KUNSTFREUNDE das Blog über Kunst, Künstler und Ausstellungen

Do 1. Juni 2017

Berlinische Galerie zeigt Jeanne Mammen. Retrospektive (1910 bis 1975).

Berlinische Galerie zeigt vom 6. Oktober 2017 bis 15. Januar 2018 die große Ausstellung Jeanne Mammen. Die Beobachterin. Retrospektive (1910 bis 1975).
Die Zeichnerin und Malerin Jeanne Mammen (1890-1976) ist eine der sperrigsten und schillerndsten Figuren der jüngeren deutschen Kunstgeschichte. Als Berliner Künstlerin durchlebte sie Krieg, Zerstörung, Armut und den Wiederaufstieg aus Ruinen auf sehr eigene und produktive Weise. Mit einer der bisher umfangreichsten Mammen-Retrospektiven widmet sich die Berlinische Galerie nun der Wiederentdeckung ihrer ikonischen Arbeiten aus den 1920erJahren, ihrer „entarteten‛ Experimente und magisch-poetischen Abstraktionen.

Jeanne Mammens Gesamtwerk spiegelt in heftigen Brüchen signifikant die politischen und ästhetischen Erschütterungen des letzten Jahrhunderts. In Fachkreisen wird sie als eine der raren, unverwechselbaren Künstlerinnen der Weimarer Republik und Nachkriegszeit weit über Berlin und Deutschland hinaus geschätzt. Weil Mammens Schaffen nicht leicht auf nur einen Nenner reduzierbar ist, ist sie einer breiten Öffentlichkeit bisher wenig bekannt. Und ihre Verschlossenheit, das Fehlen von Tagebüchern, umfangreichen Korrespondenzen, Lebenspartnern erschweren einen leichten Zugang.

Das Landesmuseum für Moderne Kunst, Fotografie und Architektur möchte dies ändern. Gezeigt werden 170 Arbeiten aus über 60 Schaffensjahren. Den Schwerpunkt bilden rund 50 Gemälde – neben Aquarellen, Zeichnungen, Illustrationen, Karikaturen, Filmplakaten und Skulpturen. Die Ausstellung wird gerahmt von Fotos, Magazinen, Filmen, Briefen, Publikationen – konzipiert und kuratiert von der Mammen-Expertin Dr. Annelie Lütgens, Leiterin Grafische Sammlung der Berlinischen Galerie. Weiterlesen »




Do 1. Juni 2017

Max Ernst Museum zeigt „MIRÓ – Welt der Monster

Das wird eine sehr sehenswerte Ausstellung, die das Max Ernst Museum in Brühl vorbereitet. Unter dem Titel „MIRÓ – Welt der Monster“ wird vom 3. September 2017 bis zum 28. Januar 2018 das weniger bekannte plastische Werk des weltberühmten katalanischen Malers, Grafikers und Bildhauers Joan Miró vorgestellt. Rund 40 bis zu drei Meter hohe Bronzeplastiken bilden das Herzstück der Ausstellung. Sie stehen in unmittelbarem Dialog mit ausgewählten großformatigen Gemälden und Arbeiten auf Papier und erlauben verblüffende Einblicke in das auf alle Gattungen übergreifende Schaffen des in Barcelona geborenen Künstlers. Die Ausstellung entsteht exklusiv in enger Zusammenarbeit mit der Fondation Maeght im südfranzösischen Saint-Paul-de-Vence.

Bild: Foto: Hans-Theo Gerhards / Max Ernst Museum Brühl des LVR

Die Ausstellung konzentriert sich auf sein bildhauerisches Schaffen in den 1960er und 1970er Jahren. In dieser Zeit entstanden zahlreiche, aus Fundstücken kombinierte Figuren, die in Bronze gegossen wurden. Einige von ihnen sind farbig bemalt. Für Miró bevölkern sie eine „traumhafte Welt lebender Monster“.

