KUNSTFREUNDE das Blog über Kunst, Künstler und Ausstellungen

Di Mai 24th, 2016

URBAN NATION MUSEUM FOR URBAN CONTEMPORARY ART in Berlin entsteht

Mehr als 200 Künstler zählen bereits zum Netzwerk von URBAN NATION, dessen Direktorin Yasha Young zu den weltweit renommierten Kuratoren der Urban Art zählt. Sie verbindet Kunst und Künstler in Berlin und läutet damit eine neue Ära in der Berliner Kunstszene ein: „Erstmals werden eindrucksvolle Werke von weltbekannten und aufstrebenden Künstlern der Urban Contemporary Art an einem Ort zusammengebracht. Hier entsteht hochkarätige Kunst, hier wird geforscht, hier wird gesammelt. Die Sammlung wird stetig wachsen und das Museum lebendig halten.

Über URBAN NATION MUSEUM FOR URBAN CONTEMPORARY ART

URBAN NATION ist eine internationale Institution für Künstler und Projekte, die Mitte 2017 als Museum neue Maßstäbe setzen wird. Im Mittelpunkt steht die Förderung junger Künstler der Urban Contemporary Art. Seit Ende 2013 lädt URBAN NATION unter der Kuration und Direktion von Yasha Young in regelmäßigen Abständen lokale und internationale Künstler sowie Kuratoren nach Berlin ein, um urbane Räume künstlerisch zu gestalten. Dabei kommt es in einem öffentlichen Non-Profit-Raum zu einem inspirierenden Austausch zwischen bekannten und gerade aufstrebenden Kreativen. URBAN NATION ist in der gemeinnützigen Stiftung Berliner Leben verankert. Weitere Informationen unter www.urban-nation.com

"Spatenstich," ground breaking ceremony for Urban Art Museum, at Urban Nation Berlin, on May 19th, 2016.

„Spatenstich,“ ground breaking ceremony for Urban Art Museum, at Urban Nation Berlin, on May 19th, 2016.

Bildquelle: Urban Nation, Spatenstich

Bildquelle: Tim Renner (Staatssekretär für Kulturelle Angelegenheiten), Hendrik Jellema (Vorstandsvorsitzender der Stiftung Berliner Leben), Markus Terboven (Vorstandsmitglied der Gewobag), Yasha Young (Direktorin URBAN NATION) und Thomas Willemeit (Founding Partner GRAFT).

Denn der Baubeginn von URBAN NATION heißt für die Hauptstadt nicht nur, dass sie das erste deutsche Museum für Street-Art bekommt, sondern auch, dass ein Stück Kunst- und Berliner Stadtgeschichte geschrieben wird. „Graffiti und Street-Art gehören zu Berlin und umgekehrt. Sie wirken hier wie eine lokale Kunstform: Dem Westen haben sie geholfen, die Mauer bunt zu halten. Sie gestalten und kommentieren seit der Wende den Wandel der Stadt. Welcher Ort könnte besser geeignet sein für diese internationale und niedrigschwellige Kunst?“, brachte es Tim Renner, Staatssekretär für Kulturelle Angelegenheiten, auf den Punkt. Mitte 2017 wird URBAN NATION die ersten Besucher begrüßen können. Bis dahin wird das bestehende Gebäude in der Bülowstraße 7 komplett umgestaltet und umgebaut – und somit auf die große neue Aufgabe vorbereitet: Künstler und Kunstwerke sollen hier gebührend gewürdigt werden.

Es ist sehr aufregend, an diesem einzigartigen Projekt mitzuwirken und darauf Einfluss nehmen zu dürfen“, sagte Yasha Young, die sichtlich bewegt den Baustart des Museums kommentierte. „Es soll ein Begegnungsort für Kunst und Künstler werden, der strahlt und Platz für Kreativität und Begegnungen schafft. Kunst durchbricht Sprachbarrieren. Bei URBAN NATION sollen junge Menschen aller Nationen Lernen, Leben und Arbeiten, um die Ganzheitlichkeit der Kunst zu erfahren.“ Ein Kernstück des Museums wird das Archiv der Fotojournalistin Martha Cooper, die die Entstehung der Urban Art seit Ende des 1970er Jahre mit ihrer Kamera dokumentierte. Die heute 73-Jährige überlässt URBAN NATION einen Teil ihrer Sammlung.

