Mo Oktober 13th, 2008
Stadt macht Kunst – Hildesheimer in Hannover
Ein vom Kulturbüro der Stadt Hannover in Auftrag gegebenes, erst kürzlich veröffenlichtes Gutachten zum Thema “Stand der Kunst im öffenlichen Raum” hat u.a. Empfehlungen für temporäre und Partizipation fördernde Projekte wie STADT MACHT KUNST im Stadtraum einer Großstadt vorgeschlagen. Also gesagt getan, da mit dem Ausstellungskollektiv Hildesheim mit dem klingenden Namen a7.ausstellungen e.V. auch eine Gruppe von jungen StudentInnen und JungkuratorInnen zur Verfügung stand.
Das Projekt “STADT MACHT KUNST” wird von a7.ausstellungen durchgeführt und ruft den Stadtteil Linden Süd für zwei Wochen zum Galerieraum aus. Vom 7.11.2008 bis zum 22.11.2008 wird Linden Süd von den Künstlerinnen und Künstlern bespielt.
Um Stadtstrukturen zu untersuchen und verdeckte Vorgänge der Machtäußerung im urbanen Raum aufzudecken, bringt STADT MACHT KUNST zehn junge künstlerische Positionen in Konfrontation mit der Stadtrealität.
Ob im Second-Hand-Laden, auf der Straße oder im Waschsalon: Neben den Werken von 22quadrat, Jennifer Bennett, Thomas Bratzke, Friederike Breyer, Levent Kunt, Tamayo Misawa, Clea Stracke, Katharina Sandner & Julia Dick, Linda Thalmann und Martin Werthmann werden auch die sie umgebenden Räume und Situationen zu Installation, Skulptur oder Performance. Zaghaft kratzen sie am Keuschheitsgürtel Autonomie der Kunst. In Berufung auf Debord, Baudrillard, Foucault nimmt a7 sich noch einmal der alten Ideen von Teilhabe, Intervention und Bruch an. Großer Anspruch und interessante Vorgehensweise.
Bildquelle a7: Stadt macht Kunst Frederike Beyer
Die Strategien der teilnehmenden KünstlerInnen sind mannigfaltig. Verdeckung und Verzerrung. Wiederholung und Verweigerung. Aneignung und Mimikry machen deutlich, dass im urbanen Raum nicht bloß ein Begriff von Macht herrscht. Wer sich bewegt, erhebt Anspruch, wer schmückt, wer randaliert, wer wirbt und wer ordnet. Wem gehört also die Stadt? Eine der Fragen, die in den Diskussionen um Veralterung und Schrumpfung der Städte und urbanen Lebensräume vermehrt gestellt werden.
Wir werden sehen, ob es den Künstlerinnen und Künstlern gelingt auch die Bewohner des Stadtviertels mit einzubeziehen. Zugegeben ein bürgerlicher aber auch ein hipper Stadtteil der Niedersächsischen Landeshauptstadt.
Ein Begleitprogramm wird ebenfalls stattfinden. Die genauen Orte und Zeiten stehen auf der eigenen Website www.STADTMACHTKUNST.de
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Christiane Hoffmann, ist Inhaberin der






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