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Sa Mai 22nd, 2010

Die Gurke ist zu – Galerie der Gegenwart in Hamburg geschlossen

Das hätte sich Hubert Gassner wohl nicht träumen lassen, nachdem er mit dem Wechsel der Ausstellung “Erfindung der Romantik – Caspar David Friedrich” seinerzeit von Essen nach Hamburg gewechselt war. Jetzt hat der Senat ihm einen seiner drei Ausstellungsgebäude, die von Oswald Maria Ungers gebaute Galerie der Gegenwart geschlossen.

Offiziell wegen Brandschutzmaßnahmen. Inoffiziell aus Kostengründen. So genau weiß man das nicht, aber die Gerüchteküche kocht hoch. Und die öffentliche Anteilnahme auch.

Foto: Galerie der Gegenwart, Hamburger Kunsthalle

Erstaunlich, da die Galerie der Gegenwart ja erst 1997 fertig gestellt wurde. Legendär war der Kommentar den Ungers auf die Kritik aus Hamburg, dass sein Bau zwar wunderbar quadratisch, aber völlig ausstellungsunpraktisch wäre. Er antwortete ” Das ist keine Gurke” . Das Problem der Architektur ist die quadratische Stringenz, die Räume entstehen ließ in denen die Fenster auf Fussleistenhöhe oder kurz unter der Decke positioniert sind, so dass die Räume für Ausstellungen nicht so toll zu nutzen sind.

Vielleicht sollte man die Schließung der Galerie der Gegenwart für die Lösung eines anderen Hamburger Kreativproblems nutzen. Angeblich fehlen 220.000 Euro. Vielleicht sollte man die ohnehin unpraktische Galerie der Gegenwart an viele Hamburger Künstlerinnen und Künstlerinnen als Atelierräume vermieten. Die würden dann die Räume nutzen können, Miete zahlen und Geld in die Senatskassen spülen. So könnte die aktuelle Kunst in Hamburg prominent und wirkungsvoll in Szene gesetzt werden. Vielleicht erstmal für fünf Jahre.

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1 Kommentar to “Die Gurke ist zu – Galerie der Gegenwart in Hamburg geschlossen”

stadtnachrichten dienstag 25 mai « from town to town sagte:

[...] „galerie der gegenwart“ ist nun tatsächlich wegen geldmangels geschlossen. niemand glaubt daran, dass es um die erneuerung [...]

Di 25. Mai 2010 at 10:26

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