KUNSTFREUNDE das Blog über Kunst, Künstler und Ausstellungen

Fr 13. Januar 2012

Edvard Munch. Der moderne Blick in der Kunsthalle Schirn in Frankfurt

In der SCHIRN KUNSTHALLE FRANKFURT geht es nicht um den Einzelgänger, als der Edvard Munch gerne dargestellt wird. Oder um den vom Schicksal geschlagenen Künstler, der sich nur mit seiner Innenwelt beschäftigt. Während der ersten Jahrzehnte des 20. Jahrhunderts reist Munch durch Europas Metropolen, ist gern gesehener Gast in den Künstlerzirkeln. Er beschäftigt sich intensiv mit den neuen Medien seiner Zeit, fotografiert und filmt selbst. Erstmals wird diese Auseinandersetzung Munchs mit modernen Aufnahmetechniken oder zeitgenössischen Bühnenbildern in den Fokus der Aufmerksamkeit gestellt. Seine Werke lassen erkennen, in welchem Maß er spezifisch fotografische oder filmische Bau- und Erzählformen, Posen und selbst Effekte in seine Malerei übernimmt.

Die Ausstellung EDVARD MUNCH. DER MODERNE BLICK entstand in Zusammenarbeit mit dem Centre Pompidou Musée National d’Art Moderne in Paris und dem Munch Museet in Oslo. Nach der SCHIRN KUNSTHALLE FRANKFURT präsentiert sie die Tate Modern in London.Kuratoren: Clément Chéroux und Angela Lampe, Centre Pompidou Paris und Ingrid Pfeiffer, SCHIRN

Die Ausstellung Edvard Munch – Der moderne Blick wird vom 9. Februar bis zum 13. Mai 2012 in Frankfurt gezeigt.
Nach der großen Schau in Bremen wird Evard Munch jetzt in einem anderen Licht präsentiert. Die Frage an die Besucher lautet:
Ist Edvard Munch für Sie ein Künstler des 20. Jahrhunderts? Wenn nicht, können Sie ihn jetzt in der SCHIRN KUNSTHALLE FRANKFURT aus einer zeitgenössischen Perspektive betrachten. Die Ausstellung nimmt Sie auf eine spannende Reise in 12 Etappen mit. Ein Teil der über 140 Gemälde, Fotografien, Stiche, Zeichnungen, Skulpturen und Filme war in Deutschland noch nie zuvor zu sehen. Viel Spaß und tolle Seherlebnisse”.

Dank seiner symbolistischen und frühexpressionistischen Malerei wird Edvard Munch oft dem 19. Jahrhundert zugeordnet – hier findet er sich zu Recht in einer Reihe mit Paul Gauguin und Vincent Van Gogh. Obwohl Munch seine Karriere als Maler in den 1880ern beginnt, entstehen die meisten Arbeiten aber erst nach 1900. Er stirbt schließlich 1944, im selben Jahr wie zwei Schlüsselfiguren der Moderne: Piet Mondrian und Wassily Kandinsky.




Fr 13. Januar 2012

George Condo. Mental States in Frankfurt

Die Kunsthalle Schirn in Frankfurt zeigt vom 22. Februar bis zum 28. Mai 2012 eine umfassende Schau mit Arbeiten des amerikanischen Künstlers George Condo.

In Zusammenarbeit mit der Londoner Hayward Gallery und kuratiert von deren Direktor Ralph Rugoff präsentiert die Schirn eine umfassende Retrospektive des Künstlers, dessen Stil sich als künstlicher Realismus beschreiben lässt.
Seine von beißendem Humor, surrealistisch anmutender Absurdität und überbordendem Pathos gekennzeichnete Malerei nimmt – von Velázquez über Picasso bis Gorky – immer wieder Bezug zu den Traditionen der amerikanischen und europäischen Kunstgeschichte der letzten 500 Jahre.
Seine Gemälde wie seine Skulpturen legen die anhaltende Auseinandersetzung mit der menschlichen Physiognomie und allzu menschlichen Geisteszuständen offen. Neben 66 bedeutenden Gemälden aus unterschiedlichen Schaffensperioden zeigt die Schirn in thematisch und stilistisch geordneten Gruppen zudem eine Auswahl von etwa zehn Skulpturen sowie neue Arbeiten George Condos.

