KUNSTFREUNDE das Blog über Kunst, Künstler und Ausstellungen

Di August 16th, 2011

Wohin mit dem kriselnden Euro? – In die Kunst damit

Luxusimmobilien boomen und trotzdem ist das Wachstum in Deutschland schlapp hören wir heute. Gestern durften privatwirtschaftliche Firmen ganze Staaten abwatschen und morgen dürften mal wieder Rettungsschirme her.

Eigentlich weiß doch jeder, dass Aktien und Börsen eben ein Spielplatz sind. Und mal verliert man und dann gewinnt man wieder. Man glaubt oder hofft oder tut was, damit man was tut und hofft wieder.

Alles Dinge die die Menschen früher vor allem in Kirchen (zumindest in Europa) getan haben. Also kein Grund zur Aufregung.

Interessanter ist da eher schon die Suche nach vergleichsweise „sicheren“ Werten. Aber Gold kann man blöder Weise nicht essen, aber in Immobilien kann man wenigstens wohnen und mit einem Acker daneben, vielleicht sogar Lebensmittel erzeugen. Aber das sind echt archaische bzw. Primärbedürfnisse und da ist der Beobachter doch erstaunt, dass wir im 21. Jahrhundert schon wieder da angekommen sind.

Wer nicht sofort einige Zivilisationsstufen herunterfallen will, der sollte sich Investitionen in Sachen Kunst überlegen.
In England haben ja die Konsumkrawalle gezeigt, dass die unverholene Gier der Mächtigen eben Vorbild sein und ein Volk von Zivilisationsentwicklern wieder zu Jägern und Sammlern machen kann. Nur die Buchhandlungen waren uninteressant. Lesen und Information haben sich verändert und daher hatte von den Konsumpiraten keiner Sorge da nicht mehr heran zu kommen.

Auch Museen sind sicher. Also besser sein Geld in Kunst investieren, dann ist man vor Diebstahl und Plünderung geschützt und hat noch Freude an einem „Markt“ der langfristig das schöne Kunstwerk ebenfalls mit einem höheren Preis versehen wird.

Und so nebenbei, kann wer möchte, seine Sammlungen ja auch der Öffentlichkeit zeigen und so einen kulturellen Mehrwert schaffen, der soziale Ruhe erhalten hilft. Menschen die in ihrer Freizeit sich kulturell bilden können, werden nicht zu „Loosern“ sondern bleiben kultivierte Menschen, die Werte und Werke achten und vielleicht sogar selber produzieren, anstatt gierig auf Material zu werden und Firmen ihre Auslagen zertrümmern.

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3 Kommentare to “Wohin mit dem kriselnden Euro? – In die Kunst damit”

Meike Kröger sagte:

Toller Artikel!
Ich wollte vor kurzem auch schonmal einen Schutzschild beantragen. Für Künstler.
Oder vielleicht auch für ganz normale „kleine Fische“, die sprachlos sind angesichts der Summen, die plötzlich für die Staatenrettung „vorhanden“ sind.
Ich finde Ihren Artikel mutig, richtig und hoffe, dass ihn auch mal diejenigen lesen, die die Mittel haben, in die „soziale Ruhe“ zu investieren…wobei Künstler ja nun durchaus als Un-Ruhestifter gelten dürften – aber eben ohne gleich Fenster einzuwerfen oder schlimmeres.

Danke!
M. Kröger

Di 16. August 2011 at 19:13

Andy Warhol sagte:

Die Börse ist immernoch das größte Casino auf Erden und dort geht es wie folgt zu: Wo jemand gewinnt, da verlieren 10 andere.
Besides, der „Jemand“ ist in diesem Fall die Bank. Denn in der Börse gibt es langfristig immer nur einen Gewinner-> die Bank. Übermacht Bank.
Ich finde Ihren Artikel sehr interessant, da diese mich an meine eigene Geschichte erinnert. Ich habe mich auch für die Kunst entschieden, inspiriert von Andy Warhol und meine eigene Website aufgezogen und mein Geld in die Kunst investiert.
Ach,.. ein Adler müsste man sein, stark und frei!

Do 1. September 2011 at 16:30

Pop Art sagte:

Dass Kunst langlebig und von Wert ist, sieht man an all den Künstlern und geschaffenen Bildern, die uns umgeben.
Selbst die relativ „neue“ Kunstrichtung Pop Art begleitet uns seit dem letzten Jahrhundert und wir begegnen ihr überall. In der Werbung, in Gallerien, in Büros. Das ist für mich immer wieder faszinierend.
Und Kunst kann auch ideellen Wert haben, für diejenigen, die sich nicht immer ein Original leisten können… Pop Art Bilder vom eigenen Foto – eine klasse Idee und immer wieder gerne gekauft!

Fr 17. Februar 2012 at 07:16

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