KUNSTFREUNDE das Blog über Kunst, Künstler und Ausstellungen

Do Januar 17th, 2008

Was ist los in Westfalen – Leuchtturm ohne Wärter – Kunst im Wechselbad der Besuchergunst

Erst vor wenigen Tagen ging in Bielefeld die Ausstellung „Perfektion und Zerstörung – 1937″ mit einem überwältigenden Besucherzuspruch zu Ende. Auch im Osnabrücker Felix-Nussbaum-Haus blickt man auf eine sehr gute Saison zurück und erwägt einen Anbau an das bestehende Haus.

Alles gut könnte man denken, wenn da nicht das MARTa mit seinem scheidenden Chef Jan Hoet wäre, der vor die Presse trat und seine Besucherzahlen veröffentlichte.

Zugegeben 60.000 Besucher sind nicht schlecht, aber nur ein Bruchteil der Bielefelder oder der Osnabrücker und nach den ersten Jahren mit über 100.000 Besuchern ein deutliches Minus. Sollte es so sein, das der Leuchtturm im Moment in Richtung einer Bauruine mangels Wasser steuert?

MARTa schweigt, war wohl eine gut besuchte Ausstellung, aber Münster und Paderborn haben gezeigt, dass das Jahr der Superereignisse eben auch viele Menschen bewegt, die dann eben auch in kleinere Orte kommen und dort die Kunstprojekte besuchen. Die Lösung aus den Bordmitteln ist somit nicht aufgegangen, auch wenn es noch die Beste der Ausstellungen war. Inhaltlich und von den Besucherzahlen.

Das MARTa ist bei der Entstehungsgeschichte und den Kosten zum Erfolg verurteilt. Wollen wir hoffen auch für Herford und für die heimische Kunstszene, dass den Verantwortlichen jetzt nicht die Nerven auf Grundeis gehen.

Manchmal muß man eben Geld in die Hand nehmen, siehe Bielefeld. Dort war ja ein gemeinsames Projekt mit „1937“ erst geplant bis das MARTa ausstieg.

Mal sehen was 2008 bringt.




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