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So Juni 27th, 2010

Vostell-Ausstellung im Schloss Museum Morsbroich

Das Museum Morsbroich ehrt den gebürtigen Leverkusener Künstler und Mitbegründer der Fluxus-Bewegung Wolf Vostell (1932–1998) mit der Ausstellung „Das Theater ist auf der Straße – Happenings von Wolf Vostell“.

Die Ausstellung präsentiert eine große Überblicksschau Vostells collageartig komponierte Happenings. Eine Mischung von bildkünstlerischen, musikalischen und theatralischen Ausdrucksformen.

Bildquelle: Ausstellung Morsbroich

Wolf Vostell (Leverkusen 1932–1998 Berlin) realisierte zwischen 1954 und 1988 über 50 Happenings, die die Zuschauer zu Beteiligten machten. Mit seinem für die europäische Aktionskunst bahnbrechenden Schritt aus dem Atelier auf die Straße bezog Vostell seine Mitmenschen in den künstlerischen Prozess mit ein.

Happenings waren für Wolf Vostell Instrumente der Bewusstmachung von Zeitphänomenen. Die Wirklichkeit sollte zum integralen Bestandteil der Kunst werden. So setzte Vostell dem objet trouvée der Dadaisten sein Konzept des vie trouvée entgegen. Nicht nur den Kunstbegriff mit seinen starren und tradierten Formen, sondern vor allem auch das Leben müsse man erweitern: „Duchamp hat das Objekt zur Kunst erklärt, ich habe das Leben selbst zur Kunst erklärt.“

Die Schau ist noch bis zum 15. August zu sehen.

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