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Fr März 26th, 2010

Schätze des Aga Khan Museum. Meisterwerke der islamischen Kunst

Bevor Frida Kahlo Berlin in ihren Bann schlägt, ist noch ein großer schillernder Name zu Gast im Martin Gropius Bau. Dort wird die Sammlung des legendären Aga Khan bis zum 6. Juni 2010 gezeigt.

Bildquelle: Plakat der Ausstellung

Über 200 Objekte – Gemälde, Zeichnungen, Buchillustrationen, Manuskripte, Inschriften, Metallgefäße, Keramiken, Holzarbeiten – die außergewöhnliche Vielfalt und den überwältigenden Reichtum eines vom Islam geprägten Kulturraumes, der sich vom Maghreb und der Iberischen Halbinsel bis nach Indien und Indonesien erstreckt.

Die Sammlung des Aga Khan zählt weltweit zu den größten und wertvollsten. Karim Aga Khan IV ist das geistige Oberhaupt der Ismailiten und gilt als direkter Nachkomme des Propheten Mohammed. Die enorme räumliche und zeitliche Ausdehnung des Islam spiegelt sich in der künstlerischen Vielfalt jener Objekte wider, die das Oberhaupt der Ismailiten über viele Jahrzehnte gesammelt hat.

Die Ausstellung zeigt Gemälde, Zeichnungen, Buchillustrationen, Manuskripte, Inschriften, Metallgefäße, Keramiken, Schmuck, Holz-, Glas- und Elfenbeinarbeiten der muslimischen Welt, die über 1000 Jahre Kulturgeschichte dokumentieren.

Herausragende Kulturgüter sind ferner das besterhaltene mongolische Seidendamastkleid aus dem 13. Jahrhundert, sowie eine Doppelseite des berühmten „Blauen Korans“ aus dem 9. Jahrhundert; die blauen Pergamentbögen sind in goldenen Lettern im kufischen Duktus geschrieben und zählen zu den kostbarsten und aufwendigsten Koranmanuskripten der Welt.

Die Präsentation der Kunstwerke ist in zwei Hauptstränge gegliedert: „Unter Das Wort Gottes“ werden Koranmanuskripte, illustrierte Blätter und Objekte präsentiert, die die Pilgerfahrt nach Mekka, das Gebet oder den islamischen Mystizismus thematisieren. „Die Route der Reisenden“ nimmt den Besucher mit auf den Weg durch die islamische Welt.

Die in dieser Zeit entstandenen Werke zeugen von der herausragenden Kreativität, Vielfältigkeit und Kunstfertigkeit der jeweiligen Gesellschaften und verweisen auf die verschiedenen Einflüsse Asiens und Europas. Sie beleuchten den überwältigenden Reichtum eines vom Islam geprägten Kulturraumes in einer Zeit vom 8. bis zum 18. Jahrhundert. Die beeindruckende Sammlung wird ab dem Jahr 2013 im neuen Aga Khan Museum in Toronto beheimatet sein.

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