Mi Oktober 21st, 2009
Kunst und Kultur als Zivilisationsaufgabe – Leitkultur aber bitte kostenneutral
Noch laufen die Koalitionsverhandlungen und neben den Bauern, den Hochschulen und natürlich der Pharmaindustrie (Schweingrippe) haben sich eigentlich alle Lobbygruppen öffentlich zu Wort gemeldet.
Auch an der Kunstfront wird ja nicht geschwiegen, aber da weder Spiegel-Online noch sonst ein Leitmedium unsere Bemühungen wahrnimmt, müssen wir es untereinander eben weiter versuchen. Was: das Gehörfinden oder das Bloglesen. Einen sehr treffenden und leider nicht individuellen, sondern sehr symptomatischen Post zu dem Thema “Jobs für Künstler” hat der Kollege Andre Debus in seinem Blog veröffentlicht. Die Passage mit dem Künstlerstipendium auch Hartz IV genannt, ist leider so treffend wie lesenswert.
Das die Künstlerinnen und Künstlerförderung bzw. eine Möglichkeit überhaupt in dem erlernten und studierten Beruf zu verbleiben (wir erinnern uns,90% der Absolventen einer Kunsthochschule gibt nach 3 Jahren seinen/ihren Beruf auf.) durch die unerträgliche wirtschaftliche Situation in der bildenden Kunst, kaum noch gegeben ist. Sittenwidrige Löhne soll es ja nicht mehr geben, aber wie von weniger als 12.000 Euro im Jahr leben, wurde nicht dazu gesagt.
Überhaupt sind die öffentlichen Institutionen ja ein heimlicher Think Tank in Sachen Gehältersparen. Gerne wird im Moment das Modell genommen, wir entlassen den adäquat bezahlten Leiter/Leiterin einer Institution und lassen den Stellvertreter den Job machen, ohne das er, seltener sie, das Gehalt dafür bekommt. Gefolgt von dem Modell wir entlassen/verrenten den Leiter/die Leiterin und nehmen einfach den Leiter einer anderen Institution wieder seltener eine Leiterin und lassen zwei oder noch mehr Häuser von diesem ohne Lohnausgleich führen. Der dritte Hit ist, wir schliessen die ganze Institution und hoffen das es keiner merkt. Das ist allerdings die wenig erfolgreiche Variante, da öfter Förderverein oder ähnliches Rabatz macht.
Als kleines Einmaleins sind noch zu nennen, wir schaffen die Ankaufsetats ab, wir lassen die Kunstobjekte (bei Gegenwartskunst) anliefern und setzen einen Förderpreis mit maximal 1.000 Euro an, wir entlassen alle Aufsichtskräfte und nehmen nur 1-Euro-Jobber, kontrollieren die Lagigkeit des Klopapiers und die Künstlerinnen und Künstler die wir ausstellen, können selber Aufsicht machen, natürlich kostenlos.
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Christiane Hoffmann, ist Inhaberin der






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