Do Dezember 3rd, 2009
Picassomuseum Münster zeigt die Sammlung Planque von Degas bis Picasso
Wenn man den Sammler Jean Planque, der zwischen 1919 und 1998 lebte nicht kennt, ist man noch kein Kulturbanause, sondern zeigt es eher, dass viele engagierte und unbekannte Sammlerinnen und Sammler schon immer gute Kunst unaufgeregt und im halböffentlichen bzw. privaten Zusammengetragen haben. Bei dem Schweizer Planque kamen so über 140 Werke, mehrheitlich Gemälde und Skulpturen zusammen, die die grossen Wegbereiter der Moderne vereinte. Es sind van Gogh, Monet, Cézanne und Gauguin ebenso vertreten wie Werke von Mark Tobey, Nicolas de Staël und Antoni Tàpies.
Bildquelle: Picasso Museum Münster, Plakat
Planque war selbst Künstler und ab 1954 für den Schweizer Kunsthändler Ernst Beyeler in Paris tätig. Dort knüpfte er vielfältige, oft auch freundschaftlich geprägte Kontakte zu einer Vielzahl von Künstlern. So ist die Geschichte der Sammlung die Geschichte seines Lebens. Da es auch einen großen Picassoanteil in der Sammlung gibt, war es für die Münsteraner logisch sich um die Ausstellung der Sammlung zu bemühen.
Die großen Leitbilder des Sammlers sollten Cézanne und Dubuffet und vor allem Pablo Picasso werden, den er persönlich kennenlernte. Die Collection Planque vereint nicht weniger als fünfzehn Werke Pablo Picassos. Die Gemälde spannen einen zeitlichen Bogen von 1917 bis 1970. Sie illustrieren den virtuosen Stilpluralismus des Spaniers von der Spätphase des Kubismus bis hin zu den in flüchtigem Duktus ausgeführten Bildern seines Alterswerks.
Die Planque-Sammlung wird von einer in Lausanne beheimateten Stiftung betreut. „Die Werke haben jedoch keine museale Heimat und sind damit nur selten zu sehen“, erklärte der zuständige Konservator Florian Rodari, von der Fondation Jean et Suzanne Planque. Die Auswahl für die münstersche Schau traf er mit dem Museumsleiter Markus Müller gemeinsam. Im Anschluss an ihre Station in Münster bis zum 21. 2.2010 wird die Ausstellung „Von Degas bis Picasso“ in Saarlouis und im Picasso-Museum im südfranzösischen Antibes zu sehen sein.


Christiane Hoffmann, ist Inhaberin der






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