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Fr Dezember 2nd, 2016

Potsdam Museum zeigt „Die wilden 80er Jahre in der deutsch-deutschen Malerei“

In der Ausstellung „Die wilden 80er Jahre in der deutsch-deutschen Malerei“ werden im Potsdam Museum wesentliche Kunstwerke aus Ost- und Westdeutschland der 80er Jahre einander gegenübergestellt. Die Zeit in der die Deutsch-Deutsche Teilung „normal“ und für „ewig“ angesehen wurde. Die Schau umfasst Bestände des Potsdam Museums und wichtige Leihgaben aus bedeutenden Sammlungen aus ganz Deutschland. Sie treten erstmals unter dieser Thematik in einen Dialog.
In der Werkschau werden Porträt- und Gruppenkompositionen, szenische Darstellungen von Musikveranstaltungen und Happenings sowie Alltagsszenen aus dem großstädtischen Umfeld oder der Subkultur gezeigt. Eine jüngst erhaltene Dauerleihgabe von Werken Bernhard Heisigs – dem Leipziger Altmeister der figurativen Malerei – steht am Anfang der Präsentation. Es folgen Werke von Elvira Bach, Ina Barfuss, Rainer Fetting, Hubertus Giebe, Angela Hampel, Klaus Killisch, Bernd Krenkel, Markus Lüpertz, Helmut Middendorf, Neo Rauch, Hans Scheuerecker, Stephan Velten und vielen anderen. Die Ausstellung lässt ein Jahrzehnt in 90 Werken Revue passieren.

potsdam-museum-wilde-80er Bildquelle: Potsdam Museum Einladung

Dabei wird deutlich, dass die damals jüngere Künstlergeneration auf beiden Seiten der Mauer den etablierten, bzw. von der Politik vorgeschriebenen Formen- und Ausdruckskanon verneinte. In Ostdeutschland war es der Kampf gegen den Sozialistischen Realismus. In Westdeutschland stellte man sich gegen das Vorhergewesene: die Pop-Art, den Minimalismus und die Konzeptkunst. Überraschend ist, dass die eigene Persönlichkeit, das Selbst in den getrennten deutschen Staaten zu dieser Zeit in den Mittelpunkt des künstlerischen Interesses rückte.
Laufzeit der Ausstellung: 3.12.2016 – 12.03.2017

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