Eine kleine Auswahl von Condos Werken zeigte die Kunsthalle Bielefeld im Rahmen der Doppelausstellung Bishofsberger “80er Revisted”.
George Condo wurde 1957 in New Hampshire geboren und studierte Kunstgeschichte und Musiktheorie an der University of Massachusetts Lowell. Seit nahezu drei Jahrzehnten behauptet er eine herausragende Stellung in der Kunstwelt. Neben Künstlern wie Keith Haring und Jean-Michel Basquiat hatte Condo maßgeblichen Einfluss auf die Kunstszene des New Yorker East Village der 1980er-Jahre.
Seither zeigten zahlreiche Institutionen in den USA und Europa seine Werke, darunter das Whitney Museum of American Art und das Museum of Modern Art in New York, das Contemporary Art Museum in Houston oder das Musée Maillol in Paris. Arbeiten George Condos finden sich in so bedeutenden Sammlungen wie dem Museum of Modern Art, dem Metropolitan Museum of Art, dem Whitney Museum of American Art und dem Solomon R. Guggenheim Museum in New York.
George Condo engagierte sich künstlerisch außerdem in den Bereichen Mode, Musikindustrie und Street-Culture. 2010 arbeitete George Condo mit dem US-Hip-Hop-Star Kanye West zusammen; er schuf eine Reihe von Gemälden, die als Albumcover genutzt wurden. George Condo hat im Lauf seines Schaffens einen künstlerischen Stil entwickelt, der auf schonungslose Art und Weise das Schöne mit dem Grotesken, Ernsthaftigkeit mit Absurdität verbindet und so eines der provokantesten und imaginativen Œuvres der zeitgenössischen Malerei geschaffen.
Condo wird oftmals als „an artist’s artist“ bezeichnet, und sein anhaltender Einfluss auf jüngere Künstlergenerationen ist unbestritten. Die Figuren seiner Gemälde wurden darüber hinaus zur Inspirationsquelle für Autoren wie William S. Burroughs oder Salman Rushdie. Condos Werken wohnen unzählige kunsthistorische Bezüge inne. Geschickt kombiniert er die Bildsprache der letzten Jahrhunderte und lässt verschiedenste Malstile und Darstellungsweisen in seine Werke einfließen.

Besonderes Gewicht legt Condo auf die Gesichter seiner Figuren; mal fratzenartig verzerrt, kubistisch übersteigert oder gar gesichtslos hinterfragen sie die Identität des Individuums, das sich hinter dem Antlitz verbirgt. Die Ausstellung „George Condo. Mental States“ zeigt Arbeiten der letzten drei Jahrzehnte. Thematisch in den fünf Gruppen „Portraits“, „Manic Society“, „Pathos“, „Abstraction/Figuration“ und „Heads“ organisiert, präsentiert sie einen Überblick über sein gesamtes Schaffen. Einen Schwerpunkt legt die umfangreiche Schau auf Condos imaginäre Porträts, die, zwischen Absurdität und Pathos changierend, unterschiedliche mentale Zustände beschwören.
Die Figuren einiger Gemälde erscheinen gesichtslos. Die Gestalt von „The Objective Idealist“ (1994) ist vor allem durch ihre Kleidung und den überladenen Schmuck definiert, im Gesicht hingegen klafft Leere. Die Gemälde hinterfragen nicht nur die Beurteilung von Identität nach Äußerlichkeiten, sondern auch den Anspruch der Porträtkunst als Abbild von Identität. Trotz ihres oft monströsen Humors und ihrer Übersteigerung sind Condos Werke tief in europäischen und amerikanischen Maltraditionen verwurzelt. Durch die Verwendung traditioneller Materialien, Maltechniken und Stilformen stellt er vielfältige Querverweise her, die von der Renaissance zum Barock über den Kubismus und Surrealismus bis hin zum Abstrakten Expressionismus und zur Pop-Art reichen.
Condo lässt sich von seinen Vorbildern inspirieren und tritt mit ihnen in Dialog. „Memories of Rembrandt“ (1994) stellt eine Erinnerung an den großen Meister der Hell-Dunkel-Malerei dar; Rembrandts malerischen Effekt eines Bedeutung schaffenden Lichts sabotiert Condo in seinem Porträt. Er präsentiert das Gesicht als eine wüste, durcheinandergewürfelte Konstruktion, als wollte er die Rolle des Gesichts als primäres Sinnbild der Subjektivität zerstören. Klare gesellschaftliche Bezüge stellen die Gemälde der Gruppe „Manic Society“ dar.
Die Ausstellung „George Condo. Mental States“ wurde von der Hayward Gallery, Southbank Centre, London, in Zusammenarbeit mit der Schirn Kunsthalle organisiert. Sie war zuvor im New Museum, New York (26. Januar – 8. Mai 2011), im Museum Boijmans Van Beuningen, Rotterdam (25. Juni – 25. September 2011), sowie in der Hayward Gallery, London (18. Oktober 2011 – 8. Januar 2012), zu sehen.