Kunst und Kultur finden ein Zuhause in der Bülowstraße 7 – und davon soll auch der gesamte Bülowkiez profitieren: Die Quartiersbelebung und -verschönerung rund um die Bülowstraße ist Markus Terboven, Vorstandsmitglied der Gewobag, sehr wichtig. „Das URBAN NATION-Museum wird ein Ort, der Austausch fördern und Interesse an Kultur wecken wird. Urban Art verbindet Menschen unabhängig von Generation, Herkunft, Religion oder Status. Dieser Kunstform gerade in einer so vielfältigen Stadt wie Berlin ein Zuhause zu geben, ist uns eine große Freude. Die bisher realisierten Fassadengemälde fördern die Identifikation der Bewohner mit ihrem Kiez. Die vielen positiven Rückmeldungen aus der Nachbarschaft bestärken uns in unserem Weg.“ Er betont weiterhin, dass Berlins Street-Art mittlerweile zahlreiche Touristen in die Stadt ziehe. „Was man hier an den Wänden sieht, ist genauso vielfältig, wie die Stadt insgesamt“, so Terboven weiter. Dass er damit mehr als nur Recht hat, beweisen die unzähligen plakativen, wunderbar einfallsreichen und vielfältigen Street-Art Bilder in allen Teilen Berlins.

Einzigartig ist Street-Art in der Tat: Sie ist modern und cool, aber auch politisch zu sehen. Die urbane Straßenkunst ist Ausdruck eines selbstbestimmten Lebensgefühls mit freier Meinungsäußerung und kritischer Sichtweise, sie ist Kunst, die für jedermann zugänglich und verständlich ist. „Wir würdigen mit dem Bau des Museums die ‚Kunst der Straße‘ und geben der Stadt und seinen Bewohnern und Besuchern ein Zentrum für diese Kunstform. Street-Art ist die wohl demokratischste Kunstform von allen. Durch das Museum sollen noch mehr den Zugang dazu finden“, so Hendrik Jellema, Vorstandsvorsitzender der Stiftung Berliner Leben. Er betonte, dass der Baustart des Museums vor allem der LOTTO-Stiftung Berlin zu verdanken ist: „Ohne ihre Förderung wären unsere Pläne nicht vom Papier auferstanden.“ Die Bewilligung der DKLB umfasst einen Zuschuss in Höhe von 1 Million Euro sowie ein Darlehen über 400.000 Euro.

Thomas Willemeit, Founding Partner des Architekturbüros GRAFT und mitverantwortlich für den Umbau des Gebäudes, verriet schon einmal: „So überraschend wie die Urban Art selbst präsentiert sich das Gebäude nach einer spektakulären Transformation: Es wird mit seiner modularen Wechselfassade selbst zum Kunstwerk. Die Innenräume des Museums erstrecken sich über zwei Geschosse und erzeugen so unvermutete Raumproportionen, Weite und Größe. So können dort bis zu sieben Meter hohe Werke gezeigt werden. Eine Galerie, die sich wie ein Höhenweg durch das Museum zieht, ermöglicht es, die Kunstwerke sowohl aus der Ferne als auch von ganz nah zu betrachten.“ Spektakulär wird sich das Museum präsentieren, das in seiner Art wahrlich einzigartig ist. Schon jetzt dient die Fassade des ehemaligen Wohnhauses als Leinwand, die auch als begehrtes Fotomotiv für Anwohner und Zugereiste dient.




hier kommentieren to “URBAN NATION MUSEUM FOR URBAN CONTEMPORARY ART in Berlin entsteht”

Dieser Beitrag wurde bislang nicht kommentiert.

Hinterlassen Sie eine Nachricht

XHTML: You can use these tags: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>