KUNSTFREUNDE das Blog über Kunst, Künstler und Ausstellungen

Do 2. Mai 2013

Westfälischer Kunstverein Münster zeigt Ausstellung THERE’S NO PLACE LIKE HOME

Die erste Ausstellung in den neuen Räumen des Westfälischen Kunstvereins nach vierjähriger Heimatlosigkeit untersucht, was es heißt, sich einen Ort zu Eigen zu machen und als Heimat zu begreifen. „There’s no place like home“ spielt auf die räumliche Verfassung des menschlichen Daseins an. Wir sind stets bestimmt von unserem Bezug zum Raum – dieses Verhältnis ist nicht ausschließlich materiell oder geografisch, jedoch immer identitätsbildend. Eine Auswahl internationaler Künstlerinnen und Künstler unterzieht das Konzept Heimat einer kritischen Bestandsaufnahme, hinterfragt dessen Zeitmäßigkeit und spekuliert über die verschiedenartigen Relationen zwischen Mensch und Raum.
Die Ausstellung läuft noch bis zum 23. Juni 2013 mit folgenden Künstlerinnen und Künstlern:

Eric Baudelaire, Nanna Debois Buhl, Jean-Pascal Flavien, Theresa Himmer, Maria Loboda, Benjamin Tiven, Jeronimo Voss, Christoph Westermeier

Ausführliche Informationen und ein umfassendes Veranstaltungsprogramm (Vorträge, Künstlergespräche, Filmabende) sind auf der Internetseite des Westfälischen Kunstvereins zu finden.

Kontakt: Anna Sabrina Schmid, schmid@westfaelischer-kunstverein.de, 0251 46157




Fr 26. April 2013

Gallery Weekend 2013 in Berlin – was kann interessant sein?

Das App ist gerichtet, das Wetter die beste Mischung für Drinnen und weniger Draussen, dann kanns ja jetzt losgehen mit dem Berliner Gallery Weekend. 51 Gallerien und jede Menge andere Orte sind mit dabei, die zeitgenössische Kunst in ihren Facetten zeigen. Die Internetseite ist wie immer Bedienerunfreundlich, aber so richtig Massenkompatibel will ja auch keiner sein, trotz des freundlichen Starts. Die Übersichtskarte könnte helfen, wenn man die Zeit nutzen will und wirklich ein paar interessante Locations neben den bekannten zu besuchen.

Hier das subjektive Must-Go:

Isa Genzken die mit ihren verstörenden Figuren und der Installation an der Überwasserkirche in Münster während des Skulpturenprojektes 2007 viele Fragen der aktuellen Zivilgesellschaft aufwarf ist bei Neugerriemschneider in der Linienstraße 115 zu sehen.

Guido Baudach ist an zwei Orten mit Thilo Heinzmann unterwegs. Einmal an der Potsdamer Strasse 77-87
(BUILDING C, 2ND FLOOR), 10785 Berlin und bei seiner kleinen eigenen Galerie in der Nähe des Savigny-Platzes, CARMERSTRASSE 11. Da direkt nebenan ist die Galerie Root, eine gutgemachte Produzentengalerie, bei der auch ein Blick hinein lohnt.

Die Galerien Bärbel Grässlin, Frankfurt, und die Galería Heinrich Ehrhardt, Madrid, haben den Salon Dahlmann sich ausgesucht, um die erste Einzelpräsentation von Secundino Hernandez (Madrid, 1975) in Deutschland zu unternehmen. Nicht uninteressant der Blick nach Spanien, nicht nur wegen der Währungskrise.

Die Eröffnung findet am Donnerstag, den 25. April von 18 bis 21 Uhr statt. Danach von 18 bis 21 Uhr am Freitag und Samstag und Sonntag von 11 bis 19 Uhr.




Fr 26. April 2013

Museum für angewandte Kunst in Frankfurt eröffnet nach Umbau

Mit vier Eröffnungsausstellungen geht das nach einer fünfmonatigen Umbaupause das Museum Angewandte Kunst in Frankfurt am Main wieder an den Start.
„Weniger, aber besser. Design in Frankfurt 1925 bis 1985: Das Frankfurter Zimmer“, „Korea Power. Design und Identität“, „1607. Aus den frühen Tagen der Globalisierung“ und „Das pralle Leben. Ukiyoe aus den Sammlungen J.G. Geyger und Otto Riese“ heißen die Eröffnungsausstellung und zeigen, dass nicht nur das Gebäude sondern auch das Konzept verändert wurde.

