KUNSTFREUNDE das Blog über Kunst, Künstler und Ausstellungen

Fr Juni 18th, 2010

Kann man was verändern – ja Donald Judd (1928-1994) macht es vor

Als Donald Judd 1973 von New York nach Marfa in die Mitte vom Nichts zog, wie der Amerikaner sagt, hat er gezeigt, was man machen kann, wenn man eine Vision hat. Bis zu seinem Tod 1994 setze er dort seine Vorstellungen von Architektur und Kunst um. Er hat rund 30 Gebäude für die Kunst so umgebaut, wie es seinen Ansprüchen an eine richtige Form der Ausstellung entsprach.

In Marfa hatte er auch Kunstwerke für den Ort Chinati geschaffen und die Arbeiten seiner Freunde und geschätzter Kollegen installiert. Chinati zeigt diese Arbeiten auf einzigartige Weise in einer einzigartigen Landschaft: u. a. von John Chamberlain, Dan Flavin, Claes Oldenburg und Coosje van Bruggen, Ilya Kabakov, Richard Long, John Wesley, Roni Horn und David Rabinowitch.

So ist Chinati vor allem zu einem Modellfall für das Zusammenspiel von Architektur, Kunst und Natur einerseits, für kulturelles Engagement und seine soziokulturellen Auswirkungen andererseits geworden. Judd bevorzugte Materialien, die in ihrer gewöhnlichen Verwendung ein sehr spezifisches Erscheinungsbild bieten, wie galvanisiertes Eisen, Industriemetalle, Plexiglas und Sperrholz. Zu Beginn der 1960er Jahre begann seine Karriere als Industrieprodukt – „Bildhauer.“ Er schuf seine ersten dreidimensionalen Arbeiten, jene berühmten kastenartigen Formate, die „Boxen“, die auf dem Galerieboden platziert oder an der Wand befestigt waren. Er verwendete farbintensive Lacke, leuchtende Farben und polierte Metalle und widersprach so dem allgemeinen Verständnis von minimalistischer Skulptur.

So wurde er einer der einflussreichsten U.S. Künstler der Nachkriegszeit veränderte damit auch die Entwicklung der modernen Skulptur.

2004-2005 tourte eine tolle Ausstellung durch Europa, die sein Werk exemplarisch abbildete. Und die auch zeigt, was aus einer Vision werden kann. Im Herbst 2010 wird bei Dumont nun ein Band zu Chinati erscheinen. Das ist der Ort, den Judd aus seinem Dornröschenschlaf wach küsste.

Donald Judd- Ausstellung 2004-05

Der neue Katalog zu Chinati

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1 Kommentar to “Kann man was verändern – ja Donald Judd (1928-1994) macht es vor”

Thomas Kellein geht nach Texas zur Chinati Foundation von Donald Judd | kunstfreunde sagte:

[…] Thomas Kellein geht 2011 nach Amerika, um dort die Leitung der von Donald Judd ins Leben gerufenen Chinati Foundation in Marfa, Texas zu […]

Di 17. August 2010 at 15:11

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