KUNSTFREUNDE das Blog über Kunst, Künstler und Ausstellungen

Sa Februar 21st, 2009

Zwei Freunde – Klee und Feininger in Hamm

Was soll jetzt noch kommen, nach dem „Universum Klee“ in Berlin. Die große und seit langem mal wieder in Berlin befindliche Einzelausstellung zu Paul Klee in der Neuen Nationalgalerie sprengte alles bisher vorstellbare zu Klee in Deutschland.

Könnte man denken. Aber weit gefehlt!

Schon dort wurde, wenn auch nur in einem Raum, eine Tendenz sichtbar, die vielleicht für unsere Zeit spricht.

Nicht alleine der Genius ist interessant, sondern auch sein Umfeld. Wer hat ihn inspiriert, wer war als Freund und Gesprächspartner in der Nähe, wer hat sich nicht allein vom Schein des Genies blenden lassen, sondern war am Menschen interessiert?
Diese Fragen führen eindeutig zu den Kontakten, die jemand wie Klee und Feininger gehabt haben mußten.

Und da verwundert es fast, dass es seit den 30er Jahren wieder bis 2009 gedauert hat, bis zwei Frauen, einmal die Leiterin des Gustav-Lübcke-Museums in Hamm Ellen Schwinzer und die Klee-Expertin Ute Gerlach-Laxner auf die Idee kamen, eine Ausstellung zu Paul Klee und Lyonel Feiniger zu machen. Beide waren von ihrem Thema überzeugt und konnten durch den guten Ruf Hamms als Museumsort und die Kontakte der Klee-Spezialistin eine wirklich tolle Ausstellung zusammen bringen.

Alle Bilder: Gustav-Lübcke-Museum Hamm

Warum Klee und Feiniger, kann man sich fragen, wären doch die Anküpfungspunkte über die „Blaue Vier“ oder das Bauhaus zusätzlich vielfältig gewesen. Gerlach-Laxner beschreibt wie fruchtbar und tief die innere künstlerische Beziehung der beiden Bauhausmeister war und wie sehr der eine den anderen künstlerisch anregte. Eigene Formensprachen erlaubten ein aufeinander zu gehen, ohne die jeweilige Handschrift zu verleugnen.

Den drei großen Abschnitten der Ausstellung „Figur“, „Architektur“ und „Marine“ stehen die drei Facetten der „Bildergeschenke“, „Modellzeichnungen“ und „Spielzeug für Kinder“ gegenüber. Es ist verblüffent zu sehen, wie nah und doch komplett eigenständig Feininger und Klee arbeiteten und sich nahe waren.

Die wunderbare Auswahl der Werke von Uta Gerlach-Laxner entspricht die stimmige und freundliche Hängung in Hamm. Da passt alles, weil Konzept, Werke, Idee und Durchführung stimmen. Und dann ist eine Ausstellung mit 90 Werken auch satt und genug, so dass der Betrachter beschwingt diesen beiden Meistern ihres Faches nahe gekommen ist. Bis zum 24. Mai 09 ist die Ausstellung zu sehen.

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2 Kommentare to “Zwei Freunde – Klee und Feininger in Hamm”

Bee sagte:

Vielen Dank für diesen Ausstellungstipp ! Ein Besuch ist für uns ein Muß in diesem Frühjahr.

Sa 21. Februar 2009 at 20:12

v.Mirbach sagte:

wir werden kommen und freuen uns auf die Ausstellung.

Mo 2. März 2009 at 17:01

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