Fr April 11th, 2008
Picasso und die Fotografie – Fotokunst vom Feinsten Lucien Clergue
Großartige, hoch ästhetische schwarz-weiss Fotografie des Franzosen Lucien Clergue zeigt das Grafikmuseum Picasso in Münster noch bis zum 11. Mai 2008. Lucien Clergue wurde spätestens 2006 weltbekannt, als er als erster Fotograf in der Geschichte der Académie Française dort aufgenommen wurde.
Einen Namen in der Foto- und Kunstwelt hat sich der Franzose durch seine virtuosen Aktaufnahmen in den 60er Jahren gemacht.
Foto: Lucien Clergue, Pablo Picasso, Präsident der Corrida, 1962, Sammlung des Fotografen, Arles Quelle Grafikmuseum Picasso Münster
Diese Aufnahmen begeisterten den Frauenfreund Pablo Picasso so sehr, dass er Clergue mit den großen Namen der Malerei der klassischen Moderne verglich. Selber durfte er den Malerfürst auch häufig portraitieren und seine Motive in Form von Fotos festhalten. Entstanden ist so eine gigantische Werkschau von über 3000 Fotos von Picasso. Viele davon sind als Ikonen in der Picassorezeption bekannt und berühmt geworden.
Witziges, Alltägliches und immer wieder auch Dinge des Malerlebens, die Picasso wohl inszeniert und durch die Medien launchiert für das Eigenmarketing nutze. Dem Werk Lucien Clergue kam das indirekt auch zu Gute.
Foto: Lucien Clergue, Pablo Picasso, Präsident der Corrida, 1962, Sammlung des Fotografen, Arles Quelle Grafikmuseum
Die Ausstellung im Picassomuseum Münster zeigt über 100 Fotografien von Clergue. Die Picassoaufnahmen und die Leidenschaft für den Stierkampf, die beide Künstler verband sind ein spezielles Thema der Ausstellung. Aber auch die Aufnahmen von Clergue, vorallem die Aktaufnahmen mit denen er selber als Künstler berühmt wurden, werden in Münster gezeigt.
Ein gut gemachter Katalog ist ebenfalls von der Ausstellung zu bekommen.
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Christiane Hoffmann, ist Inhaberin der






3 Kommentare to “Picasso und die Fotografie – Fotokunst vom Feinsten Lucien Clergue”
Dieser Artikel zeigt uns wieder mal ganz klar, dass die großen erfolgreichen Künstler wie Picasso, Dali oder Beuys nicht nur genial waren, sondern vor allem beherrschten sie die Selbstinszenierung.
Ein sicher nicht unwesentlicher Teil ihres Erfolges.
Sa 12. April 2008 at 11:26
Selbst-PR ist für Künstler ja oft unglaublich schwer, da zwar das Bild und das Kunstwerk die Ausdrucksformen sind, aber das Wort eben oft nicht. Und dann kommt noch die wenig ausgeprägte Technikaffinität dazu. Picasso sah Fotografie und die Fotografen als geborene Freunde und nicht als Konkurrenten. Daher ist Netzwerken so wichtig.
Sa 12. April 2008 at 21:13
Andererseits sind für den Künstler die Impulse sehr wichtig die vom Medium Fotografie ausgehen. Sich erfolgreich vermarkten ist die eine, gehaltvolles schaffen die andere Sache. Das Skizzenbuch von heute ist die Digitalkamera und sie beeinflusst maßgeblich, wie man sehen kann.
Fr 21. August 2009 at 19:06
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