Mo November 5th, 2007
Von der Lust am Weltuntergang – Comeback des figürlichen in der Kunst
Wirklich schwungvoll sind die Überschriften die die aktuelle Ausstellung von Norbert Bisky im Haus am Waldsee in Berlin begleiten: “Armageddon in Zehlendorf“schreib Achim Drucks in der taz. So ähnlich drückt sich die restliche Zeitungskritik aus.
In den Skulpturen die Bisky Ende 2006 im Kunstverein Gütersloh ausstellte war diese “Verdunkelung” schon angekommen.
Das Phänomen “Figur”, das in die Malerei zurück gekommen ist, ist eigentlich eher das verwunderliche. In einer Zeit in der zwischen First und Second Life unterschieden werden kann, in der vieles virtuelle längst Alltag geworden ist, sind die künstlerischen Tabubrüche längst nicht mehr so schockierend, als wenn sie noch visionäre Ahnungen waren.
Abstraktion ist digital längst alltäglich, also wieder die Lust am Bild, an der Figur und an der Realität, die hoffentlich nicht so ist wie sie künstlerisch gestaltet wird. Aber genau das ist es ja, die Realität, die mit Ängsten und Erfahrungen täglich an die heimische Tür anklopft ist längst so, ist längst weiter als in der Kunst geäußert.
Biskys Arbeiten erscheinen eher wie Photoshopbearbeitungen von unterschiedlichen Bildern, die am Computer zusammengesetzt die Vorlage für die gemalten Bilder darstellen. Die Farben, die Ebenen und die Wirkung von fern und von nah wie ein Bildschirmbild, dessen Auflösung je näher man kommt, immer pixeliger werden. Kontrast, geschärft, beschnitten, eingefügt, Ebenen hintereinander erzeugt und immer wieder das Speichern nicht vergessen.
Gemalt in Farbe ist eine Speicherung perfekt. “Seien wir ehrlich, das Leben ist immer lebensgefährlich!” fasste die Künstlerin Regina Stolzmann diese neue Lust am Figürlichen unbewußt zusammen.
Christiane Hoffmann, ist Inhaberin der






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