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Do Dezember 18th, 2014

Städel Frankfurt wird 200 – MONET UND DIE GEBURT DES IMPRESSIONISMUS

Das STÄDEL MUSEUM Frankfurt wird 2015 200 Jahre alt und beschenkt sich und seine Besucher mit der großen Impressionistenausstellung Monet und die Geburt des Impressionismus
Vom 11. März bis 21. Juni 2015 präsentiert das Frankfurter Museum „Monet und die Geburt des Impressionismus“. Das groß angelegte Ausstellungsprojekt versammelt rund 100 Meisterwerke. Neben Arbeiten von Claude Monet (1840–1926) – darunter viele weltberühmte Leihgaben wie La Grenouillère (1869) aus dem Metropolitan Museum of Art, New York, Der Boulevard des Capucines (1873) aus dem Nelson-Atkins Museum of Art, Kansas City, oder das monumentale Gemälde Das Mittagessen (1874) aus der Sammlung des Pariser Musée d’Orsay – sind Werke zahlreicher weiterer Impressionisten zu sehen. Der Bogen spannt sich von bekannteren Namen wie Camille Pissarro (1830–1903), Edgar Degas (1834–1917) oder Berthe Morisot (1841–1895) bis hin zu dem deutschen Publikum weniger vertrauten Künstlern wie Frédéric Bazille (1841–1870), Armand Guillaumin (1841–1927) oder Stanislas Lépine (1835–1892).

Der Online-Kartenvorverkauf für die Ausstellung hat bereits begonnen. Schon jetzt können sich Interessierte unter tickets.staedelmuseum.de Eintrittskarten sichern, um Wartezeiten zu vermeiden.

Ausgehend von Claude Monets Gemälde Das Mittagessen (1868/69), mit dem das Städel Museum über ein Schlüsselwerk des frühen Impressionismus verfügt, und dem höchst qualitätsvollen Sammlungsbestand früher impressionistischer Arbeiten von Auguste Renoir (1841–1919), Édouard Manet (1832–1883), Edgar Degas, Alfred Sisley (1839–1899) und Paul Cézanne (1839–1906) nimmt das Städel in der Ausstellung vor allem die Anfänge der impressionistischen Bewegung in den frühen 1860er-Jahren bis hin zum Jahr 1880 in den Blick. Dabei steht die Frage im Mittelpunkt, inwiefern sich in der Malerei der Impressionisten eine zeitgenössische Seherfahrung manifestiert und wie sich die bildliche Umsetzung dieses „modernen Blicks“ im Verlauf dieser Epoche verändert. Die Präsentation zeigt neben impressionistischer Malerei auch Fotografien und Karikaturen, die sich mit der künstlerischen Strömung auseinandersetzen. Die Jubiläumsausstellung knüpft an die eigene Sammlungsgeschichte des Städel an, denn schon zu Beginn des 20. Jahrhunderts setzte sich der damalige Direktor Georg Swarzenski (1876–1957) leidenschaftlich für französische Kunst ein, die heute einen wichtigen Sammlungsschwerpunkt bildet.

Inhaltlich widmet sich die Schau einer großen Bandbreite von gesellschaftlichen und soziokulturellen Entwicklungen des 19. Jahrhunderts und ihren Auswirkungen auf die Kunstproduktion der Impressionisten – so zum Beispiel dem sich damals vollziehenden Wandel des Verhältnisses von Mensch und Natur sowie von Arbeit und Freizeit, der wachsenden Mobilität und der allgemeinen Beschleunigung des Lebens durch den technischen Fortschritt, der visuellen Erfahrung der Großstadt sowie der Verbreitung und Wirkung neuer Medien wie der Fotografie. Als roter Faden zieht sich dabei das Werk Claude Monets durch die Ausstellung; zum einen, weil Monet unter den Künstlern seiner Zeit eine Vorreiterrolle in der zunehmenden Verbreitung der Freilichtmalerei einnahm, zum anderen, weil Monets Werk die Entwicklung malerischer Formensprache in der langsamen Ablösung großformatiger Figurenbilder durch kleinere Landschaftsszenen besonders eindrücklich veranschaulicht. So stammt etwa die Hälfte der insgesamt rund 100 Arbeiten in der Ausstellung von diesem Großmeister des Impressionismus. Körperlose Figuren, substanzlose Gebäude, Landschaft als Erscheinung – der Frage, wie genau die Künstler des Impressionismus zu der Auflösung und Entmaterialisierung ihrer Szenerien gelangten, die bis heute die große Faszination dieser Bewegung ausmachen, wird in der Ausstellung eingehend und facettenreich nachgespürt.

Die Vorbereitung der Ausstellung geht mit einer maltechnischen Untersuchung des kompletten eigenen impressionistischen Sammlungsbestandes einher. Für die groß angelegte Präsentation wurden die Werke mithilfe von Mikroskop, Durchlicht, UV-, Infrarot- und Röntgenstrahlen erforscht. Die daraus resultierenden Ergebnisse bereichern das Projekt um eine fundierte gemäldetechnologische Perspektive.

Zur Ausstellung erscheint im Prestel Verlag ein ca. 300 Seiten umfassender Katalog in deutscher und englischer Ausgabe. Mit einem eigens für die Ausstellung entwickelten „Digitorial“ bietet das Städel zudem ein neues digitales Vermittlungsangebot. Auf einer responsiven Website werden ab Februar 2015 wissenswerte Hintergründe, kunst- und kulturhistorische Kontexte sowie wesentliche Ausstellungsinhalte für Besucher leicht zugänglich und in neuartiger Visualität aufbereitet. Das kostenlose digitale Format in deutscher und englischer Sprache ermöglicht es dem Publikum, sich bereits vor dem Museumsbesuch auf die Themen der Ausstellung einzustimmen. Die multimediale Verschränkung von Bild, Ton, Film und Text schafft eine multiple Vernetzung der Inhalte und eröffnet völlig neue Wege der Darstellung, Erzählung und Vermittlung von Kunst.

Information: www.staedelmuseum.de, info@staedelmuseum.de,Telefon +49(0)69-605098-0, Fax +49(0)69-605098-111
Besucherdienst: +49(0)69-605098-232, besucherdienst@staedelmuseum.de
Ort: Städel Museum, Schaumainkai 63, 60596 Frankfurt am Main

Öffnungszeiten ab Ausstellungsbeginn: Di, Mi, Sa, So + Feiertage 10.00–19.00 Uhr, Do + Fr 10.00 –21.00 Uhr. Sonderöffnungszeiten: 3.4., 5.4. und 6.4.2015 10.00–19.00 Uhr; 1.5., 14.5. sowie 24.–25.5.2015 und 4.6.2015 10.00–19.00 Uhr.
Eintritt: 14 Euro, ermäßigt 12 Euro, Familienkarte 24 Euro; freier Eintritt für Kinder bis zu 12 Jahren; Gruppen ab 10 Personen: ermäßigter Eintrittspreis pro Person. Für Gruppen ist vorab eine Anmeldung unter +49(0)69-605098-200 oder info@staedelmuseum.de erforderlich.
Kartenvorverkauf unter: tickets.staedelmuseum.de
#monet und #staedel.

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