW Forum Düsseldorf und im Haus der elektronischen Künste in Basel) aufgegriffen wurde. Mit 13 künstlerischen Positionen auf einer Ausstellungsfläche von 1.200 Quadratmetern gibt nun die Ausstellung im Zeppelin Museum nicht allein Einblick in neue Technologien, die bereits Eingang in unsere Lebensrealität gefunden haben, sondern nimmt Bezug zu höchst aktuellen gesellschaftspolitischen Themen wie die aktuelle Flüchtlingsfrage, politische Verfolgung und Queer-Identity. Das Raumkonzept zur Ausstellung wurde vom Berliner Architekturbüro „Kooperative für Darstellungspolitik“ zusammen mit der Kuratorin Ina Neddermayer entwickelt. Weiterlesen »




Mi 8. November 2017

Kunsthalle Bielefeld zeigt «Der böse Expressionismus – Trauma und Tabu»

Mit der Ausstellung «Der böse Expressionismus – Trauma und Tabu» ruft die Kunsthalle Bielefeld die antibürgerliche Wucht in Erinnerung, die vielen expressionistischen Kunstwerken inhärent ist. Einst skandalträchtige Außenseiter, sind die Expressionisten heute gesellschaftsfähig, ihre Bilder Millionen wert; als Zeugnisse pittoresker Bohème, farbenfroher Idyllen und Ansichten einer vermeintlich guten alten Zeit werden sie verharmlost und je nach Möglichkeit als dekorative, verlässliche Geldanlagen gesucht. Die Brisanz der Bilder droht im Wohlgefallen zu verschwinden.
«Wir wollen die Bürger nicht unterhalten. Wir wollen ihnen ihr bequemes, ernst-erhabenes Weltbild tückisch demolieren», propagiert Herwarth Waldens Sturm-Zeitschrift im Jahr 1910, eine der wichtigsten Publikationen des Expressionismus. Dies ist die Kampfansage einer neuen Zeit an die Überzeugungen und Werte der alten; das Kampfmittel ist die Kunst.
«Der böse Expressionismus – Trauma und Tabu» versammelt ca. 200 Werke, darunter hochkarätige Leihgaben aus Privatbesitz, aus der Sammlung der Deutschen Bank, den Staatlichen Museen zu Berlin, dem Kirchner Museum Davos, der Kunsthalle Bremen, dem Brücke-Museum Berlin u.a.

 Bild: Kunsthalle Bielefeld, Blick vom Skultpurengarten

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So 22. Oktober 2017

Andere Heimaten – Herkunft und Migrationsrouten von Drogenverkäufern in Berliner Parks im FHXB! Museum

Schwarze Menschen sind zum Sinnbild von Drogenverkäufern im öffentlichen Raum geworden. Kann eine Ausstellung postkoloniale Reaktionsmuster zersetzen und den widersprüchlichen Hass auf Drogenverkäufer entkräften? Ab 22.11.2017 bis 14.01.2018 informieren 13 Ausstellungstafeln in Form von Silhouetten über Herkunftsorte und Migrationsrouten von Drogenverkäufern in Berliner Parks. Planen Sie ihre Reise an die Herkunftsorte über ein digitales Portal, stöbern Sie durch eine umfangreiche Sammlung von Zeitungsartikeln oder lernen Sie mehr in der Live-Radiosendung und zwei Diskussionsveranstaltungen.

Künstler:​ ​​Scott​ ​Holmquist​ ​(US/FR) Ort:​ ​Friedrichshain-Kreuzberg​ ​Museum,​ ​Adalbertstraße​ ​95​ ​A,​ ​10999,​ ​Berlin-Kreuzberg Eintritt:​ ​frei Ausstellungsdauer:​ ​22.​ ​November​ ​2017​ ​-​ ​​ ​14.​ ​Januar​ ​2018 Eröffnung:​ ​21.​ ​November​ ​2017​ ​um​ ​19:00​ ​Uhr Öffnungszeiten:​ ​Di-Fr:​ ​11-18​ ​Uhr,​ ​Sa-So:​ ​10-18​ ​Uhr Internet:​ ​andereheimaten.website




Sa 7. Oktober 2017

Draiflessen Collection zeigt Ausstellung „Dem Bild gegenüber“

Bei der Betrachtung von Kunst geht es um ein individuelles Erleben. Im Fokus der Ausstellung stehen sowohl der Moment der Wahrnehmung von Kunst als auch die Beziehung, die sich zwischen einem Kunstwerk und seinem Gegenüber ergeben kann. In diesem Sinne möchte die Ausstellung anhand ausgewählter Kunstwerke aus unterschiedlichen Jahrhunderten die Perspektive darauf lenken, was der flüchtige, schwer fassbare, individuell oder kollektiv erlebte Augenblick der Betrachtung von Kunst bewirken kann.