Joan Miró (1893-1983) gehört zu den bedeutendsten und populärsten Künstlern des 20. Jahrhunderts. Bekannt ist er für seine fantastisch-leuchtenden Bildwelten, in denen die Darstellungen von Mensch, Natur und Gestirnen sowie Zeichen und geometrischen Formen immer wieder spannungsreich gestaltet werden.

Öffnungszeiten:

Dienstag – Sonntag 11-18 Uhr
Montags geschlossen
Eintrittspreise:

Erwachsene 7 € / 4 €
Während Wechselausstellungen 8,50 € / 5 €
Adresse:

Comesstraße 42 / Max-Ernst-Allee 1
50321 Brühl (Rheinland)

Telefon:
+49 (0)2232 / 5793 – 0




Di 30. Mai 2017

Münster macht sich schick – Skulpturen Projekte Münster

Kurz vor der Eröffnung der Skulptur Projekte Münster 2017 am 10. Juni laufen auch die Restaurierungsarbeiten an den Skulpturen der vergangenen Ausstellungen auf Hochtouren. Insgesamt 38 Werke sind in Münster geblieben, wovon 21 im Besitz des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) sind. Die Skulpturen werden regelmäßig gesäubert und überarbeitet, bei einigen sind jetzt jedoch aufwendigere Maßnahmen nötig gewesen, die das LWL-Museum für Kunst und Kultur anlässlich der fünften Ausgabe der Skulptur Projekte durchgeführt hat.

Dazu gehört der „Study Garden“ (Skulptur Projekte 1987) von Siah Armajani im Garten des Geomuseums der Universität Münster in unmittelbarer Nachbarschaft zum LWL-Museum. Die Sitzgruppe, die zum Studium im Freien einlädt und mit den ehemaligen Bunkeranlagen unter dem Garten – und den späteren Forschungslaboren des Zoologischen Instituts – korrespondiert, wurde aufwendig restauriert und gereinigt. Der umliegende Garten wird von der Uni Münster überarbeitetund neu gestaltet.

Auch das „Brunnenprojekt für Münster“ (Skulptur Projekte 1987) des italienischen Künstlers Guiseppe Penone plätschert nun wieder kontinuierlich auf dem ehemaligen Hörsterfriedhof. Hier musste die gesamte Wasserverteilungsanlage erneuert werden.

Ein weiteres Projekt, das ab diesem Sommer wieder neue Aufmerksamkeit bekommt, ist Matt Mullicans Bodenrelief (Skulptur Projekte 1987) auf dem naturwissenschaftlichen Campus der Universität Münster hinter dem Coesfelder Kreuz. Der Konzeptkünstler platzierte die Bodenskulptur auf der Grünfläche zwischen drei Gebäuden der Universität. Inmitten der quaderförmigen Zweckbauten mit Hörsälen und Laboratorien verlegte er auf einer rechteckigen Rasenfläche 35 Granitplatten, die ein durch Sandstrahl eingraviertes Zeichenmosaik aufweisen. Weiterlesen »




