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Fr März 22nd, 2013

Staatsgalerie Stuttgart zeigt Kunstausstellung op + Pop – Experimente amerikanischer Künstler ab 1960

Mag ja sein, dass die Stuttgarter Ausstellungsmacherinnen und Macher einen feinen Wettersinn hatten, aber die PopArt Ausstellung Op+POP mit ihren leuchtenden Farben ist wohl das Einzige, was auf Frühling 2013 zu Ostern hindeutet.

Bis zum 16.06.2013 läuft die Ausstellung in der Stuttgarter Staatsgalerie, die sich mit der starken Farbintensität und den ungewohnte Bildträger beschäftigt, die der Siebdruck in den 1960er- bis 1990er-Jahren in die Kunst brachte.
Zahlreiche Objekte aus den Vordruckphasen geben anschaulich Einblick in die künstlerische Auseinandersetzung mit einer Drucktechnik, die auf Papier wie auch auf Folie, Stoff, Metall oder Plastik zur Anwendung kommen kann. Mit kräftigen Farben experimentieren vor allem die Künstler der »Op Art« von Anni Albers über Richard Anuszkiewicz bis zu Sanford Wurmfeld und Dee Shapiro. Das Werk und die Theorien von Josef Albers standen dabei oft am Ausgangspunkt. Der Übergang zur »Pop-Art« wird in den Serien von Robert Indiana und Nicholas Krushenick deutlich. Die Möglichkeit der Nutzung unterschiedlicher Materialien begeisterte auch Robert Rauschenberg, Les Levine, Christo und Jeanne-Claude, Roy Lichtenstein und nicht zuletzt Jeff Koons und Keith Haring. Richard Estes erkannte eine weitere Option des Siebdrucks: für seine großformatigen fotorealistischen Arbeiten ging er mit dem Einsatz von über 200 Farben für immer noch kleinere Details bis an die Grenzen des Mediums.

Comic, Werbung, Grafitti, Signal: Plötzlich wurde Alltag Kunst. Ein neues Lebensgefühl brach sich in den 1960er Jahren Bahn, in dem das Bunte und Plakative, das Komische und Laute, das Unprätentiöse und Leichtverständliche die Welt erfaßte und der Siebdruck war das Medium dieser Revolution.“Pop-Art“ hieß die Schwester des Beat, und zu ihr gehörten die Farben des Regenbogens. Zu einer der erfolgreichsten Kunstströmungen des 20. Jahrhunderts wurde sie durch ihre unbeschwerte Nähe zum Plakat und ihre eingängigen Bildparolen. Der Siebdruck verhalf ihr zu einer Breitenwirkung, wie sie für Kunstwerke bis dahin unbekannt war. Viele amerikanische Künstler ließen ihre Entwürfe von der Dombergerschen Druckerei in Bonlanden umsetzen, einer Werkstatt, die durch Qualität zu Weltruhm gelangte. Bestände aus dem Archiv Domberger werden in diesem Buch erstmals präsentiert, Kooperationen von Künstlern und Druckern dokumentiert und an Hand einer exquisiten Werkauswahl kann der betrachtende Leser das Phänomen des Siebdrucks Revue passieren lassen.

Ausstellungsdauer bis zum 16.06.2013.




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