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Fr Februar 17th, 2012

Dokumentation zum Städtebau im faschistischen Italien in Berlin zusammengetragen

Der Ansatz ist interessant und die Frage nach dem faschitischen Städtebau Italiens anscheinend noch nie aufgearbeitet worden. Dabei ist z.b. die Metropole Rom weder vor her noch nacher so tiefgreifend umgebaut worden.
Anliegen des Buches ist es, zum einen den faschistischen Städtebau während der Diktatur Mussolinis umfassend und systematisch zu dokumentieren. Das geschieht auch auf Grundlage zahlreicher wenig bekannter Abbildungen. Zum anderen haben es sich die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zum Ziel gesetzt, den Städtebau in der Zeit des faschistischen Regimes hinsichtlich eines differenzierten Verständnisses des Zusammenhangs von Diktatur und Städtebau neu zu interpretieren. Es geht um die Frage, wie die städtebaulichen Zeugnisse zu bewerten sind – jenseits einer aus dem politischen Kontext herausgelösten bloßen Betrachtung des einzelnen Bauwerkes und seiner architektonischen Form, aber auch jenseits einer ideologisch begründeten Abwertung. „Der italienische Städtebau verarbeitete europäische Städtebaukultur seiner Zeit auf eine spezifische Art und Weise, seine Produkte müssen im Kontext des europäischen Städtebaus diskutiert und bewertet werden. Da helfen die üblichen Kritik-muster und Verteufelungen, die in der Nachkriegszeit entwickelt wurden – der Verweis auf Achsen und Symmetrien, auf steinerne Baumaterialien und Monumentalität, auf diktatorischen Größenwahn und Einschüchterung der Massen –, ebenso wenig wie eine unkritische Rehabilitierung formal spektakulärer Leistungen und Einzelbauten“, schreibt Harald Bodenschatz. Diese Sicht führt die Autoren zu so interessanten wie brisanten Fragen, was demokratischer Städtebau ist und was seine Qualitäten sind, die ihn vom diktatorischen Städtebau abgrenzen.

Das Buch wurde an der Tu Berlin im Januar 2012 vorgestellt und ist im Buchhandel erhältlich:

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