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Mi Februar 20th, 2008

Philip Johnson Skulpturenpark – Es werde Licht in Bielefeld

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Dank der Mäzenin Dorothea Winkler kann der noch von Philip Johnson geplante Skulpturenpark an der Kunsthalle Bielefeld endlich gebaut werden. Die bisherige Grünanlage wird durch eine andere Wegeführung, durch ein neues Beleuchtungskonzept und ein neugestaltetes Wasserbecken deutlich aufgewertet und in eine stimmige Korrespondenz zur Kunsthalle gebracht werden.

Johnsons Lichtkonzept wird einfliessen; die „Johnson Kastenleuchten“ und die Leuchtpunkte in der Betonwand zur Strasse, aber alles wird energiesparender und heller. Das Lichtkonzept wird von dem Büro L’Observatoire International von Hervé Descottes erarbeitet, aber durch Firmen der Region umgesetzt. Ebenso sieht es das Johnson-Projekt vor, dass noch von Philip Johnson stammt, aber vom Büro Bimberg Landschaftsarchitekten in Iserlohn umgesetzt wird.

„Haben wir den keine Planer von hier?“ fragte Dorothea Winkler seinerzeit Thomas Kellein, Leiter der Kunsthalle Bielefeld und besprach mit ihm die mögliche Realisierung dieses 40 Jahre alten Plans. Für Johnsons Plan sprach die tiefe Kenntnis der Kunsthallenarchitektur gepaart mit dem Erleben von Parkumgestaltungen, die nachher doch wieder rückgebaut wurden, da der Ursprungs(Johnson)-Plan der Beste war. So geschehen beim MoMa in New York.

Die überzeugte Bielefelderin Dorothea Winkler hatte, nach dem sie an dem Projekt großen Gefallen gefunden hatte, sich ausbedungen, dass sie alleine das Geld für die Massnahme geben wollte und keine weiteren Sponsoren dazu kommen dürften. Sie möchte mit ihrer Spende das Bielefeldflagschiff „Kunsthalle“ weiter aufwerten und für die Menschen vor Ort einen schönen Park schaffen, in dem man gerne ist. Und für die Gäste von ausserhalb ebenfalls eine Facette mehr für die Kunsthalle erschliessen. Die Mäzenin zeigte sich einmal mehr als zupackend und im Detail kompromisslose, aber auch wirklich großherzige Fördererin. Das kann man ja heute gerade in der Kunstförderung wahrlich nicht mehr oft sagen. Die gesamte Maßnahme wird fast 500.000 Euro kosten.

Während eines Pressetermins erläuterte die 84jährige Fabrikantin ihre Motive und begeisterte durch ihre freundliche und kluge Art. Man hätte noch Stunden zu hören können, da viel Lebenserfahrung, Wissen und Begeisterung mitschwang. Welch eine Wohltat im manchmal so steifen Kunstbetrieb. Und als es zum Pressefoto mit den herbeigeeilten, großgewachsenen Honoratioen von Kunsthalle, Regierungspräsidium, Stadt und Förderverein ging, sagte die kleingewachsene große Spenderin: „Hat mal jemand ein Fussbänkchen für mich?“ Solche Mäzene braucht die Kunst!

Im Mai solls losgehen und die Eröffnung des Philip-Johnson-Skulpturenparkes an der Kunsthalle Bielefeld wird der 27. September 2008 sein.

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2 Kommentare to “Philip Johnson Skulpturenpark – Es werde Licht in Bielefeld”

Leinewebermarkt in Bielefeld - drei Tage volles Programm | Die Ostwestfalen sagte:

[…] die Umgestaltung des Gartens der Kunsthalle Bielefeld, hier entsteht der Philip Johnson Skulpturenpark, ist es möglich, ein 45 Meter hohes Riesenrad dort zu installieren. Dadurch sind sicherlich […]

So 18. Mai 2008 at 13:35

Die Kunsthalle Bielefeld wird 40 und lädt zum Feiern ein | Die Ostwestfalen sagte:

[…] Tick“ (Studiengalerie) von 10:00 bis 21:00 Uhr kostenlos zu besuchen. Ab 18:00 Uhr wird der neue Philip Johnson Skulpturenpark offiziell eröffnet. Zur erstmals bei Sonnenuntergang eingeschalteten Außenbeleuchtung […]

So 21. September 2008 at 18:48

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