Frankfurt am Main kann auf eine profilierte Gestaltungstradition zurückblicken, die sich durch eine eher strenge Ästhetik auszeichnet und stets das Nützliche in den Mittelpunkt stellte. Weiterlesen »




Mi 24. April 2013

Museum Kunstpalast Düsseldorf zeigt Arbeiten von Konrad Klapheck

Das Düsseldorfer Museum Kunstpalast zeigt eine Retrospektive eines der Düsseldorfer Urkünstler. Konrad Klapheck. Die Ausstellung “Klapheck- Bilder und Zeichnungen” läuft noch bis zum 04.08.2013

Und das sagt das Museum zu seiner Ausstellung: Das Museum Kunstpalast beleuchtet mit einer Retrospektive das Werk eines international bekannten Protagonisten der Düsseldorfer Kunstszene: Konrad Klapheck (*1935). Die gegenständliche Malerei des seit den 1960er Jahren international bekannten Künstlers lässt sich mit keiner anderen vergleichen. Sein Werk bleibt eine Ausnahmeerscheinung, seine Arbeiten – mal dem Surrealismus, mal der Pop Art zugeordnet – wurden bereits zu Lebzeiten Klassiker. Bekannt geworden sind vor allem seine Maschinenbilder, die er monumental und überpräzise nachbildet, so dass sie bedrohlich auf den Betrachter wirken können. Seit 1997 erscheint die menschliche Figur im Werk von Klapheck, meist in erotischen Interieurs und in Porträts berühmter Jazzmusiker.




Mi 24. April 2013

Kunstausstellung „Transparenz im Landtag von NRW“ – Glaskünstlervereinigung stellt aus

Letztes Jahr haben die Neuwahlen die Ausstellung der Glaskünstlervereinigung noch aufgehalten. In diesem Jahr wird die Kunstausstellung „Transparenz im Landtag“ nun gezeigt. In der Wandelhalle des NRW-Parlaments zeigen 23 Künstlerinnen und Künstler 60 ihrer Werke in Form von Objekten, Skulpturen, Bilder und Installationen.

Die Präsentation der Glaskunstwerke nimmt den Ansatz Macht und Politik in einem Parlament so transparent wie möglich zu gestalten. Auch kommt das Glas der Architektur des Landtages entgegen und spiegelt sich im Landtag der ja auch ganz viel Glas aufweisst, freuen sich die Aussteller und die Gastgeber. Die Landtagspräsidentin Carina Gödecke, als Gastgeberin führte in ihrer Eröffnungsrede noch aus, dass  “Glas schenkt Licht und Helligkeit. Und Glas schafft Transparenz – eine Eigenschaft, die gerade für die Akzeptanz unserer parlamentarischen Demokratie von enormer Bedeutung ist.”
Mit dem 15-jährigen Bestehen der Glaskünstlervereinigung NRW und den “25 Jahren Landtag am Rhein” sei es in der Verbindung von Transparenz und Demokratie gelungen, zwei schöne Jubiläen miteinander zu verknüpfen. Aus NRW sind u.a. die Glaskünstlerin Elisabeth Brosterhus und Glaskünstler Burckhard Meyer mit dabei.

Die Ausstellung steht im Landtag NRW bis zum 29. Mai 2013. Die Besichtigung ist möglich Mo-Do 10:00-16:00 Uhr, bitte melden Sie sich an unter: Tel.: 0211 884-2129, veranstaltungen@landtag.nrw.de




Di 23. April 2013

Hyperreal – More than Pop! – Saarland.Museum zeigt große Hyperrealismus Schau

Vom 30. Juni bis 13. Oktober 2013 zeigt das Saarland.Museum | Moderne Galerie die Ausstellung Hyperreal – More than Pop! Die Werkschau bietet mit 75 großformatigen Gemälden und Skulpturen auf über 2.500 m² einen Gesamtüberblick über den Hyperrealismus von 1967 bis 2012. Der Schwerpunkt der Ausstellung liegt auf den Anfängen der Bewegung, die 1972 mit der documenta 5 ihren internationalen Durchbruch erlangte und die Koordinaten der modernen Kunst grundlegend veränderte.

