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Di Juni 27th, 2017

Roland Nachtigäller als Marta-Direktor wieder gewählt

Das ist doch mal ein schönes Zeichen für Vertrauen und gut gemachte Arbeit. Der Rat der Stadt Herford hat den Vertrag von Direktor Roland Nachtigäller um weitere 5 Jahre verlängert. Herzlichen Glückwunsch Roland Nachtigäller, der Stadt und der Region das ein guter Museums- und Kunstmann da bleibt.

Bild: Porträt Roland Nachtigäller, Foto: Hans Schröder

Und hier die offizielle Bekanntmachung:

Mit einstimmigem Votum hat sich der Rat der Hansestadt Herford für die vorzeitige Ver­trags­verlängerung von Roland Nachtigäller, künstlerischer Direktor und Geschäftsführer des Museums Marta Herford, um weitere fünf Jahre ausgesprochen. Damit folgten die Gemeindevertreter dem Vorschlag von Bürgermeister Tim Kähler, den erfolgreichen Museumsdirektor, dessen Vertrag im Oktober 2018 ausgelaufen wäre, für eine dritte Amtszeit zu verpflichten.

„Ich freue mich sehr über dieses Vertrauen in meine Arbeit und meine Vorstellungen von einem zeitgenössischen Museum für Kunst, Design und Architektur“, sagte Roland Nachtigäller nach Bekanntwerden der Ratsentscheidung. „Es ist viel in Bewegung, in Herford, in der Gesellschaft, in Kunst und Kultur. Mit viel Begeisterung werde ich mit meinem großartigen Team weiterhin an Ideen und Perspektiven für das Museum der Zukunft arbeiten.“

Roland Nachtigäller, 1960 in Dortmund geboren, studierte in Kassel Kunst, Visuelle Kommunikation, Germanistik und Medienpädagogik. Nach einer wissenschaftlichen Assistenz an der neu gegründeten Kunsthalle Museum Fridericianum in Kassel wurde er 1991 von Jan Hoet in das Team der documenta 9 berufen. Als freier Autor und Kurator war er anschließend an zahlreichen Ausstellungsprojekten beteiligt, entwickelte ab 1998 (zusammen mit Martin Köttering) das Skulpturenprojekt „kunstwegen“ im deutsch-niederländischen Grenzraum und begründete dessen Fortsetzung „raumsichten“. Von 2003 bis 2008 leitete er die Städtische Galerie Nordhorn und positionierte sie trotz geografischer Randlage als international ausgerichtetes und geschätztes Ausstellungshaus. Seit 2009 ist Nachtigäller Künstlerischer Direktor des Museums Marta Herford. Er leitete die Fachkommission Kunstvereine im Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur, ist Mitglied zahlreicher Kunstpreis-Jurys und wurde jüngst in die Ankaufskommission der Bundesrepublik Deutschland berufen. Seine Texte erscheinen regelmäßig Büchern, Katalogen und auf dem Marta-Blog.

Unter seiner Leitung zeigte Marta Herford große, zumeist retrospektive Einzelpräsentationen u. a. von Roger Ballen, Mark Dion, Olav Christopher Jenssen, Richard Neutra, Dennis Oppenheim, Martin Walde oder Franz Erhard Walther, vor allem aber Themenausstellungen wie „Wir sind alle Astronauten – Richard Buckminster Fuller im Spiegel zeitgenössischer Kunst“ (ausgezeichnet mit dem Justus-Bier-Preis für Kuratoren 2011), „Atelier + Küche = Labore der Sinne“ (2012), „Farbe bekennen“ (mit einem heftig diskutierten Beitrag von Christoph Bücher aus 50 Skulpturen von Arno Breker, 2013), „Booster – Kunst Sound Maschine“ (2014), „(un)möglich! Künstler als Architekten“ (2015), „Brutal schön – Gewalt und Gegenwartsdesign“ (2016), „Die innere Haut – Kunst und Scham“ (2017). Unter seiner Leitung wurde Marta Herford 2014 auch vom Kritikerverband AICA zum Museum des Jahres gekürt. Darüber hinaus startete er mit den „Safety Cones“ das ausschließlich von Herforder Bürgern finanzierte Innenstadtprojekt „Fünf Tore / Fünf Orte“, das mit einer Skulptur von Fernando Sánchez Castillo in diesem Herbst fortgesetzt wird.




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