Di 30. Mai 2017

Luther und die Avantgarde in Berlin/Wittenberg eröffnet

66 internationale Gegenwartskünstler wie Maurizio Cattelan, Ayşe Erkmen, Jörg Herold, Jonathan Meese, Marzia Migliora, Johanna Reich oder Michael Sailstorfer haben sich für die Schau in Wittenberg mit wegweisenden Ideen und der Bedeutung Luthers (bis) heute auseinandergesetzt und die ehemaligen Zellen, Wärter-Räume und den Gefängnishof zu Ausstellungsräumen verwandelt. 500 Jahre nach Luthers Thesenanschlag und 50 Jahre, nachdem der letzte Gefangene hier eingesessen hat, wird das Gefängnis zum Kunstmuseum auf Zeit und einem begehbaren Plädoyer für Freiheit. Entstanden ist eine höchst ungewöhnliche Präsentation zeitgenössischer Kunst, die den Ausstellungsraum in die Werkkonzepte einbezieht. Viele Arbeiten existieren nur für die Dauer der Ausstellung, da die Künstler unmittelbar auf die Wände oder mit der Architektur gearbeitet haben.
Am heutigen Abend eröffnet um 19 Uhr die Sonderpräsentation von Gilbert & George in der komplett verdunkelten St. Matthäus-Kirche am Berliner Kulturforum. Hier werden die Künstler aus London in den nächsten Wochen mit ihren SCAPEGOATING PICTURES für ein volles Gotteshaus sorgen. Am Sonntag, dem 21. Mai, folgt im Rahmen eines feierlichen Gottesdienstes die Eröffnung der zweiten Sonderpräsentation: In der Kassler Karlskirche nehmen Thomas Kilpper & Massimo Ricciardo Bezug auf die aktuelle Flüchtlingsthematik. Die indische Künstlerin Shilpa Gupta stellt das Wort ins Zentrum ihrer sinnlich erfahrbaren Installationen.

Luther und die Avantgarde in Gefängnis Wittenberg. Eröffnung

Bild: Vlnr: Walter Smerling, Vorsitzender der Stiftung für Kunst und Kultur e.V. und Sprecher des Kuratoriums, Norbert Lammert, Präsident des Deutschen Bundestages, Reiner Haseloff, Ministerpräsident des Landes Sachsen-Anhalt, Gilbert & George

Der Reformator als Modell für die internationale Gegenwartskunst?
Bis zum 17. September 2017 haben Besucher in Wittenberg, Berlin und Kassel nun die Möglichkeit, die Beiträge der insgesamt 70 teilnehmenden Künstlerinnen und Künstler zu sehen. Die Grundidee der Ausstellung: Martin Luther hat Reformprozesse in Gang gesetzt, die über die kirchliche Erneuerung hinaus die Gesellschaft radikal verändert haben. In diesem Sinne war er Avantgardist. Hier knüpfen die Künstler an und überprüfen wegweisende reformatorische Gedanken auf ihre Aktualität. Sie zeigen Positionen, die nach Veränderung streben, Missstände aufzeigen, für Freiheit, Toleranz und Offenheit eintreten. Das international tätige Kuratoren-Team hat Künstler ausgewählt, die als Seismographen der Gegenwart agieren.




Mi 24. Mai 2017

Deutsche Gegenwartskunst in der Verbotenen Stadt- Deutschland 8

Im Rahmen des ersten Meetings beim „People-to-People Dialogue“ in Peking, unter Leitung der Vizepremierministerin der VR China, Liu Yandong, und des deutschen Vizekanzlers und Außenministers Sigmar Gabriel, unterzeichneten Fan Di’an (Präsident der Central Academy of Fine Arts, Peking) und Walter Smerling (Vorsitzender der Stiftung für Kunst und Kultur e.V. Bonn) den Kooperationsvertrag zur Ausstellung „Deutschland 8 – Deutsche Kunst in China“.

Die Ausstellung versammelt 50 Künstler mit rund 350 Werken, u.a. Georg Baselitz, K.O. Götz, Katharina Grosse, Andreas Gursky, Candida Höfer, Anselm Kiefer, Alicja Kwade, Markus Lüpertz, A.R. Penck, Sigmar Polke, Neo Rauch, Gerhard Richter, Michael Sailstorfer, Emil Schumacher und Rosemarie Trockel. An acht Ausstellungsorten in Peking werden ihre Arbeiten zu sehen sein, darunter im CAFA-Museum, Today Art Museum, Minsheng Museum, Red Brick Museum und im Tai Miao Tempel in der Verbotenen Stadt. Erstmals überhaupt wird an diesem historischen Ort westliche Gegenwartskunst gezeigt. Die zentrale Eröffnung in der Verbotenen Stadt findet am Sonntag, dem 17. September 2017 statt.

