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So März 13th, 2011

Die Tücken der Kulturförderung – oder Wirklichkeit ist das was man dafür hält

Was ist real, was ist die Wirklichkeit. Das die Atomkraft sicher ist erleben wir gerade, das deutsche Vorzeigeunternehmerinnen sich ihre Karriere schön reden, weil die Geschichte mit dem durch Betten schlafen, eben so banal ist und Boys-Netzwerke einen als Ehefrau gerne einschließen, muß nicht die Wirklichkeit sein. Man kann ja auch immer wieder eine andere Geschichte erzählen, die genug Menschen dann auch glauben.
So ähnlich kann es auch mit der Kulturförderung sein. So tun als wenn alles ist wie immer: Idee haben, Projektpartner finden, Anträge stellen und los gehts. So dass die Kultur bis in die Winkel der Provinz getragen wird. Mittlerweile natürlich liebe in die Winkel der Metropolen. EU sei dank, Förderschwerpunkte sind da ja schöner. Getreu dem Motto immer auf den dicken Haufen drauf,…
So funktioniert Kulturförderung normaler Weise in diesem Land. Ein Bundesland, Nordrhein-Westfalen macht es jetzt vor das es auch ganz anders geht. Es gibt dort keinen richtigen Haushalt, (da sagt erst das Verfassungsgericht was zu), also sind die Ausgaben gedeckelt, sind die Gelder eigentlich gar nicht vorhanden. Die Antragsteller können jetzt hoffen, dass ihre mündlichen Zusagen auch wirklich eingehalten werden, dann könnte Geld im Herbst 2011 fließen. Oder wenn es Neuwahlen gibt, gibts 2011 eben gar nichts. Schade, dass die Antragsteller ihre Kosten dann nicht auch irgendwo parken können.
Um dann nicht mit Mann und Maus unterzugehen, wenn die Hängepartie in die nächste Runde geht, wird gar nichts mehr gemacht. Viele Projekte sind schon gestoppt worden, da die Macherinnen und Macher nicht mit ihren privaten Mittel dann untergehen wollen. Nicht falsch verstehen, da geht es nicht um private Vermögen, oft sind das vielleicht die max. 12.000 Euro Jahreseinkommen, von denen Künstlerinnen und Künstler leben müssen,…
Da es den Kommunen in dem Bundesland ebenfalls schlecht geht und die sog. „freien Mittel“ sowie so schon auf ein Minimum geschrumpft sind, kann auch von hier wieder keine Hilfe kommen.
Ehrlich gesagt, kann dieses Problem mit der Kulturförderung wieder nur von den Nutzern sprich Bürgerinnen und Bürgern gelöst werden. Wer Kunst gut finden, muß auch mal was kaufen, dann kann auch Kunst produziert werden. Wer vor Ort eine Szene will, muß sie auch fördern, da alle Toastbrot kaufen müssen. Und das geht mit 5 Euro, 50 Euro, 500 Euro und 5000 Euro. Jeder und jede kann was machen und das ist die Wirklichkeit, die allen helfen würde. Tut das was Euch wichtig ist, dann gehts auch.

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