Hyperrealismus

Ralph Goings, Airstream, 1970, Öl auf Leinwand, 152 x 214 cm
© Ralph Goings / museum moderner kunst stiftung ludgwig wien, Leihgabe der Sammlung Ludwig, Aachen / Courtesy Institut für Kulturaustausch

Die Ausstellung Hyperreal – More than Pop! im Saarland.Museum Saarbrücken umfasst zwanzig Begründer der hyper-, oder fotorealistischen Bewegung, darunter vierzehn documenta-Künstler. Eine prominente Auswahl von dreizehn jüngeren Künstlern, die den hyperrealistischen Ansatz mit neuen technischen Möglichkeiten fortentwickelt haben, repräsentiert eine wichtige Position der Malerei der Gegenwart. Der Kernbestand der Exponate der Ausstellung kommt direkt aus dem Museo Thyssen-Bornemisza, Madrid, ins Saarland.Museum nach Saarbrücken und wird anschließend im Birmingham Museum & Art Gallery, Great Britain, zu sehen sein.

Die Ausstellung wird von Meinrad Maria Grewenig mit Otto Letze und dem Institut für Kulturaustausch in Kooperation mit der legendären Louis K. Meisel Gallery New York entwickelt.

Zur Ausstellung erscheint ein Katalogbuch, 200 Seiten, 95 Abbildung, Sonderpreis 29,50 €.

Hyperrealismus - Galerie Hoffmann Contemporary Art




Sa 13. April 2013

urban art meets industriedenkmal . Völklinger Hütte zeigt Urban Art Graffiti 21

Aus der Streetart kommend haben viele der teilnehmenden Künstlerinnen und Künstler der urban art 21 die abgewrackten Situationen von stillgelegten Industriekomplexen schon oft für ihre Kunst genutzt. Die Ausstellung in der Vöklinger Hütte ist noch bis zum 01.11.2013. Und hier ein kleiner Trailer der Lust auf mehr macht:

Und was die Macher zur ihrer Ausstellung sagen: Viele der Künstler der Urban Art haben ihre Wurzeln im klassischen Writing. Aus den an Häuserwänden hinterlassenen Signaturen der 70er Jahre hat sich diese Kunstrichtung weltweit verbreitet. Mit großformatigen Schriftmotiven und ihren figurativen Elementen entwickelt sich das Graffiti weiter und zeigt sich als dauerhafte und wandelbare Subkultur. Tags werden verfeinert und im Konkurrenzkampf um die wahrnehmbaren Werke entstehen kunstvoll bearbeitete Writings. Immer neue und aufwendigere Schriftbilder erblühen auf städtischen Bildträgern. Extrem gestaltete Blockbuchstaben, verzerrte und verschlungene Buchstabenformationen im Wildstyle und der 3 D-Style tauchen auf. Die StreetArt Szene erneuert sich. Action geladene Anleihen aus dem Comicstrip bis hin zu fotorealistische Darstellungen etablieren sich als eigenständige Subform des Graffitis. Die Stadt, die Straße bleibt das Arbeitsfeld der Urban Art Akteure, die heute auch ohne Sprühdose auskommen und mit Leinwand und Pinsel das Erbe der Graffiti Generation antreten. Weltweit machen sie mit ihren humorvollen und subtilen Eingriffen im Stadtraum von sich reden.

Die Metropolen der Welt sind die Inspirationsquellen der Künstler der Urban Art. New York, Paris, Berlin, London, São Paulo und das Weltkulturerbe Völklinger Hütte werden zu Orten der Begegnung mit einer Kunst, die dank Digitalkamera und Internet den Siegeszug auf den Straßen und in die Museen angetreten hat. Der Anfang der Urban Art liegt im Graffiti. Von den Jugendlichen der New Yorker Bronx in den späten 60ern auf U-Bahnwaggons und Häuserzeile gesprüht, entwickelt sich der Graffiti Style zu einem weltumspannenden Ausdruck von Jugendkultur. Urban Art ist ein weltumspannendes kulturelles Phänomen: Kunstmuseen und Galerien nehmen die Arbeiten der Post Graffiti Generation in ihre Sammlungen auf. Leinwandarbeiten der Stars erzielen auf Auktionen Höchstpreise. Werbung, Mode und Design übernehmen die Ästhetik der Straße. Mit der gewonnenen US-Präsidentschaftswahl von Barack Obama wird der US-Amerikaner Shephard Fairey, ein langjähriger StreetArt Aktivist, zum Star der Szene. Das von ihm gestaltete „Change“ Plakat mit dem Konterfei des Präsidenten wird zur Ikone des gesamten Wahlkampfs und zeigt welches Potential in dieser Kunstform steckt.