Bild: Pietro Antonio Rotari, Junge Russin mit Muff, 1753–1762

Zur Ausstellung
Die Ausstellung widmet sich einem Themenspektrum, das mit Begriffen wie „Abwesenheiten“, „immaterielle Zonen“, „Körperlichkeiten“ und „Innen/Außen“ umschrieben werden kann und versammelt hierzu Kunstwerke aus unterschiedlichen Jahrhunderten. Die ausgewählten Künstlerinnen und Künstler arbeiten mit den Verfahren des Zitats und der Montage, mit historischen Figuren, mit fiktionalen, zum Teil autobiografisch motivierten Erzählungen, mit analogen und digitalen Verfahren und mit Installation. Die Präsentation thematisiert keine medien- oder gattungsspezifischen Aspekte, sondern fragt vielmehr, welche formalen und materiellen Beziehungen in welchen Verbindungen welche Wirkungen entfalten und welche Inhalte sie mitbringen.
Es sind Kunstwerke von Francis Bacon, Georg Baselitz, Rudolf Belling, Laurenz Berges, Giovanni del Biondo, Christian Borchert, Janet Cardiff, Nardo di Cione, Björn Dahlem, Marlene Dumas, Werner Fechner, Lucio Fontana, Vilhelm Hammershøi, Hannah Höch, Leonhard Kern, Yves Klein, Hans Leinberger, Herbert List, João Louro, Lorenzo Monaco, des Meisters von Osnabrück, Isaak van Nickelen, Sigmar Polke, Angelo Puccinelli de Lucca, Neo Rauch, Yael Reuveny, Gerhard Richter, Pietro Antonio Rotari, Thomas Ruff, Salomon van Ruysdael, Thomas Struth, Franz von Stuck, Wilhelm Trübner, James Turrell und Clemens Walter zu sehen.

Jeden Sonntag, jeweils 15–16 Uhr, außer am 24.12.2017 | 31.12.2017 | 07.01.2018 | 14.01.2018
Öffentliche Führung
Eintritt € 9 | € 6
Anmeldung nicht erforderlich

Dienstag, 31.10.2017 | Dienstag, 26.12.2017, jeweils 15–16 Uhr
Öffentliche Familienführung
Eintritt € 9 | € 6 | Kinder bis 18 Jahre kostenlos
Anmeldung nicht erforderlich

Donnerstag, 02.11.2017 | 07.12.2017 | 04.01.2018, jeweils 19.00–19.45 Uhr
Öffentliche Führung – Kunst am Abend
Eintritt € 9 | € 6
Anmeldung nicht erforderlich

Draiflessen Collection

Georgstr. 18
D-49497 Mettingen

Tel.: +49. (0) 5452. 91 68-0
info@draiflessen.com




Sa 7. Oktober 2017

Marta Herford lädt zur Gesprächsrunde – Wie war der Kunstsommer 2017 Herr Nachtigäller?

Das der Direktor des Marta Herford Roland Nachtigäller ist einer der profiliertesten und gut vernetzten Kunstmacher der Republik. Aus seiner Warte können die Teilnehmer das Kunstjahr 2017 Revue passieren lassen. Ein denkwürdiges Kulturjahr mit den politischen Verwerfungen, die die Kunstszene verändern werden.

Bild: Porträt Roland Nachtigäller, Foto: Hans Schröder

Am Sonntag, dem 08. Oktober, um 11:30 lädt Direktor Roland Nachtigäller zu einer Gesprächsrunde ins Museum Marta Herford.
2017 war das Kunstjahr der Superlative mit Ausstellungen wie documenta 14 in Kassel, Skulptur Projekte Münster, Made in Germany Drei in Hannover oder die Biennale in Venedig.
Doch was war richtungsweisend und inspirierend? Gemeinsam mit dem Marta-Direktor, der 1991 von Jan Hoet in das Leitungsteam der documenta 9 berufen wurde, haben die BesucherInnen Gelegenheit, das Kunstjahr Revue passieren zu lassen und sich über Konzepte, Erwartungen und (persönliche) Begegnungen mit der Kunst auszutauschen. Der Eintritt ist frei. Anmeldungen werden erbeten unter franziska.brueckmann@marta-herford.de




