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Mo März 1st, 2010

ruhr2010 heute – burgenland gestern – Archäologisches Museum Herne zeigt Aufruhr 1225

Das hätte sich Friedrich von Isenberg bestimmt nicht gedacht, dass er Einestages doch noch Held und ausversehen Mörder mit einer großen Mittelalterausstellung wird. Das LWL Museum für Archäologie in Herne sich des Kriminalfalls 1225 annimmt und daraus eine riesige Ausstellung macht. In drei Ausstellungshallen präsentiert das Museum für Archäologie die faszinierende Welt des hohen Mittelalters. Auf 1400 Quadratmetern erwartet den Besucher eine supergroße Objekt und Ausstellungsschau. Über 1000 Ausstellungsstücke wie das Museum mitteilt. Bühnenartige Themenräume und opulente Inszenierungen versetzen die kleinen und großen Gäste in das 13. Jahrhundert. Auf dem Außengelände wartet eine echte Turmhügelburg darauf, entdeckt zu werden – und um zu zeigen, dass das Ruhrgebiet auch heute noch Burgenland ist, haben sich elf Burgmuseen der Region der Ausstellung als Satelliten angeschlossen.  

Bildquelle: Plakat der Ausstellung

Das Mittelalter an Rhein und Ruhr wird in einer eigenen Ausstellungshalle präsentiert. In elf Themenbereiche gegliedert, werden die Lebensgeschichten Erzbischof Engelberts und seines Kontrahenten Friedrich von Isenberg  gezeigt. Nachfahren des Isenberges gibt es bis heute und sie besitzen die Burg Hohenlimburg bei Hagen, ganz in der Nähe von Gevelsberg.

Thematisiert werden das Familienleben und Ständewesen, Rechtsprechung und Gesetzgebung, von der Bedeutung der Kirchen und Klöster, vom Reisen und Rittertum, dem Burgenbau und die letzte große Ritterschlacht. Mittelalter wird versucht von den Ritterfilmen ala Hollywood näher ans sehr ernüchternde Original zu holen.

Das Leben auf einer mittelalterlichen Burg nimmt ebenfalls einen großen Raum der Ausstellung ein. Hier wird vorallem auf die jungen Gäste der Ausstellung spekuliert: Wie lebte man auf einer Burg? lautet daher die Leitfrage, die mit einigen Mitmachstationen ausgestattet ist.

Dass das Ruhrgebiet Burgenland war und ist beschreibt den letzten Fragekomplex der Ausstellung. Über 400 Burgen, die heute zum Großteil nicht mehr oder nur noch rudimentär erhalten sind, werden hier wieder sichtbar gemacht. Eine Familienausstellung im besten Sinne.

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