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So April 13th, 2014

Kunstprojekt TATORT PADERBORN – Phänomen Fußgängerzone

Das Kunstprojekt „Tatort Paderborn“ ist ein künstlerischer Blick auf die Eigenheiten im Inneren unserer Städte. Im Fokus: Die Fußgängerzone. Zur Zeit entstehen die Arbeiten von 12 Künstler/innen und Künstlergruppen, die ganz unterschiedliche Aspekte beleuchten. Kurator Florian Matzner hat vor allem Vertreterinnen und Vertreter einer jungen, international agierenden Künstlergeneration eingeladen. Ihre Arbeiten werden ab dem 29. Mai 2014 als Installation oder Performance, als Skulptur oder Intervention rund 100 Tage in der Paderborner Innenstadt präsent sein.

Tatort PaderbornEntwurf für Wäschespinne am Rikus-Brunnen – Arbeit von Benjamin Bergmann

Während Clea Stracke und Verena Seibt (München) performativ das Pflaster vergolden, trägt Markus Ambach (Düsseldorf) Werbeschilder und Stadtmöblierung zu einer Skulptur zusammen. Ooze Architects (Rotterdam) legen einen Heilkräutergarten in großen Kisten vor der Marktkirche an, Benjamin Bergman (München) hinterfragt das Private und das Öffentliche in dem er einen vorhandenen Brunnen mit seiner absurden Wäschespinne krönt. Die Künstler_innen des diletanntin produktionsbüros (Bremen) tauchen subversiv und an unterschiedlichen Orten mit einem ungewöhnlichen Verkaufswagen auf.

Dorothea Golz (Wien) lässt uniforme Sitzbänke gegen ihr Kommunikationsmöbel „Chair to share“ austauschen. Huang Yong Ping (Paris) spielt mit christlicher und zugleich fernöstlicher Symbolik, wenn er einen riesigen Schlangenkäfig neben die Shoppingmeile stellt. Silke Wagners (Frankfurt a.M.) große Neon-Arbeit in Form eines Pfaus leuchtet erst nach Münzeinwurf und entzieht sich der Vereinnahmung als Stadtdekoration auf subtile Weise. Das Lebenszeichen an sich, die Atmung, ist das tragende Element der zweiteiligen Video- und Klanginstallation von Claudia Brieske (Berlin), die eine Senke am Dom mit einer Tiefgarage verbindet. Um radikale Abkehr vom Reichtum geht es in der Videoarbeit von M+M, Martin De Mattia und Marc Weis (München), die eine zentrale Szene aus der Geschichte des Hl. Franziskus aufnimmt.

Der mitten in der Innenstadt gelegene Raum für Kunst, ein Paderborner Künstlerkollektiv, wird mit wechselnden Ausstellungen und Aktionen im Innen- und Außenraum vertreten sein. „später sein wird“, die Arbeit von Christian Hasucha (Berlin), wurde bereits Mitte 2013 realisiert. Seiner großen Skulptur im Umriss eines Apfelbaums wächst von innen ein natürlicher Baum entgegen.

 




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