KUNSTFREUNDE das Blog über Kunst, Künstler und Ausstellungen

Mi März 3rd, 2010

Die Erde verrutscht – was können wir tun – Kunst ist auch Klimakunst

Nach dem Erdbeben in Chile ist die Erde verrutscht. Das kann man als Erdenbewohner und Erdenbewohnerin nicht merken, nur errechnen. Da kann man und frau sich vorstellen, was das für ein Triumph des Geistes sein muß, das es Menschen gibt die das können. Ich kann es nicht. Aber ich kann mich fragen, was kann ich zur Rettung der Erde tun. Immer an meiner Stelle vielleicht wenig, aber hier kann ich was tun. Petitionen unterstützen. Nachhaltig Leben, klimafreundlich bloggen,…

Und Menschen animieren mehr Kunst zu kaufen. K-A-U-F-T M-E-H-R K-U-N-S-T, lasst Euch durch Kunst hineintragen in die Sphären des Geistes, der Kreativität und bereichert Euch innerlich und nicht ausschliesslich äußerlich. Oder wie ich heute mit einem befreundeten Künstler über Verkaufsstrategien im Galeriegeschäft sprach. Leute betroffen machen: “Sie sind mein Kunde”, “Sie können konkret und direkt diesem Künstler helfen”, “Dieser Künstler hängt von Ihrem Kauf ab”, “Retten Sie Ihre Seele, kaufen Sie das Bild das Sie gut finden, es lässt Sie sowieso nicht los”, oder “Ihr Auto kostet nicht mal die Hälfte des Bildes”. Je nach Betonung, kann auch die Kunstdomina herausgelassen werden: “Kauf! das! jetzt!”


Oder mit dem Hinweis: “Wems gefällt und das auch sagt, der muss kaufen”, weil vor einem Objekt stehen und hin und her wippen und sich nicht trauen zu Fragen, ob man auch in Raten zahlen kann, ist doch wie früher, als man das Quitscheentchen haben wollte.

Anders als beim Quitscheentchen, ist aber bei einem Kunstwerk, der Kaufakt und die persönliche Aneignung des Kunstwerks, der Anfang der Legendenbildung des Künstlers oder der Künstlerin und die sind unabdingbar, wenn man oder frau als Besitzer eine Wertsteigerung erreichen will. “Oh, der oder die hat vom Künstler X oder Künstlerin Y gekauft,..” das hebt und zwar beide, den Käufer und den Künstler. Eine klassische Win-Win-Situation, die aber nur selten gemerkt wird.

Die Commerzbank hat es ja jetzt vor gemacht. Einen Giacometti gekauft und jetzt mit viel Gewinn wieder verkauft. Das geht auch mit den aktuellen Künstlern, man muß es nur machen. Oder haben wir verlernt in einer Galerie Kunst zu kaufen, weil es anders ist, als z.B. ein Auto zu kaufen? Die Flasche ProSecco gibts auch in der Galerie dazu. Oder haben wir Angst, weil die Zukunft so ungewiss ist und wir lieber das Geld sparen? Ja, wenn dann die Gier uns nach Island treibt, der Zinsen wegen, geht das schon mal schief; aber auch fürs Alter könnte das Pflegeheim sich freuen, wenn noch Restmittel an Vermögen da sind.

Kunst kaufen kostet keine Abgeltungssteuer, wirkt sofort und nicht wie beim Eigenheim als Klotz am Bein, an dem nur die Bank verdient und zum Schluss gerne ein zweites Mal bei der Zwangsversteigerung. Kunst ist vollkommen ohne Nebenwirkungen, wenn man vom Glücksgefühl jeden Tag absieht oder dem Erstauen wieder und wieder neues zu entdecken. Kunst darf man Anfassen und immer wieder umhängen. Sogar kann man Bilder oder Skulpturen wechseln oder tauschen, ohne dass sie umgemeldet werden müssen.

Kunst kann der Grund für eine Renovierung oder einen Wohnungswechsel sein, wenn man sich vorher nicht getraut hat. Sich es schön machen, kann handwerkliche Meisterleistungen meinen, aber ohne Kunst an der Wand, in der Vitrine oder im Raum, passt das stylische eben nicht zusammen. Mut gehört zum Kunstkauf, da ein “erstes Mal” ja in der Öffentlichkeit passiert. Aber auch wenn es nicht üblich ist Originale zu kaufen sondern ein Poster von Ikea, kann dieser Schritt im Freundeskreis zu einer großen Ah-Welle führen.

Kunst hilft sofort und Kunst is the answer




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