Künstlerliste




Do 11. April 2013

Kunsthalle Deutsche Bank Berlin – Neuanfang mit Hobbykunst?

Die Deutsche Bank, genauer die Verantwortlichen der Kunsthalle der Deutschen Bank Berlin, früher auch als Standort des deutschen Guggenheimablegers bekannt, haben nach dem Ende der Zusammenarbeit mit den Amerikanern die Kunsthalle wieder eröffnet.

Mit einer Aktion die kaum hipper sein könnte. Alles via Facebook begleitet, das Dilemma einer Hauptstadt ohne Kunstausstellungsräumen im öffentlichen Raum, aufnehmend und daher in aller Munde.

Die Idee, alle Kreativen der Hauptstadt können eine eigene Arbeit für eine temporäre Ausstellung zur Verfügung stellen. Und der Clou, alles wird genommen.

Weit über 2.000 Arbeiten sind in drei Tagen abgegeben worden und die Berichte über die Einlieferer sind schon interessant. Kunststudenten, die die Ausstellung für die Vita haben möchten, Leute die schon immer verkannt waren, die endlich mal an einem Ort ausstellen dürfen, der keine Kneipe ist, Profis und Laien die entdeckt werden möchten, Leute die gerne mehrere Stunden in Schlangen warten usw.

Da kann man sich fragen, ist das die Zukunft der Kunstpräsentation? Was treibt die Eigentümerin Deutsche Bank dazu, den Standort ihrer Kunsthalle so zu nutzen? Ist der Imageverlust des systemrelevanten Bankhauses so groß, dass der Endkunde so interessant ist, damit man hier punktet? Ist der Leidensdruck der Kreativen in der Hauptstadt durch das Fehlen einer oder mehrere Kunstorte, die auch Mittelmaß und Hobbykunst zeigen so dringend? Was ist da los?

Einmal ist es interessant, dass die Aktion, die ja durchaus durch die Mittuenden in der Vita als Imagegewinn gesehen wird, den Ort total entwertet. Wer sich diese Menge und das Sammelsurium angesehen hat und in weiteren Ausstellungen ansehen kann, hat außer Petersburger Hängung, viel Farbe gesehen. Eine Entdeckung kann wie in jeder Galerie oder Museumsausstellung auch “geschehen” oder auch nicht gemacht werden. Nur alles viel größer. Ob bekannte Blockbuster die noch leben an diesem Ort noch ausstellen wollen, ist fraglich. Aber vielleicht soll die Ausstellungshalle einen anderen Namen bekommen, wer weiß.

Aber bei den gesammelten O-Tönen wird man den Verdacht nicht los, hauptsache Happening, endlich mal menschliche Nähe und Kontakt, dazu Kaffee und Gulaschsuppe in der Schlange. Da fehlt was anderes als Kunstakzeptanz.

Dann kann man was den Imagegewinn angeht, sehr schön sehen, was die Mitbewerberin UniCredit mit ihrer 20.000 Werke umfassenden Sammlung gerade macht. Auch dort ist alles Facebookbegleitet, dort wird auch eine Mischung zwischen Kunstförderung, eigener Darstellung und längerer Sammlungstätigkeit vorgestellt. Die eigenen zum Teil aus dem 15. Jahrhundert stammenden Werke, die auch oft in Ausstellungen ausgestellt und an Museen verliehen, sind aber eben “systemrelevante Kunst”, soll heißen Kunst die heute auch zu den Meilensteinen der Kunstgeschichte gehören. Qualität eben und nicht nur Masse. Was dort heute gesammelt wird ist, wie für alle Institutionen auch, immer an der Frage gemessen, was wird bleiben, was sagt etwas über die Entstehungszeit aus, aber durchaus in einem Kontext, der nicht nur Bemühen, sondern auch System erkennen lässt.

Das die Deutsche Bank für das Land Berlin dann die Räumlichkeiten schafft, die auch für die Hobbykünstler und zeitaktuelle Künstler Foren schafft, bleibt offen. Mal sehen welche Schlüsse die Verantwortlichen ziehen.

Jedenfalls wäre den Kreativen der Hauptstadt mehr mit dem Aufbau einer Sammlerklientel gedient, Menschen die Kunst kaufen und zwar öfter und auch zu Preisen, die über Flohmarktniveau liegen. Die Hobbykünstler der Hauptstadt unterscheiden sich nicht von denen im Rest des Landes, die die lokalen Bankfillialen und Kneipen und Cafes und Krankenhäuser bestücken. Hauptsache ein (Ausstellungs-)Skalp mehr am Gürtel, bloss nicht an sich selber arbeiten und kritisch sich fragen, ob die eigenen Therapiekreativität auch gezeigt werden muß. Jeder darf malen, wenn er oder sie möchte, keine Frage, aber nicht jeder muß ausstellen. Das ist wie mit der Musik, wer kein Instrument spielen kann, muß auch kein Konzert geben.