Do 12. Januar 2012

Ausstellung in Time – Preisträgerausstellung des Aktion-Kunst-Preises

Im Museum Abtei Liesborn wird vom 15.01. bis zum 4.03.2012 die Ausstellung inTime-Preisträgerausstellung des Aktion-Kunst-Preises 2012 gezeigt.

Die Stiftung Aktion-Kunst-Stiftung gegründet 2011 von dem Künstler Klaus-Peter Kirchner und seiner Frau Mechthild, hat sich zum Ziel gesetzt das Potenzial von Menschen mit geistigem Handicap zu fördern und den Beruf ‘Künstler’ bei der Zielgruppe zu professionalisieren. Kirchners stellten fest, dass viele Menschen mit geistigem Handicap durchaus zu einer sehr authentischen kreativen Auseinandersetzung mit ihren Erfahrungen und Wahrnehmungen in der Lage sind.  Die AKTION-KUNST-STIFTUNG verwirklicht diese “Professionalisierung”, indem sie die Kunstakademie direct art academy betreibt, Stipendien an talentierte Menschen mit geistigem Handicap vergibt, inklusive Ausstellungen von Künstlern mit und ohne geistigem Handicap organisiert, Vorträge und Symposien durchführt Forschungsaufträge, die einen Bezug zur Kunst bei Menschen mit geistigem Handicap nehmen, durchführt oder unterstützt eine Sammlung von Werken von Menschen mit geistigem Handicap und Künstlern, die einen Bezug zu dieser Kunst nehmen, anlegt.

Bildquelle: Hausherr Dr. Benni Priddy und Stifter Klaus-Peter Kirchner vor Arbeiten der Künstler Mustapha El Ayachi und Matias Völksch.

In diesem Zusammenhang wurde ein bundesweiter Aufruf zu dem Kunstpreis 2011 gestartet. Mit mehr als 600 Bewerbungen und vielen Anfragen aus dem Ausland, die nicht zugelassen werden konnten, wurde den Stiftern und der aus Kunst- und Museumsleuten gebildeten Jury deutlich, dass viel Bedarf an dieser Art der Förderung ist. Wichtig war allen Juroren die künstlerische Umsetzung der Themen. Dabei wurden 30 nominierte Künstlerinnen und Künstler von der Jury benannt. Diese sind jetzt in einer 163 Arbeiten umfassenden Ausstellung im Museum Abtei Liesborn zu sehen. Im Rahmen der Vernissage werden die beiden ersten Preise des Kunstpreises vergeben. Einen dritten Preisträger ermittel das Besuchervotum.

Jeder Besucher der Ausstellung bekommt einen Abstimmungsbogen, in dem er oder sie, die oder den Künstler benennen kann, der den dritten Preis bekommen soll. Ein reich bebilderter Katalog erscheint zur Eröffnung der Ausstellung und kann im Museum oder über die Stiftung Aktion Kunst erworben werden. Die Eröffnung der Ausstellung findet am Sonntag, 15. Januar 2012 um 15 Uhr statt.