„Deutschland 8“ versteht sich als Antwort auf „China 8“, die große Schau chinesischer Gegenwartskunst, die 2015 im Ruhrgebiet zu sehen war. Minister Gabriel hat das Projekt als hervorragendes Zeichen für Verständigung und interkulturellen Dialog gewürdigt.

Gemeinsame Veranstalter sind die Stiftung für Kunst und Kultur e.V. Bonn und die Central Academy of Fine Arts, Peking. Hauptsponsoren der Ausstellung sind die Volkswagen Aktiengesellschaft und Air China. Weitere Förderer sind das Auswärtige Amt der Bundesrepublik Deutschland und die Adolf Würth GmbH & Co. KG, Allianz SE, Deutsche Lufthansa AG, Fuchs Petrolub SE, HSBC, Huawei, KION Group, Siemens AG, Rheinmetall AG und Weichai Power.




Mi 24. Mai 2017

Ausstellung Andreas Achenbach. Revolutionär und Malerfürst in Düsseldorf

Das Museum Kunstpalast rüstet sich zu einer großen Neubewertung und Ausstellung des ersten Malerfürsten seit Rubens. Mit Andreas Achenbach wird einer der Begründer der Düsseldorfer Malerschule geehrte. Und im Museum Kunstpalast, weil deren einzigartiger Sammlung von Werken der Düsseldorfer Malerschule eben auch ganz viele Achenbachs beinhaltet. Mit Andreas Achenbach (1815-1910) wird einem der bedeutendsten Protagonisten eine ungewöhnliche Ausstellung mit größtenteils unveröffentlichten Werken und Lebensdokumenten gewidmet. Am dem 7. Juli bis zum 1. Oktober 2017. Eine tolle Sommerausstellung zuzusagen.

Bildquelle: Abb.: Andreas Achenbach, Küstenlandschaft, München 1837, Öl auf Leinwand, Privatsammlung © Museum LA8 Baden-Baden

Die ausgestellten Gemälde, Zeichnungen, Druckgrafiken, Skizzenbücher, Briefe und Dokumente stammen aus einer privaten Sammlung, die über Jahre von einem ausgewiesenen Achenbach-Kenner zusammengetragen wurden. Die Ausstellung regt dazu an, dieses große Malergenie des 19. Jahrhunderts unter neuen Vorzeichen zu entdecken und als eine Künstlerpersönlichkeit zwischen den gegensätzlichen Polen Revolutionär und Malerfürst neu zu bewerten. Andreas Achenbach (1815-1910) ist eine Jahrhundertfigur. Als Künstler erreichte er alles, was ein Maler und Grafiker damals in Deutschland und im internationalen Raum erreichen konnte: ein großartiges, umfangreiches Werk, Ruhm und künstlerische Anerkennung auch unter den Kollegen der Düsseldorfer Malerschule, gesellschaftlichen Aufstieg und bei alledem persönliche Unabhängigkeit. Seine politischen Karikaturen um das Revolutionsjahr 1848 zählten zu den schärfsten. Die später mehrmals angebotene Erhebung in den Adelsstand lehnte Achenbach beharrlich ab. Gegenüber den rasanten Innovationsschüben des industriellen Zeitalters zeigte er sich als ruhiger Beobachter jenseits von Technikverherrlichung oder -verteufelung.




