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Mi August 1st, 2012

Kunst in der Provinz – Architektonische Kleinodien in Ostwestfalen-Lippe

Das in Ostwestfalen-Lippe Architektur von Weltrang steht, ist durch die Kunsthalle Bielefeld, gebaut von Philipp Johnson, oder dem Marta Herford, gebaut von Frank O. Gehry hinlänglich bekannt.
Das es auch noch weitere Gebäude gibt, die von weltbekannten Architekten errichtet wurden, wird klar, wenn man z. B. versucht den Paderborner Dom von der Marktseite aus zu sehen.  Davor steht das Diözesan Museum und „versperrt“ teilweise den Blick. Das wurde von dem einzigen deutschen Pritzkerpreisträger Gottfried Böhm (geb. 1920) zwischen 1968 und 1975 entworfen und gebaut. Eine schöne Beschreibung ist auf der Internetseite des Museums zu finden.
Die katholische Pfarrkirche Sankt Johannis Baptist in Rheda-Wiedenbrück ist ebenfalls ein Böhm-Bau.


An fast der identischen Stelle einer 1088 erstmals urkundlich erwähnten Johanniskirche, wurde die heutige St. Johannes-Kirche, in den Jahren Jahren 1964 – 1966 an der Fürst-Bentheim-Straße / Ecke Nonenstraße 98 im Stadtteil Rheda von Gottfried Böhm erbaut.

Die neue Kirche ist ein roter mehrgliedriger Ziegelbau mit Flachdächern; sie verfügt über mehr als 400 Sitzplätze. Im Turm hängen 4 Bronzeglocken in der Stimmung “cis”, “e”, “fis” und “gis”. Die Konstruktion aus Beton ist mit roten Ziegeln verblendet. Die verschiedenen Baukörper (insgesamt fünf Stück) sind als mehreckige Formen und Höhen zueinander verschachtelt, so dass der etwas nordwestlich am Rand des Baukörpers stehende Glockenturm die deutlich höchste Stelle einnimmt. Das Sechseck ist als Form, sowohl im Innenraum als auch in den Bereichen des Eingangs und der Sakristei zu finden. Ein Fenster jeweils im Norden und Süden erhellen den Innenraum.
Auf­grund was­ser­durch­läs­si­ger Wände mußten die Dachpartien und ein Teil der Wände der Kir­che von au­ßen 1986 mit Ti­t­anz­ink­blech ver­klei­det werden. Daher ist der ur­sprüng­li­che Ein­druck heute nur verändert zu erleben. Trotzdem lohnt ein Abstecher, wenn man auf der Architekturroute ist. Die Kirche kann besichtigt werden, allerdings ist hier ein Anruf bei der Pfarrgemeinde notwendig, da die Kirche nicht immer geöffnet ist.




1 Kommentar to “Kunst in der Provinz – Architektonische Kleinodien in Ostwestfalen-Lippe”

St. Johannis von Gottfried Böhm in Rheda-Wiedenbrück | Die Ostwestfalen sagte:

[…] die Bauteile so einem Förmchensatz nicht unähnlich zueinander gruppiert. Der zentrale Hauptkirchenraum ist ein 6eck in dem 400 Menschen Platz finden. Nur der Turm ist deutlich schlanker und Höher, so dass zu der […]

So 16. Juli 2017 at 18:55

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