Sa 7. Oktober 2017

Impressionisten in der Normandie – Picasso Museum Münster

Claude Monet, Auguste Renoir, Alfred Sisley und Berthe Morisot – vom 14. Oktober 2017 bis zum 21. Januar 2018 präsentiert das Kunstmuseum Pablo Picasso Münster Meisterwerke des französischen Impressionismus. Im zweiten Drittel des 19. Jahrhunderts bereisten die Impressionisten die Seebäder Dieppe, Étretat, Trouville und Honfleur, um an den Stränden der Normandie die einzigartige Natur und die mondänen Badegäste zu malen. Unter freiem Himmel stellten die impressionistischen Maler ihre Leinwände auf, um in flüchtigen Momentaufnahmen das unvergleichliche Licht und die Atmosphäre der Normandie in ihren Bildkompositionen zu bannen.

Bild: Flyer der Ausstellung Impressionisten in der Normandie Picasso Museum Münster

Die Ausstellung vereint 83 Gemälde aus der noch nie in Deutschland präsentierten, in Caen beheimateten Collection „Peindre en Normandie“ der Region Normandie, ergänzt um Highlights aus den international bedeutenden impressionistischen Sammlungen des Musée des Beaux-Arts in Rouen, der Fondation Bemberg in Toulouse sowie des Musée Marmottan Monet in Paris. Die Ausstellung spannt einen Bogen von den Romantikern wie Eugène Delacroix und Théodore Géricault, die die Normandie malerisch entdeckten, über die Künstler der für die Freilichtmalerei wegweisenden Schule von Barbizon wie Camille Corot oder Gustave Courbet bis hin zu den einflussreichen Vorbildern Monets wie Johan Barthold Jongkind und Eugène Boudin.
Die farbenprächtigen Gemälde neo- und post- impressionistischer Maler wie Robert Antoine Pinchon, Pierre Bonnard oder Albert Marquet runden die Schau ab. Das Picasso-Museum lädt seine Besucher im Rahmen dieser Ausstellung zu einem künstlerischen Spaziergang an die Strände, Dörfer und Küstenstädte der Normandie ein, die im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert eines der wichtigsten Zentren für die Entwicklung der Kunst der Moderne repräsentierte.

KUNSTMUSEUM PABLO PICASSO MÜNSTER Picassoplatz 1 | 48143 Münster t. +49 (0) 251 | 4 14 47-10 f. +49 (0) 251 | 4 14 47-77 info@picassomuseum.de www.kunstmuseum-picasso-muenster.de www.facebook.com/picassomuseum.muenster www.twitter.com/picassomuseum
ÖFFNUNGSZEITEN Montag bis Sonntag 10:00 – 18:00 Uhr, Freitag 10:00 – 20:00 Uhr Heiligabend, 1. Weihnachtstag und Silvester geschlossen, Neujahr ab 13:00 Uhr geöffnet.

In der Parallelausstellung „Picassos Natur“ treten einige der schönsten Exponate der Zoologischen Sammlungen des LWL-Museums für Naturkunde Münster in einen anregenden Dialog mit den Werken des Eigenbestandes des Picasso-Museums. Grafiken und Tierpräparate von Stieren, Ziegen, Tauben, Hummern, Affen und Kröten geben einen spannenden Einblick in Picassos „Natur“.




Fr 22. September 2017

83 Nationen – Nezaket Ekici in Schmallenberg

Zurzeit veranstaltet das Kultursekretariat NRW Gütersloh in 15 nordrhein-westfälischen Städten das Kunstprojekt „Stadtbesetzung“, das Kunstaktionen und Performances in Parks, in Innenstädten und auf offenen Straßen zum Thema „Der menschliche Körper“ bietet. Auch die Stadt Schmallenberg nimmt an dem Projekt teil.
Die international tätige Performance-Künstlerin Nezaket Ekici hat sich mit der Stadt und ihrer Historie beschäftigt und fand heraus, dass unter den 25.848 Einwohnern zahlreiche Zugewanderte leben: insgesamt sind in Schmallenberg 83 Nationen vertreten.
Die Performance-Installation wurde von der Idee inspiriert, die vielen Nationalitäten in Schmallenberg sichtbar zu machen. Die Anzahl der Nationalitäten in Schmallenberg liegt gemessen an der Größe der Stadt weit über dem Durchschnitt und kann sich mit Städten wie Hamburg und Berlin messen.

