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Mi März 21st, 2012

Stillstehende Sachen – Stillleben gestern und heute

Nach den vielbeachteten Ausstellungen mit Portraitmalerei  und den Genreszenen kommt jetzt eine Gegenüberstellung von alten und neuen Stillleben aus der Sammlung SØR Rusche in das Museum Abtei Liesborn. Unter dem Titel Stilllstehende Sachen, werden 24 Meister der Niederländischen Stilllebenkunst des 17. Jahrhunderts im Dialog mit zeitgenössischer Malerei ab dem 21. Jahrhundert gezeigt.

Die Schau versammelt über 185 Arbeiten: überwiegend Malerei, außerdem Zeichnungen, Fotografie, Skulpturen und ein Video.

Den Alten Meistern gegenüber stehen Zeitgenossen aus aller Welt, die sich mit den modernen Mitteln mit den Themen der „stillstehenden Sachen“ auseinandersetzen.

Auch wenn die Stilllebenmalerei von Kunsttheoretikern im 17. Jahrhundert mit unverhohlener Geringschätzung bedacht wurde, erfreute sie sich bei Auftraggebern und Sammlern großer Beliebtheit. Davon zeugen die unzähligen Blumenstillleben, „gedeckten Tische“, Jagbeute-Stillleben, Augentäuscher-Stillleben und Vanitas-Stillleben, die während des sogenannten Goldenen Zeitalters in den Niederlanden entstanden. In der Kunstwissenschaft dominierte lange Zeit die Auffassung, Stillleben mit Hilfe von Emblembüchern entschlüsseln zu können, was stets zu ähnlichen Interpretationen führte. Die Hauptaufgabe von Stillleben bestand demnach darin, an die Vergänglichkeit des Lebens zu erinnern und die Sinnlosigkeit diesseitiger Vergnügungen zu verbildlichen. Darüber hinaus dienten die Stillleben aber auch der Repräsentation von Wohlstand und gesellschaftlichem Status ihrer Besitzer. Darstellungen von chinesischem Porzellan, exotischen Früchten und Pflanzen sowie orientalischen Teppichen zeugen vom weiter werdenden Horizont der führenden Schifffahrtsnation und Handelsweltmacht und dem Interesse an neu entdeckten Ländern. Der Vanitas-Gedanke des Barock-Zeitalters sowie die Freude an augentäuschender Malerei und der malerischen Differenzierung unterschiedlicher Texturen sind Elemente, die sich auch in der zeitgenössischen Stilllebenmalerei wiederfinden lassen. Im 21. Jahrhundert bestimmt jedoch der Künstler/die Künstlerin, welche Gegenstände darstellungswürdig sind.

In der Auswahl und Zusammenstellung der Dinge spiegelt sich nicht selten ein zeitgenössisches Weltbild. Sehr viel öfter kommt darin jedoch eine subjektive und individuelle Aneignung von Welt zum Ausdruck.

Beteiligte Künstler Christian Achenbach, L.C. Armstrong, Martin Assig, BAAL, Ruth Barker, Phyllida Barlow, Fides Becker, Daniel Behrendt, Daniel van Beke, Abraham Hendricksz. Van Beyeren, BEZA, Ina Bierstedt, Cornelis Biltius, Irene Bisang, Andras Blank, Jenny Brillhart, Torsten Brinkmann, Manuele Cerutti, Pieter Claesz., Edwaert Collier, Issaack Adamsz. de Colonia, Jan Dörre, Tim Eitel, Wolfgang Ellenrieder, Tom Ellis, Joachim Elzmann, Homer Feldmann, Andreas Golder, William Gowe Ferguson, Martin Galle, Anna Genger, Jan Pauwel Gillemans d. Ä., Andreas Golder, Ari Goldmann, Anna-Lena Grau, Philip Grözinger, Adriaen de Gryeff, Cornelis Norbertus Gysbrechts, Gabi Hamm, Paule Hammer, Katrin Heichel, Anton Henning, Benedikt Hipp, Julius Hofmann, Abraham Hondius, Catherine Hughes, Balthasar Huys Michael Jankowski, Horst Janssen, Alexander Kassing, Ruprecht von Kaufmann, Jan van Kessel d. Ä., Erich Kissing, Kai Klahre, Andrey Klassen, Bernd Koberling, Olrik Kohlhoff, Matej Kosir, Lea Kuhl, Zofia Kulic, Johannes Kuveenis I, Alicja Kwade, Johannes Leemans, Cornelis Lelienbergh, Via Lewandowsky, Yi Zheng Lin, Carina Linge, James Llyod, Martin Lütke, David Lynch, Rory Macbeth, Dieter Mammel, Alisa Margolis, Przemyslaw Matecki, Jonathan Meese, Sebastian Meschenmoser, Ingo Mittelstedt, Cornelis van der Meulen (Vermeulen), Wang Min, Jochen Mühlenbrink, Horatius Paulijn, Agnieszka Polska, Ulf Puder, Andrew Putter, Pieter de Putter, Olaf Quantius, Pierre-Joseph Redouté, Thomas Rentmeister, Lois Renner, Carlos de los Rios, Nadin Rüfenacht, Jochen Schambeck, Oskar Schmidt, Rigo Schmidt, Otto Marseus van Schrieck, Allison Schulnik, Gerhart (van) Steenwyck, Stefan Stößel, Hendrik van Streeck, Alexander Tinei, Michael Triegel, Anya Triestram, Werner Tübke, Luc Tuymans, Dimitris Tzamouranis, Markus Uhr, Simon Pietersz. Verelst, Gerrit van Vucht, Christian Weihrauch, Matthias Weischer, D. Witting, Jürgen Wolf Michaelina Woutiers, Stuart Pearson Wright, Michael Wutz, Flad Yurashko, Shi Zhi Ying

Die Ausstellung ist noch bis zum 29. April 2012 im Museum Abtei Liesborn zu sehen.




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