KUNSTFREUNDE das Blog über Kunst, Künstler und Ausstellungen

Fr Juli 2nd, 2010

Berliner Literaturhaus hat Künstler zu Gast

Das Berliner Literaturhaus hat am Sonntag, 4. Juli 2010, 19:30 Uhr, den Künstler Moritz Wiedemann mit seinem Buch „Selbstportrait“ zu Gast. Das Künstlerbuch wird präsentiert, eine Installation ist zu sehen und Moritz Wiedemann liest aus seinem Buch.

Und am Freitag, 9. Juli 2010, 19:30 Uhr, ist die Amerikanerin Barbara Rosenthal zu Gast.


In seinem Künstlerbuch Selbstportrait kombiniert Moritz Wiedemann (*1971) collageartig die Ergebnisse seines tagebuchartigen Schreibens mit denen seiner Arbeit als bildender Künstler und porträtiert so auf kurzweilige und doch sehr eindringliche Weise sein bisheriges Werk. Im Zentrum des Buches stehen dabei die Fragen nach Sinn und Unsinn der eigenen Lebensform, dem Verhältnis von Kunst und Leben, von Tun und Nichtstun. Wenn Moritz Wiedemann während langer Tage im Atelier nichts tut (oder meint, nichts zu tun), dann schläft er auf dem Sofa, geht auf und ab, hört Radio, trinkt Kaffee, liest, beobachtet Fliegen und beschreibt diesen Zustand gekonnt mit der Freiheit des literarischen Dilettanten. In Selbstportrait gelingt es dem Künstler, seine über ein Jahrzehnt hinweg entstandenen Texte in Extrakten zum ersten Mal in größerem Umfang für sich nutzbar zu machen und sensibel mit seinen Arbeiten aus dem Bereich der bildenden Kunst in Zusammenhang zu setzen.

Moritz Wiedemann, 1971 in Kiel geboren. Kunststudium an der Kunsthochschule Kassel und der Slade School of Fine Art, London. Selbstständig als Künstlerassistent. Arbeit für diverse Künstler, Galerien, Museen, Firmen, etc. (Olafur Eliasson, Urs Lüthi, Carsten Nicolai, Isa Genzken, F.C.Flick-Collection, Alte Nationalgalerie Berlin, Biennale Venedig, Documenta Kassel, u.a.). Zahlreiche Gruppen- und Einzelausstellungen, z.B. 2002 Condition, Laing Art Gallery, Newcastle, England; 2004 die Einzelausstellung Someday everything is gonna be different, when I paint my masterpiece in den Staatlichen Museen, Kassel; 2007 Reflex, Kunsthaus Meinblau, Berlin; zahlr. Künstlerbücher und Beiträge in Zeitschriften sowie viele weitere Projekte.

Am Freitag, 9. Juli 2010, 19:30 Uhr, ist die Amerikanerin Barbara Rosenthal zu Gast. Ihr Buch „Das Tagebuch gibt mir Ideen“

Die New Yorker Künstlerin Barbara Rosenthal wird bei ihrem zweiten Auftritt in der Lettrétage an ausgewählten Arbeiten zeigen, wie sich Wort- und Bildmaterial aus dem autobiografischen Schreiben zu fiktivem Erzählen bzw. dem „Kunstwerk“ verdichtet. Dabei werden sowohl Audioschnipsel publizierter Werke (einige davon wurden u.a. in die Tate Library aufgenommen), als auch Projektionen der, einen Zeitraum von über 50 Jahren umfassenden, Tagebuchaufzeichnungen zugänglich gemacht. Barbara Rosenthal lädt, neben ihrer eigenen Lesung, das Publikum ein, Tagebuchaufzeichnungen bzw. Notizen oder auch „nur“ Ideen mitzubringen, um vor Ort gemeinsam daran zu arbeiten.

Die Lesung/Multimedia-Inter-Aktion verschränkt das literarische Schreiben mit der bildenden Kunst, und beide wiederum mit der eigenen Biografie bzw. den selbsterzeugten Abbildern davon. Eine Auseinandersetzung mit Genregrenzen und Produktionsbedingungen – als künstlerischer Prozess, live und in Farbe in der Lettrétage. Wir freuen uns sehr darauf!

Barbara Rosenthal, geboren in der Bronx, New York, Künstlerin und Autorin, lebt in New York. Studierte u.a. an der Brooklyn Museum Art School, der Carnegie-Mellon University und dem Queens College. Neben den Videoarbeiten gibt es von ihr Arbeiten in den Bereichen Fotografie, Performance, Installation, Kollage, Druckgrafik und Künstlerbuch. Als Autorin produzierte und produziert sie u.a. Aphorismen, Slogans, Lyrik, Erzählungen, Romane, textbasierte Kunst, Pamphlete, Kunstkritiken und Essays.

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