So Januar 13th, 2008
50 Jahre Phantastischer Realismus – Hochburg in Westfalen
Auch wenn eine Gruppe von Künstlern um den Kunstprofessorund Schauspieler Albrecht Paris Gütersloh (!) in den 50er Jahren in Wien die malerische Tendenz und Stilrichtung des Phantastischen Realismus begründet hat, so gibt es Gegenden, in denen diese Kunstrichtung bis heute stark vertreten ist.
Im Jubiläumsjahr 2008, in dem das Untere Belvedere in Wien eine große Retrospektive veranstalten wird, ist in der Kunstregion Westfalen ebenfalls eine Hochburg des Phantastischen Realismus auszumachen.
Einmal gibt es das Werk des 1987 verstorbenen Wieners Herbert Benedikt, der bei Hausner und Fuchs studiert hat. Seine Witwe fördert und pflegt den Nachlass liebevoll, so dass in der Museumsabtei Liesborn vor kurzem anlässlich des 20igsten Todestages des Künstlers eine große Ausstellung gezeigt werden konnte.
Dann ist der Maler Werner Dreyer in Rheda-Wiedenbrück zu Hause, der ebenfalls zum Phantastischen Realismus zu zählen ist und der zur Zeit in der Städtischen Galerie in Rheda-Wiedenbrück ausstellt. Weiter ist Nicolaus von Bentheim in Herzebrock-Clarholz zu Hause, der ebenfalls zu dieser Malrichtung gehört und der im Jahr 2008 im Kunstverein Gütersloh ausstellen wird.
Last but not least ist die Woldemar-Winkler-Stiftung als Nachlassverwalterin des Phantastischen Realisten Woldemar Winkler in Gütersloh ansässig und kümmert sich von dort um die Verbreitung des 102jährig verstorbenen Künstlers.
Auch wenn nur Nicolaus von Bentheim in der Region geboren ist, Winkler stammt aus Dresden, Dreyer aus Wattenscheid und Benedikt aus Wien, ist es schon erstaunlich, das diese dem Realismus verschriebene, altmeisterlich malende Kunsttendenz in Westfalen so vertreten ist. Der Phantastische Realismus, wie es Ernst Fuchs formulierte: „ amalgamiert Historisches und Aktuelles”. Einen Hang zum Akademischen kann man der Stilrichtung nicht absprechen, aber dadurch ist sie zur Zeit wieder sehr gefragt und das nicht nur Dank Gütersloh in Westfalen!
Christiane Hoffmann, ist Inhaberin der






2 Kommentare to “50 Jahre Phantastischer Realismus – Hochburg in Westfalen”
[...] in den 60er Jahren nach Deutschland ging, gehört dazu. In Westfalen hat sich ebenfalls eine Hochburg des Phantastischen Realismus auch dank Wiener Entwicklungshilfe gefunden. Im Mutterland kann eine kleine Auswahl von Bildern [...]
Di 20. Mai 2008 at 20:48
[...] Heimat des phantastischen Realismus wird ja im allgemeinen in Belgien oder in Österreich vermutet. Das dem nicht so ist, haben wir [...]
Do 6. November 2008 at 00:49
Hinterlassen Sie eine Nachricht