Die Performance: Die Künstlerin trägt ein weißes langes Kleid und 83 weiße Flaggen an Stäben montiert. Die Stockfahnen befinden sich in einer Tasche, die sie auf dem Rücken trägt. Es ist ein körperlich anstrengender Akt. Sie geht mit den weißen Flaggen durch die Stadt, begleitet von einer Gruppe schwarz gekleideter Performer aus Schmallenberg. Weiß und Schwarz – mit Bezug auf die schwarz-weißen Fachwerkhäuser in Schmallenberg. Die Künstlerin verteilt die Fahnen während der Performance an markanten Punkten in der ganzen Stadt und beendet die Aktion am Rathaus. Es entsteht eine Art künstlerischer und politischer Parcours.

Die weiße Fahne wurde in der Geschichte der Menschheit schon immer als Zeichen des Friedens verwendet. Im Jahre 1907 wurde die weiße Flagge dann offiziell als Friedenssymbol festgelegt und gehört heute zu den weltweit anerkannten Friedens-Symbolen des Völkerrechts. In der Performance-Installation „83 Nationen – Schmallenberg“ verkörpert die weiße Flagge den Frieden und steht für die Bereicherung, die die vielen verschiedenen kulturellen Einflüsse mit sich bringen.

Nezaket Ekici

83 Nationen – Schmallenberg

Performance am 28. September 2017, ab 14.30 Uhr, Schützenplatz Schmallenberg

Dauer: ca. 3 Stunden
Die Performance am 28. September 2017 wird vom Fernsehsender ARTE begleitet.

Weitere Informationen:

www.stadtbesetzung.de

www.ekici-art.de




Fr 22. September 2017

Urban Nations eröffnet – das unmögliche Museum eröffnet mit grandioser Party

Das ein Streetart Museum in Berlin eröffnet wird ist folgerichtig und unmöglich zu gleich. Entsteht Streetart doch eigentlich auf der Straße und ist kurzlebig. Ein Museum versucht diesen Vergang eines schnelllebigen Kulturgutes jetzt zu verhindern. Und dann zu verstätigen. Das ist eine Kunst, die wenn sie gelingt, das 21. Jahrhundert zu repräsentieren vermag. Unter dem Titel „UNique. UNited. UNstoppable.“ war am Wochenende vom 16 und 17. September total viel los.

Bild: Blick auf die Straße, URBAN NATION

Im Museum URBAN NATION MUSEUM FOR URBAN CONTEMPORARY ART haben gut 130 Urban-Art-Künstler ihre Kunst gezeigt, die bekanntesten vielleicht Shepard Fairey, Herakut, LOW Bros und 1010.
Gut 7000 Menschen kamen am Wochenende in die Bülowstrasse 7 und 6000 weitere waren auf der Artmeile.

Bild: Schicke Eröffnung des Urban Art Museums in Berlin durch die künstlerische Leiterin Yasha Young, Credit URBAN NATION

Bei der Eröffnungsausstellung waren zwischen Nollendorfplatz und Frobenstraße Kunstinstallationen, Showacts und Aktionen zu sehen auch konnten sich Interessierte mal selber mit der Spraydose beschäftigen. Community Wall (die man mit Sprühdosen selbst bemalen kann), Freiluft-Yoga und einen Skaterpark geben.

Das für die Leserinnen und Leser der Kunstfreunde-Blog zur verfügung gestellte Goddy-Bag hat Jasper F. aus W. gewonnen. Der Gewinn ist bereits versandt. Herzlichen Glückwunsch




Sa 9. September 2017

Berlinische Galerie zeigt Ausstellung von Jeanne Mammen.

Unter dem Titel „Jeanne Mammen. Die Beobachterin. Retrospektive 1910-1975“ zeigt die Berlinische Galerie vom 06.10.2017 bis zum 15.01.2018 eine umfassende Ausstellung.

Die Zeichnerin und Malerin Jeanne Mammen (1890-1976) ist eine der sperrigsten und schillerndsten Figuren der jüngeren deutschen Kunstgeschichte. Als Berliner Künstlerin durchlebte sie Krieg, Zerstörung, Armut und den Wiederaufstieg aus Ruinen auf sehr eigene und produktive Weise. Mit einer der bisher umfangreichsten Mammen-Retrospektiven widmet sich die Berlinische Galerie nun der Wiederentdeckung ihrer ikonischen Arbeiten aus den 1920er-Jahren, ihrer „entarteten“ Experimente und magisch-poetischen Abstraktionen.