Für den Aktion-Kunstpreis 2012 nominierte Künstler sind in alphabetischer Reihenfolge:

Belz, Jürgen Bodmeier, Rudolf Cäsar, Peter El Ayachi, Mustapha Frey, Michael Fuchs, Silvia Gindele, Karl Hellmann, Markus Herrmann, Julia Heymach, Michael Höhle, Dieter Hormann, Katharina Kautz, Sybille Lehnert, Klaus Löffler, Christa Mäurer, Petra Mezencera, Olga Münch, Sabine Opree, Claudia Reisner, Gabriele Salzwedel, Markus Schmidt, Rüdiger (OTTO) Schnabel, Annegret Schröer, Hans-Christian Völksch, Matias Vogel, Ilka von Branca, Frhr. Franziskus Wagner, Tanja Weiger, Maximilian Zimmermann, Petra.




Do 12. Januar 2012

Ein Österreicher zu Gast in München – Egon Schiele – Werke aus der Albertina

Noch bis zum 4. März 2012, zeigt das Lenbach-Haus München Werke des Künstlers Egon Schiele unter dem Titel “Das unrettbare Ich”. Die Arbeiten stammen aus dem Besitz der Albertina in Wien.

Egon Schiele ist einer der populärsten und vielleicht morbidesten Künstler der Moderne. Sein Werk wird wie bei kaum einem anderen Künstler mit seiner Biografie in Verbindung gebracht. Diese Ausstellung bietet eine Revision des immer noch weit verbreiteten Künstlermythos Egon Schiele und eröffnet einen neuen Zugang zu seinem Werk:
Der Schwerpunkt soll von der Biografie auf die Kunst in ihrem zeitgenössischen Kontext gelenkt werden. Dank einer umfassenden Auswahl von Aquarellen und Zeichnungen aus dem Bestand der Wiener Albertina – der weltweit bedeutendsten Sammlung von Schieles Werken auf Papier – können alle grundsätzlichen Themen seiner Kunst aufgezeigt werden.

Die Auseinandersetzung mit der Krise des Individuums um 1900, die der Literatur- und Kulturtheoretiker Hermann Bahr unter dem Motto „Das unrettbare Ich“ zusammenfasste, nimmt dabei eine herausragende Stellung ein.

Das Ausstellungskonzept geht dementsprechend über eine rein motivische Gruppierung hinaus und fokussiert zentrale Aspekte von Schieles Ideenwelt. Identität und des Naturverständnis, Reflexion über die Wahrnehmungsprozesse. Durch die Gegenüberstellung von Bildern und Auszügen aus Schieles poetischen Schriften wird seine Beschäftigung mit diesen Themenkomplexen in unterschiedlichen Medien aufgezeigt, wodurch sich bisher wenig beachtete Perspektiven auf seine Bilder eröffnen.
Daher machen die Münchner mit den Selbstporträts eine erstaunliche Neudeutung: als Versuche, das eigene Ich als variable Größe zu begreifen.
Ein Aspekt, der den Künstler auch in manchen Gedichten beschäftigt hat und der mit damaligen Vorstellungen von wandelbarer Identität übereinstimmt.

Die Schiele-Ausstellung ist nicht die Erste im Lenbachhaus. Bereits im Frühjahr 1912 veranstaltete der Münchner Galerist Hans Goltz gleichzeitig zwei Ausstellungen: Eine war dem „Blauen Reiter“ gewidmet (2. Ausstellung „Schwarz-Weiß“), die andere Schiele – seine erste Einzelpräsentation im Ausland überhaupt.




Mo 2. Januar 2012

Unter Bäumen – Die Waldausstellung im Deutschen Historischen Museum Berlin

Das eine historische Ausstellung nicht ohne Kunst auskommt, zeigt die Ausstellung “Unter Bäumen – Die Deutschen und ihr Wald“.

Im Deutschen Historischen Museum hat man sich an den Ort gewagt, der wohl keiner Nation so wichtig ist wie der Deutschen. Der Wald. Überhaupt scheint die Deutsche Nation und ihr Verhältnis zum Wald eigentlich erst im 19. Jahrhundert so richtig an Fahrt gewonnen zu haben. Die Romantik und allen voran Caspar David Friedrich haben mit den Sehnsuchtsorten “Wald” im Allgemeinen und im Besonderen die Deutschen erst richtig elektrisiert.