Mi 24. Mai 2017

Kirchentag Berlin honoriert Künstlerengagement

Das bildende Künstlerinnen und Künstler häufig angefragt werden, um bei Projekten oder Veranstaltungen ohne Honorierung ihre Arbeitn zu zeigen ist bekannt. Das der Evangelische Kirchentag jetzt in Berlin ein Künstlerhonorar zahlt ist sehr außergewöhnlich. Aber eben auch ein Zeichen, dass es geht und dass das wirtschaftliche Überleben der Kunst auch durch jeden Nutzer und jede Nutzerin gewährleistet werden kann.
Zitat: „Das Regionale Kulturprogramm in Berlin versucht, bei diesem Kirchentag diese »Künstlerbenachteiligung« zu durchbrechen. Wir zahlen Honorare an die Künstlerinnen und Künstler, die in St. Matthäus, St. Elisabeth und in der Zwinglikirche ausstellen, und auch die freiberuflichen Autorinnen und Autoren dieser Zeitung erhalten ein Honorar für ihre Tätigkeit. Wir wollen nicht, dass Künstlerinnen und Künstler, die in prekären Verhältnissen arbeiten müssen, noch mehr ausgebeutet werden.“
Den ganzen Text und die Entwicklung dahin ist hier zu finden.

Eine gute Entwicklung, die überall in den Kanzleien, Büros, Foyers der Stiftungen, Banken, Rechtsanwälte usw. einziehen sollte. Spannend wird dann, ob der Automatismus, auf die Honorare auch Künstlersozialkasse und VG Bildkunstbeiträge zu zahlen auch greift. Dann könnte diese löbliche Entwicklung auch schnell wieder zu Ende sein.




Mi 24. Mai 2017

Berlinische Galerie zeigt Erik Bünger im IBB-Videoraum

Im IBB-Videoraum werden über den Zeitraum eines Jahres zwölf Künstlerinnen und Künstler präsentiert, die durch ihren innovativen Umgang mit den Medien Film und Video aufgefallen sind. Die Reihe wird im Juni mit Werken von Erik Bünger fortgesetzt (31.05.–26.06.2017). Am 15.06. um 19 Uhr findet in der Berlinischen Galerie außerdem die Premiere von Erik Büngers neuer Performance „The Elephant who was a Rhinoceros“ statt (in englischer Sprache, Eintritt frei).

Erik Bünger beschäftigt sich in seiner Kunst vorrangig mit der menschlichen Stimme und ihrem komplexen Verhältnis zum Körper, zu Sprache, Musik und Technologie. Ihn interessiert die besondere Qualität der Stimme, unabhängig vom Sprecher zu existieren und mitunter ein Eigenleben zu entwickeln. Büngers Projekte gibt es häufig sowohl als eigenständige Videoarbeiten wie auch als Performances. Dies gilt auch für die Trilogie A Lecture on Schizophonia (2008–2011), The Third Man (2010) und The Girl Who Never Was (2014), die erstmalig in Berlin komplett gezeigt wird.

Weitere Informationen




Mi 24. Mai 2017

Picasso Museum Münster zeigt die Collection Lambert

Ab dem 2. Juni bis zum 1. Oktober 2017 zeigt das Picasso Museum Münster die Ausstellung „Von Christo bis Kiefer – Die Collection Lambert, Avignon“. Dabei präsentiert das Picasso-Museum rund 100 Gemälden, Skulpturen, Fotografien, Zeichnungen, Video- und Soundinstallationen entscheidende zeitgenössische Positionen der letzten 50 Jahre. Künstler wie Nan Goldin, Cy Twombly, On Kawara, Ellsworth Kelly, Denis Oppenheim, Richard Long und Julien Schnabel stehen beispielhaft für das gute Gespür des Galeristen Yvon Lambert, der die Werke beginnend in den 1960erJahren in einer einzigartigen Sammlung zusammentrug, die nie zuvor in Deutschland ausgestellt wurde. Durch seine Arbeit wurden die damals noch jungen Kunstrichtungen Minimal Art, Land Art und Konzeptkunst in Europa bekannt und etabliert.

Unverkennbar schlägt die Ausstellung die Brücke zu den vielen Künstlern, die bereits an den Skulptur Projekten der vergangenen Jahrzehnte teilgenommen haben. Das Werk „Pure Consciousness“ des Japaners On Kawara ist eine offizielle Station der Skulptur Projekte 2017 im Picasso-Museum.

