Di Juni 1st, 2010
Goodby Louise – zum Tode von Louise Bourgeois
Lange war sie bei uns, im Alter lernte die Welt sie kennen und sie war so gar nicht die nette alte Kunstoma. Am 31.Mai 2010 starb die französisch-amerikanische Malerin und Bildhauerin Louise Bourgeois an den Folgen eines Herzinfarkts in New York.
Sie war sicher eine der wichtigsten Künstlerinnen des 20. Jahrhunderts, die aus ihren Ängsten und Verletzungen Kunst machte. Ihre riesigen Bronze-Spinnen die in Deutschland u.a. von Thomas Kellein von der Kunsthalle Bielefeld im Schloßpark von Wendlinghausen aufgestellt waren, konnten Ängste auch konkret erzeugen, da unter ihnen die Menschen wie kleine Insekten wirkten und wirken.
Bourgeois, die 1911 in Paris geboren wurde, ist mit ihrem Werk in zahlreichen großen Museen vertreten. u.a. New Yorker Guggenheim, im Centre Pompidou in Paris, in der Londoner Tate Gallery und im Museum Ludwig in Köln. Bekannt wurde sie erst im vorgerückten Alter, als sie 1993 den amerikanischen Pavillon auf der Biennale in Venedig bestückte. Der Liebe wegen verließ sie Frankreich 1938 und ging mit ihren Ehemann Robert Goldwater, einem Kurator am Museum of Modern Art, nach Amerika.
Louise Bourgeois wurde von Selbstzweifeln geplagt, die um die Sorge, den Anforderungen der Familie nicht gerecht zu werden, kreisten. In der Kunsthalle Bielefeld die 2006 eine große Ausstellung mit vielen Schlüsselwerken zeigte, wurde dies deutlich.
Zu den frühen Motiven der Bildhauerin gehört der nackte weibliche Körper, dem ein Haus auf den Kopf gestülpt ist. Zehn Jahre lang, von 1945 bis 1955, befasste sich die dreifache Mutter immer wieder mit der “Femme Maison”, deren Zuhause gleichzeitig ein Gefängnis ist. “Die kopflose nackte Frau ist gleichermaßen eingesperrt und schutzlos”, sagte 2006 Museumsdirektor Thomas Kellein in Bielefeld.
Persönliche Enttäuschungen und tiefer Schmerz spiegeln sich in Bourgeois’ Installationen ebenso wie Hass und Wut. Sie war keine kuschelige Künstlerin oder wollte auffallen um jeden Preis. Sie arbeitete Jahrzehnte an ihren Themen und wurde in der letzten Lebensphase als wichtige Künstlerin des 20. Jahrhunderts wahrgenommen.
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Christiane Hoffmann, ist Inhaberin der






4 Kommentare to “Goodby Louise – zum Tode von Louise Bourgeois”
[...] Leben lang kämpfte sie mit ihren Ängst und verarbeitete das mit ihrer Kunst. Wie es bei kunstfreunde-blog.de schon ganz richtig gesagt wird, war sie keine kuschelige Künstlerin, sondern verarbeitete in [...]
Di 1. Juni 2010 at 17:24
Das Leben in der Kunst verarbeitet, so könnte man es wohl zusammenfassen. Leider wurde sie viel zu spät entdeckt bzw. entsprechend gewürdigt.
Di 1. Juni 2010 at 18:25
[...] Künstlergeneration werden sollte. Große Präsentationen waren vor her u.a. in der Kunsthalle Bielefeld 2006 und die Riesenspinne war Teil der outdoor-skulptur-aktion Kleine Paradiese in [...]
Di 24. Januar 2012 at 17:19
[...] Künstlergeneration werden sollte. Große Präsentationen waren vor her u.a. in der Kunsthalle Bielefeld 2006 und die Riesenspinne war Teil der outdoor-skulptur-aktion Kleine Paradiese in [...]
Di 24. Januar 2012 at 17:20
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