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Do Oktober 30th, 2008

Temporäre Kunsthalle Berlin – Drei Farben weiss, blau, 2 Jahre

Der Schlossplatz hat wahrlich schon eine Menge mitgemacht. Herz des historischen Berlins, Stadtschloss, Palast der Republik und jetzt die temporäre Kunsthalle Berlin.

Ein Ausstellungsort in der Hauptstadt, der nur für zeitgenössische Kunst ist hat ja schon lange gefehlt. Da die Stadt ja chronisch pleite ist, wird der seit gestern eröffnete Bau auch nur für zwei Jahre stehen. Und das er überhaupt steht ist eigentlich auch nicht dem Senat, der zwar dafür gestimmt hat zu verdanken, sondern privaten Geldgebern.

Die Temporäre Kunsthalle Berlin ist nach dem Entwurf von Adolf Krischanitz gebaut worden und startet mit der ersten Ausstellung von Candice Breitz. Für zwei Jahre zeigt sie am historisch repräsentativen Schlossplatz herausragende Positionen internationaler zeitgenössischer Kunst, die in Berlin entsteht und macht sie einem großen Publikum zugänglich.

Bildquelle: Temporäre Kunsthalle Berlin im Oktober 2008
© Temporäre Kunsthalle Berlin, Architekt Krischanitz ZT GmbH, Foto: Lukas Roth

So ein bisschen wie ein bayrisches, etwas zerzaustes Ufo, das in Berlin gelandet ist, sieht die Temporäre Kunsthalle schon aus. Wie sie sich machen wird und ob es gelingt wirklich herausragenden zeitgenössische Kunstpositionen in Berlin zu zeigen, wird man sehen.

Spannend ist das Projekt alle mal, es stehen auch gute Leute dahinter. In zwei Jahren ein Profil zu zeigen und dann ist alles vorbei, ist für die klassische Museumsszene eigentlich ein Affron. Es wäre toll wenn es gelingt, zu zeigen, dass es auch ohne “Apparat” geht, vielleicht etwas Leichtigkeit transportiert wird zu der sicherlichen Schwere die schon in der ersten Ausstellung zu spüren ist. Hoffentlich auch nicht erkauft mit zuwenig Mitteln für Menschen und Kunst und mit dem nötigen Publikumszuspruch.

Willkommen Temporäre Kunsthalle Berlin 2008-2009 - täglich von 11-18 Uhr, montags bis 22 Uhr geöffnet.

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