Wo Bäume und die Wälder bedroht sind, gehen Städter los und engagieren sich. Werden Bäume gerodet kann man ganz schnell Menschen mobilisieren. Selbst Parksanierungen werden, wenn Bäume fallen, zu hoch emotionalen Feldern, auf denen Leserbriefe noch die harmloseste Variante der Empörung darstellen.

Und an dieses Thema haben sich die Ausstellungsmacher gewagt. Und sie haben viele Facetten berührt. Kunst, Geschichte, Medien, Freizeit, Politik. Auch die ideologische Pervertierung nach 1933, durch die der »deutsche Wald« seine Unschuld verloren hat. In die zeitgenössische Kunst hat es der Wald wieder mit aller Macht gebracht, das zeigen die Kunstobjekte in der Schau. Allerdings kann das nur ein kleiner Ausschnitt sein, der die Qualität der Werke ebenfalls nur exemplarisch aufnimmt. Vielleicht traut sich ja ein Kunstkurator mal an die Arbeiten heran. Wäre bestimmt spannend, da der Wald ja mehr ist als die Summe der Bäume.

Die Ausstellung ist noch bis zum 04.02.2012 in Berlin im DHM zu sehen.




Mo 2. Januar 2012

Niki de Saint Phalle – Spiel mit mir im Max Ernst Museum Brühl

Die große Retrospektive von Niki de Saint Phalle, die bereits vorher in der Kunsthalle Würth in Schwäbisch Hall gezeigt worden ist, wird nun vom 15. Januar bis 3. Juni 2012 im Max Ernst Museum Brühl zu sehen sein. Die Ausstellung wurde von Guido Magnaguagno, ehemaliger Direktor des Museums Tinguely in Basel zusammengestellt und umfasst 80 Kunstwerke von Niki de Saint Phalle.
Die konzentrierte, retrospektive Schau legt einen besonderen Schwerpunkt auf das bislang wenig beachtete Frühwerk der französisch-amerikanischen Künstlerin. Zur Werkauswahl gehören Gemälde, Assemblagen, Schießbilder, Plastiken, Zeichnungen, Druckgraphik und Modelle für Architekturprojekte.




Sa 17. Dezember 2011

Völklinger Hütte zeigt Asterix & Die Kelten – oder die spinnen die Römer

Das ist doch eine tolle Weihnachtsausstellung, die die Völklinger Hütte zeigt. Noch bis zum 8. Januar 2012 werden in einer Deutschlandpremiere 128 Zeichnungen und Szenarien der Asterix-Väter René Goscinny und Albert Uderzo dort in der 6000 m2 großen Gebläsehalle gezeigt.

Vermutlich um nicht noch mehr Kommentare zur Eurosituation zu geben, heißt die Schau schlicht Asterix & Die Kelten und nicht “die spinnen die Römer” oder “was für eine schöne Nase” oder, oder, oder

Plakat der Ausstellung

Bis Januar leben die unbeugsamen Gallier um Asterix und Obelix jetzt in der Gebläsehalle. Für die Besucher, die dieses „Dorf“ betreten, entwickelt sich eine Entdeckungsreise durch die Geschichte von Kelten und Römern. Auf dieser Reise können Sie den keltischen Ursprung des Asterix Mythos erleben.

So spiegeln die Zeichnungen und Szenarien Szenen aus dem Alltagsleben des gallischen Dorfes wieder. Exponate der gallo-römischen Epoche und der Zeit des Gallischen Krieges treten in einen faszinierenden Dialog mit diesen gallischen Dorfszenen und lassen die Besucher zu „Augenzeugen“ des gallisch-keltischen Alltags werden.

Bilder mit Persönlichkeiten und Szenen aus Asterix, die berühmte Werke der Bildenden Kunst zitieren, Computerspiele und Souvenirs der Kultfiguren um Asterix und Obelix spiegeln den Asterix-Mythos unserer Tage wieder.

Die Ausstellung steht unter der Schirmherrschaft des französischen Generalkonsuls im Saarland, Philippe Cerf.




