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Mi Dezember 16th, 2015

Stephen Shore im C/O Berlin ab Februar

Das Wesen der Dinge – wie kann dieses fotografisch ausgelotet werden? Wie zeigt man das, was die Welt im Inneren zusammenhält und nicht nur dessen Abbild oder Schein? Immaterielles ist nicht unmittelbar dokumentierbar. Kulturelle Strömungen und Zusammenhänge manifestieren sich insbesondere in alltäglichen Situationen, banalen Gegenständen, unscheinbaren Landschaften oder gesichtslosen Orten. In seinen fotografischen Serien registriert, konserviert und reflektiert Stephen Shore diese Spuren menschlichen Lebens, die normalerweise übersehen und nicht als bildwürdig betrachtet werden. Als Chronist des Unspektakulären zeigt er die Strukturen und sensiblen Zusammenhänge unserer westlichen Kultur auf. So wird der Akt des Fotografierens zum Versuch, sich seiner Selbst und seiner Umwelt zu vergewissern und durch Beobachtung tiefere Erkenntnis zu erlangen. Gleichzeitig ist es das Bestreben, das Medium Fotografie zu verstehen und neu zu denken. Mit seinem konzeptuellen Ansatz und fortwährendem Experiment über einzelne Genres, Themen und Techniken hinaus ist Stephen Shore ein Pionier und einer der wichtigsten Vordenker in der Fotografie, der sich als Künstler immer wieder neu erfindet.

C/O Berlin präsentiert vom 6. Februar bis 22. Mai 2016 die Retrospektive des US-amerikanischen Künstlers Stephen Shore. Die Eröffnung findet am Freitag, den 5. Februar 2016, um 19 Uhr im Amerika Haus in der Hardenbergstraße 22-24, 10623 Berlin, statt.

Die Ausstellung umfasst über 300 zum Teil nie veröffentlichte Bilder und wurde von Marta Dahó und Felix Hoffmann kuratiert. Sie wurde von der Fundación MAPFRE in Kooperation mit C/O Berlin zusammengestellt. C/O Berlin zeigt sie als einzige Station in Deutschland. Im Kehrer Verlag ist ein Katalog erschienen. Diese erste Retrospektive beleuchtet choronologisch die drei aussagekräftigsten Aspekte in Stephen Shores Œuvre aus vier Jahrzehnten sowie seinen einzigartigen Beitrag zur Fotografiegeschichte und die wichtigsten historiografischen Interpretationen.

Stephen Shore, geboren 1947 in New York City, beschäftigt sich seit seiner Kindheit mit Fotografie. 1961 erwirbt Edward Steichen, Kurator des Museums of Modern Art in New York, drei Fotografien von Stephen Shore. Mit 18 Jahren zieht er in die Factory von Andy Warhol ein, macht Fotos, assistiert bei Filmproduktionen und arbeitet als Beleuchter. 1971 stellt er als erster lebender Fotograf im New Yorker Metropolitan Museum of Art aus – seit Alfred Stieglitz 40 Jahre zuvor.1974 und 1979 erhält er Stipendien der National Endowment for the Arts (NEA). Seine Fotografien hat Stephen Shore in zahlreichen Büchern publiziert und Ausstellungen weltweit präsentiert – unter anderem in der Tate Modern, London, im Whitney Museum, New York, der Albertina, Wien, dem Jeu de Paume, Paris und dem Fotomusuem Winterthur. Seine Werke sind in Sammlungen wie dem San Francisco Museum of Modern Art, dem Museum of Modern Art, New York, der Pinakothek der Moderne, München, und der Deutschen Börse, Frankfurt, präsent. Seit 1982 ist er Direktor des Fotografie-Programms am Bard College, Annandale -on-Hudson in New York, wo er ist die Susan-Weber-Professor in der Kunst innehat. Stephen Shore lebt und arbeitet in New York City

Laufzeit der Ausstellung: vom 6. Februar bis 22. Mai 2016




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