Jeanne Mammens Gesamtwerk spiegelt in heftigen Brüchen signifikant die politischen und ästhetischen Erschütterungen des letzten Jahrhunderts. In Fachkreisen wird sie als eine der raren, unverwechselbaren Künstlerinnen der Weimarer Republik und Nachkriegszeit weit über Berlin und Deutschland hinaus geschätzt. Weil Mammens Schaffen nicht leicht auf nur einen Nenner reduzierbar ist, ist sie einer breiten Öffentlichkeit bisher wenig bekannt. Und ihre Verschlossenheit, das Fehlen von Tagebüchern, umfangreichen Korrespondenzen, Lebenspartnern erschweren einen leichten Zugang. Das Landesmuseum für Moderne Kunst, Fotografie und Architektur möchte dies ändern. Gezeigt werden 170 Arbeiten aus über 60 Schaffensjahren. Den Schwerpunkt bilden rund 50 Gemälde – neben Aquarellen, Zeichnungen, Illustrationen, Karikaturen, Filmplakaten und Skulpturen. Die Ausstellung wird gerahmt von Fotos, Magazinen, Filmen, Briefen, Publikationen – konzipiert und kuratiert von der Mammen-Expertin Dr. Annelie Lütgens, Leiterin Grafische Sammlung der Berlinischen Galerie.

Jeanne Mammen. Die Beobachterin Retrospektive (1910 bis 1975) 06.10.2017–15.01.2018
Berlinische Galerie
Landesmuseum für Moderne
Kunst, Fotografie und Architektur
Alte Jakobstraße 124-128
10969 Berlin
www.berlinischegalerie.de




Sa 9. September 2017

Reload! Tracht – Kunst – Mode im MKdW

Schöne Ausstellungsidee, die das Phänomen „Tracht“ als angeblich so traditionelles „Drindl- und Lederhose-Moment“ im Rahmen eines „Volksfestes“ mal locker hinterfragt und interessante Dinge zu Tage bringt. Tracht ist mehr als die Nachgemachte Städter gehen aufs Land Mode des Münchens um 1900.

In unserer beschleunigten, globalisierten Welt begeben sich viele Menschen auf die Suche nach ihren Wurzeln. Das Gefühl, zu wissen, woher man kommt, geht mancherorts – so auch auf den nordfriesischen Inseln – mit dem Tragen von Trachten einher, die früher Ausweis regionaler und sozialer Zugehörigkeit waren. Die Tracht genießt vor diesem Hintergrund heute nachweislich neue Popularität – auch in der Kunst und im Modedesign. Für die international besetzte Ausstellung wurde zunächst aus dem Bestand der hauseigenen Sammlung Kunst der Westküste geschöpft, so dass Positionen vom 19. bis 21. Jahrhundert – von Otto H. Engel und Johan Julius Exner bis Mila Teshaieva und Trine Søndergaard – die Basis der 80 Werke umfassenden Schau bilden. Diese wurden um zahlreiche Leihgaben ergänzt: Es sind darunter Trachtenfigurinen, Gemälde, Bleistiftzeichnungen, Aquarelle und Druckgrafiken des 18. bis 20. Jahrhunderts sowie zeitgenössische Gemälde, Papierschnitte, Linoldrucke, Collagen, Fotoarbeiten und Objekte aus Plastikstoff. Last, not least spiegeln die beeindruckenden Modelle verschiedener Modedesigner, von Nico Dams bis Vivienne Westwood, Elemente der Tracht auf unterschiedlichste Weise. Zur Ausstellung erscheint ein Katalog in deutscher und englischer Sprache.

Plakat der Ausstellung, /BOOM STUDIO (DE), 2013-15

Künstler 18. bis 20. Jahrhundert:

Oluf Braren, Otto H. Engel, Johan Julius Exner, Johann Friedrich Fritz, Jonas Haas, David Jacobsen, Christian Carl Magnussen, Jacob Rieter, Johan Gudmann Rohde, Johannes Senn, Valentin Wassner, August Westphalen und August Wilckens sowie Werke unbekannte Künstler

Zeitgenössische KünstlerInnen und ModedesignerInnen:

Catharina Bond (AT), BOOM Studio (DE), Nico Dams (DE), Sabine Dehnel (DE), Ina Sabrina Gast (DE), Sandra Heinz (DE), Katharina Kaplunov (DE), Hendrik Kerstens (NL), Anja Luithle (DE), NOH NEE (DE), Annette Schröter (DE), Trine Søndergaard (DK), Mila Teshaieva (DE), Vivienne Westwood (GB)

Laufzeit der Ausstellung: 17. september 2017 – 7. januar 2018
Museum Kunst der Westküste – Det Paulsen Legaat gemeinnützige GmbH
Hauptstraße 1 · D-25938 Alkersum
www.mkdw.de