Fr 16. Dezember 2011

Vor dem Gesetz – letzte Ausstellung von Kaspar König – Ende einer Aera

Wenn ein profilierter und bekannter Ausstellungs- , Kunst und Museumsmensch in den wohlverdienten Ruhestand geht, wie jetzt der Leiter des Kölner Museum Ludwig, Kaspar König, der u.a. auch für die Skulpturen Projekte in Münster und die Städlschule in Frankfurt die bestimmende Persönlichkeit war, kann man schon vom Ende einer Ära sprechen.
Seine letzte Schau im Amte trägt den Titel “vor dem Gesetz” und fasst eine Kunstgattung an die lange wenig Beachtung findet, obwohl sie im klassischen Kunstmarkt in der Form der Bronzeplastik bis heute nicht wegzudenken ist. Die Skulptur oder Plastik.
Spannend daran ist, dass die Unmittelbarkeit der Darstellung heute vielleicht verletzender Wirkt, als in ihrer jeweiligen Entstehungsphase. Kriegskrüpel, Figuren die drahtig oder zerklüftet daher kommen und auch so bleiben, weil sie nicht weggammeln, oder schmelzen, passen so gar nicht in die perfekte Stylingwelt der Zeit, die vor keinem Po, Nasenbein oder was auch immer beim lebenden Objekt halt macht.
Und das ist vielleicht das tolle, dass König noch einmal die Wirkmächtigkeit von Kunst in einer Ausstellung verdeutlicht. Was vermag die Kunst, wenn sich Sprache verweigert, oder Bilder nur noch geschönt oder gefakte sind.
Die Kunst kann über Jahre und Jahrzehnte hinweg, Zeit und Zeitgeschehen sichtbar machen und gesellschaftliche Fragen stellen: Was ist menschliche Existenz, physisches Dasein? Was ist menschlich, was unmenschlich? Wo liegen die Grenzen, wenn es um das Konzept der Menschenwürde und die Verletzung der Menschenrechte geht? Wie geht man in Zeiten der Globalisierung mit der Heterogenität der Welt um? Wie positioniert man sich als Individuum? Die Ausstellung „Vor dem Gesetz“ zeigt künstlerische Positionen, die sich auf unterschiedliche Weisen und zu verschiedenen Zeiten auf den Menschen einlassen und versuchen, ihn als politisches Wesen auszumachen und zu positionieren. Sie verweisen dabei nicht auf spezifische Konflikte, sondern behandeln Themen, die das Menschsein an sich betreffen.
„Vor dem Gesetz“ meint daher künstlerisches Handeln im existenzialistischen Sinne, und selbst in den zeitgenössischen Positionen klingt der Tenor der Nachkriegsjahre an. Die Erfahrung einer intensiven Unmittelbarkeit einerseits und die Reflexion über die conditio humana andererseits sind wesentliche Ausgangspunkte der Ausstellung. Zu sehen sein werden sowohl aktuelle Arbeiten, unter anderem von Bruce Nauman, Pawel Althamer und Jimmie Durham, als auch Werke aus den 1950er Jahren, von Künstlern wie Germaine Richier, Reg Butler und Ossip Zadkine. Alle setzen sich auf subtile Weise mit der Verletzlichkeit des Menschen in einer Welt auseinander, in der das Konzept der Menschenwürde immer aufs Neue gefährdet ist.
Danke Kaspar König und alles Gute!
Die Ausstellung ist vom 17. Dezember 2011 bis zum 22. April 2012 im Museum Ludwig zu sehen.




Mi 7. Dezember 2011

Ausstellung “Goldene Pracht” in Münster ab Februar 2012

Kostbare Goldschmiedekunst von internationalem Rang kommt im Frühjahr 2012 zur Ausstellung “Goldene Pracht” nach Münster. “Wir konnten für die umfangreiche Schau im LWL-Landesmuseum und in der Domkammer mehr als 240 mittelalterliche Exponate von internationalen und nationalen Leihgebern gewinnen”, sagte Historiker Prof. Dr. Gerd Althoff vom Exzellenzcluster “Religion und Politik” der Uni Münster.

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Mi 7. Dezember 2011

Ausstellung – Franziskus -Licht von Assisi in Paderborn

In der dunklen Jahreszeit scheinen “Licht”- oder spirituell-inspirierte Ausstellungen Konjunktur zu haben
In Paderborn zum Beispiel:

Mit „Franziskus – Licht aus Assisi“ widmet sich erstmals seit 30 Jahren wieder eine Ausstellung im deutschsprachigen Raum der Person des Heiligen.

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