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Di Dezember 8th, 2015

Kunsthalle Schirn Frankfurt mit sattem Jahresprogramm 2016

Das Jahr beginnt mit der Einzelausstellung Joan Miró. Wandbilder, Weltenbilder (26. Februar – 12. Juni 2016), in der ein bislang wenig diskutierter Aspekt im Œuvre Mirós präsentiert wird: Seine Vorliebe für große Formate und seine Faszination für die Wand. Mit rund 50 Kunstwerken aus bedeutenden Museen, öffentlichen Sammlungen weltweit und aus wichtigen Privatsammlungen eröffnet die Ausstellung dem Publikum einen gänzlich neuen Zugang zu Mirós Kunst. Im Frühjahr folgt die Themenausstellung ICH (11. März – 29. Mai 2016), die sich neuen Formen des Selbstportraits in der Gegenwartskunst widmet. Im Facebook-Zeitalter, in dem die Selbstdarstellung zum Tool für jedermann geworden ist, geht die Präsentation der Frage nach, was Künstlerinnen und Künstler dem entgegenzusetzen haben.

Im Sommer stellt eine umfangreiche Ausstellung die Pioniere des Comic. Eine andere Avantgarde (17. Juni – 18. September 2016) vor: Winsor McCay, Lyonel Feininger, Charles Forbell, George Herriman, Cliff Sterrett und Frank King. Sie setzten experimentierfreudig und progressiv die künstlerischen und inhaltlichen Maßstäbe des frühen Comic. Eine Premiere ist die Ausstellung Kunst für Alle. Der Farbholzschnitt in Wien um 1900 (7. Juli – 3. Oktober 2016), die sich mit der Wiederentdeckung des Holzschnitt zu Beginn des 20. Jahrhunderts beschäftigt. Erstmals werden die ästhetischen und gesellschaftlichen Errungenschaften des Farbholzschnitts im Wien der Jahrhundertwende umfassend sichtbar.

Im Herbst widmet die Schirn dem Ausnahmekünstler Ulay (13. Oktober 2016 – 8. Januar 2017) die erste große Überblicksausstellung überhaupt und versammelt sowohl neue Arbeiten und Performances, die der Künstler eigens für die Präsentation konzipiert hat, als auch zahlreiche Kunstwerke, die er jahrelang zurückhielt und die nun erstmals öffentlich gezeigt werden. Mit Giacometti–Nauman (28. Oktober 2016 – 22. Januar 2017) thematisiert die Schirn die überraschenden und weitgehend übersehenen Verbindungen im Werk von Alberto Giacometti und Bruce Nauman. Die Ausstellung versammelt etwa 80 Arbeiten, darunter zahlreiche Hauptwerke und wagt in der Gegenüberstellung eine Konfrontation mit offenem Ausgang.

Zudem werden Peter Halley (12. Mai – 21. August 2016) und Rosa Barba (23. September 2016 – 8. Januar 2017) für die frei zugängliche Rotunde der Schirn eigene Werke entwickeln.

In diesem Jahr hat die Schirn erstmals ihren Ausstellungsraum ins Netz erweitert und zwei zeitgenössische Positionen präsentiert. Im Jahr 2016 wird u. a. Florian Meisenberg eigens für die Schirn ein digitales Kunstprojekt entwickeln.




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