Mi April 1st, 2009
Tutanchamun – Sein Grab und die Schätze in München
Vielleicht keine klassische Kunstausstellung, vielleicht eher eine historische Ausstellung oder vielleicht auch “nur” Messebau, dass ist bisher noch etwas unentschieden.
Wenn im Münchner Olympiapark das Ausstellungsprojekt «Tutanchamun – sein Grab und die Schätze» eröffnet wird (vom 9. April bis 30. August 2009), wird den eigentlich unglaublich schönen Objekten aus längst vergangener Zeit durch Messe und Ausstellungsbau ein Aspekt dazugesetzt, der Fake und Faszination der Originalsituation ersetzen soll.
Aus konservatorischen Überlegungen können die Originale kaum noch gezeigt werden, können Besucher eigentlich nicht mehr in die Originalgrabkammersysteme in Ägypten gelassen werden. Trotzdem möchte “man” die Originalstätten mal sehen. Und da kann so eine Inszenierung der Grabungssituation komplett als Nachbau vielleicht helfen.
Die Grabkammern mit ihrer farbenprächtigen Wandmalerei werden in dieser Wanderausstellung durch originalgetreue Nachbauten ersetzt, damit dieses kostbare Welterbe nicht durch den Massentourismus zugrunde geht, sondern künftigen Generationen weitergegeben werden kann. Die Ausstellung will die Präsentation von Originalen nicht ersetzen, sondern sinnvoll ergänzen. Wer die Schätze aus dem Grab des Tutanchamun bereits im Original bewundert hat, kann jetzt auch ihre Entdeckung erleben.
Irgendwie ist es schon eine Zeitreise in die geheimnisvolle Welt des alten Ägypten und das eben in München, wie vorher in der Schweiz. Das die Wirkung überwältigen kann, kann man glauben, dass das Wunder des Entdeckeraugenblicks – das Eintreten in eine überwältigende Schatzkammer, das Entdecken neuer Welten und neuer Wunder – auch heute noch für die Besucher ein sinnliches Erlebnis wird zeigt, dass die Schau gut gemacht ist. Sie beschwört die Faszination des vergangenen exotischen Reiches am Nil mit modernsten Mitteln neu herauf.
Das Grab des Tutanchamun mit seinen Schätzen wurde original- und massstabsgetreu nachgebaut, so dass die Besucher einen wirklichkeitsnahen Eindruck von der überwältigenden Fülle der Beigaben erhalten, die dem König auf seiner magischen Reise in die Unterwelt dienen sollten. Über 1000 Repliken der wichtigsten Fundstücke wurden von den besten ägyptischen Kunsthandwerkern in überlieferten Techniken rekonstruiert und sind in der Ausstellung zu bewundern.
Vielleicht der Schritt in den Kulturtourismus von morgen, die gefährlich gewordene Welt bleibt draussen, dafür kann man die Mona Lisa auf Da Vincis Staffelei in Remscheid sehen, oder so ähnlich,…
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Christiane Hoffmann, ist Inhaberin der






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