Und was die Bankkunsthalle angeht, vielleicht ist es doch nur eine lokale Bankfiliale, wer weiß.

Galerie Hoffmann Contemporary Art




Mi 10. April 2013

Lehmbruckmuseum zeigt Ausstellung: Frauen – Liebe und Leben aus der Sammlung Klöcker

Vom 17. April bis zum 08.09.2013 zeigt das Lehmbruck Museum die Ausstellung “Frauen – Liebe und Leben. Sammlung Klöcker”.

Mal wieder eine Privatsammlung mit einem sehr eigenen Schwerpunkt. Und hier was die Macher dazu sagen:
Seit nunmehr 25 Jahren sammelt das Ehepaar Maria Lucia und Ingo Klöcker aus Bad Homburg Kunst – Malerei, Zeichnung, Fotografie, Grafik und Skulptur – mit einem ganz eigenen persönlichen Fokus: Frauenporträts. Dabei leisten Sie sich einen Luxus, der Privatsammler/innen vorbehalten ist: Sie sammeln frei von kunsthistorischen Strömungen, frei von politischen Ideologien, frei von Clustern Ost/West, frei von Gremienentscheidungen und frei vom Kunstmarkt. Einziger Maßstab ist die eigene, persönliche Ästhetik, einzige Vorgabe ist das Thema, einziges Qualitätsmerkmal das handwerkliche Können. Nun stellt das LehmbruckMuseum diese Sammlung in einer breit angelegten Ausstellung von etwa 150 Werken vor. Die Bandbreite reicht dabei von Gemälden und Zeichnungen unter anderem von Wolfgang Mattheuer, Werner Tübke, Arno Rink, Michael Triegel, Alex Katz, Eugène Leroy, Nancy Spero oder Clive Head über Skulpturen etwa von Stephan Balkenhol, Eric Fischl, Thomas Schütte, Kiki Smith, Werner Stötzer, Hans
Josephsohn, Gérard Garouste oder Jürgen Brodwolf bis hin zu (foto)grafischen Arbeiten beispielsweise von Sigmar Polke, Franz Gertsch, Lucian Freud, Gerhard Richter, Katharina Sieverding, Barbara Klemm, Rosemarie Trockel oder Alberto Giacometti.




Mi 10. April 2013

Bank Austria Kunstforum zeigt Retrospektive von Meret Oppenheim (1913–1985)

Noch bis zum 14.07.2013 zeigt das Kunstforum der Bank Austria eine Retrospektive der Schweizer Künstlerin Meret Oppenheim.

Meret Oppenheim (1913–1985) zählt zu den bedeutendsten und eigenwilligsten Künstlerinnen des 20. Jahrhunderts. Mit Frühstück im Pelz, einer in Pelz gekleideten Tasse, wurde die skandalumwitterte Muse bereits in jungen Jahren zur Legende und wichtigsten Vertreterin des französischen Surrealismus. Ihr vielfältiges und unabhängiges Œuvre umfasst Malerei, Skulptur, Dichtung und Design und entzieht sich stilistischen Einordnungen und stringenten Entwicklungslinien. Oppenheims Interesse gilt der Verwandlung zwischen den Geschlechtern, zwischen Mensch und Tier, Natur und Kultur, Traum und Wirklichkeit. Mythen, Spiele und Träume dienen ihr ebenso als Ausgangspunkt wie literarische Vorlagen und die Schriften C.G. Jungs. In den 1970er-Jahren wird Oppenheim, die sich vehement gegen gesellschaftlich zugewiesene Geschlechterrollen einsetzt, zu einer zentralen feministischen Identifikationsfigur. »Die Freiheit wird einem nicht gegeben, man muss sie sich nehmen«, lautete ihr Credo.

Das Kunstforum Wien präsentiert 2013 anlässlich Oppenheims 100-jährigen Geburtstags die erste posthume Retrospektive dieser faszinierenden Künstlerpersönlichkeit in Österreich. Anschließend wird die Ausstellung im Martin-Gropius-Bau vom 18.08. bis zum 01.12.2013 in Berlin gezeigt.