Wie gewohnt zeigt das Museum parallel auch Werke aus seinem eigenen Picasso-Bestand. Die Schau „Picasso und das Mittelmeer“ (2.6.-1.10.2017) spiegelt mit rund 40 Grafiken und Keramiken des Spaniers die unterschiedlichen Mentalitäten des europäischen Mittelmeerraumes und ihre Einflüsse auf Picassos Leben und Werk.

Kunstmuseum Pablo Picasso Münster,

Picassoplatz 1, 48143 Münster.




Fr 5. Mai 2017

Kunsthalle Kiel zeigt Anita Albus

Anita Albus ist für ihre literarischen und künstlerischen Werke vielfach ausgezeichnet worden. Sie erhielt das Bundesverdienstkreuz (2001), den Ordre des Arts et des Lettres (2009) sowie 2014 den Bayerischen Maximiliansorden für Kunst und Wissenschaft. Nicht unähnlich den Damen der Gesellschaft, die sich der Schönheit der Natur verschrieben haben. Zeit und Ausdauer, dazu technisches Können gehören zu den Voraussetzungen um so ein Werk zu schaffen.

Das künstlerische Schaffen von Anita Albus ist ein widerständiger Solitär in der Gegenwartskunst: Die Künstlerin bannt ihre Motive mit äußerster Präzision und Detailgenauigkeit auf der Basis selbst hergestellter Farben und mittels eines exakten, geschichteten Farbauftrags auf den Malgrund. Anita Albus schafft so Bilder von intensiver Leuchtkraft und augentäuschender Genauigkeit. Ihre Werke entstehen in monate˗ zum Teil jahrelangen Prozessen, deren Präzision nur vor dem Original und oft nur mit einer Lupe nachvollzogen werden kann. Niederländische Malerei – Miniaturen und Stillleben – beispielsweise von Jan van Eyck und Rogier van der Weyden hat Anita Albus in jeder Hinsicht auf das Genaueste studiert. In ihren eigenen Bildern finden sich immer wieder Anklänge an die künstlerische sowie technische Präzision der Werke von Künstlern wie Joris Hoefnagel, Otto Marseus von Schrieck oder Maria-Sibylla Merian. Die künstlerischen Werke von Anita Albus stehen im engen Zusammenhang mit ihren natur- und kunsthistorischen Forschungen und Schriften. Davon zeugen beispielsweise die publizierten Werkserien „Das botanische Schauspiel. Vierundzwanzig Blumen nach dem Leben gemalt und beschrieben“ (2007) und „Von seltenen Vögeln“ (2005). Untersuchungen zu Flora und Fauna sind verschränkt mit der Geschichte der Naturwissenschaften, der Kunst und mit dem Wissen um künstlerische Techniken („Die Kunst der Künste. Erinnerungen an die Malerei“ (1999). Neben Pflanzen- und Tierdarstellungen gehören zum Werk der Künstlerin auch fantastische, verschachtelte Bildwelten und Miniaturen, wie Anita Albus sie beispielsweise in ihren Kinderbüchern publiziert hat („Der Himmel ist mein Hut, die Erde ist mein Schuh“, (1973) sowie „Der Garten der Lieder“, (1974).
Die Ausstellung widmet sich dem Werk der in München und im Burgund lebenden Künstlerin und Autorin Anita Albus (*1942 in München). Anlass ist der Erwerb von insgesamt 63 Werken Anita Albus‘ durch die Karl-Walter Breitling und Charlotte Breitling-Stiftung für die Sammlung der Kunsthalle zu Kiel im Jahr 2016. Bis auf wenige Ausnahmen sind sämtliche bis 2004 entstandenen Werke als Konvolut zum Verbleib in der Kunsthalle zu Kiel bestimmt.
Anita Albus – Die Kunst zu sehen

Laufzeit der Ausstellung: 20. Mai 2017 bis 27. August 2017