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Do Februar 14th, 2008

Picasso trifft Rubens – Überzeitlich Gutes in Münster zu sehen

Ein Egomane wie Picasso war natürlich der Ansicht, dass seine Malerei der Gipfel der Kunst schlechthin ist. Das er sich aber nicht im luftleeren Raum befand, sondern in einer Tradition der Malerei, die in jedem Jahrhundert ihre Meisterwerke geschaffen hat, zeigt das Grafikmuseum Pablo Picasso Münster in seiner neuen Ausstellung. Noch bis zum 04. Mai 2008 kann man mehr als 40 Lithografien des spanischen Meisters im Kontrast zu 20 Arbeiten des Barockmalers Rubens erleben. Die Auswahl ist klug gemacht und die Gegenüberstellungen zeigen klassische Posen der Druckgrafik und Malerei gegenüber.

Das Halbportrait von sitzenden Damen in Festgarderobe oder die Enface oder Halbprofilauffassungen beider Meister. Überraschende Parallelen nicht nur in der Haltung oder in der Beigabe der Acessoires, sondern manchmal wird sich der Betrachter fragen, was ist näher am eigenen Erleben 20. oder 17. Jahrhundert.

Picasso war offen für alte Meister, ob Rubens speziell den Spanier auch aufgrund des historischen Erbes der ehemals spanischen Niederlanden besonders schätzte weiss man nicht, aber gekannt hat er ihn, davon kann man heute ausgehen. Und Rubens war ebenfalls offen für populäre Sujet seiner Zeit. Beide waren Malerfürsten auch mit fürstlichen Auskommen, so dass die Gegenüberstellung in Münster sicher berechtigt ist.




1 Kommentar to “Picasso trifft Rubens – Überzeitlich Gutes in Münster zu sehen”

Picasso und die Fotografie - Fotokunst vom Feinsten Lucien Clergue | kunstfreunde sagte:

[…] Aufnahmen begeisterten den Frauenfreund Pablo Picasso so sehr, dass er Clergue mit den großen Namen der Malerei der klassischen Moderne verglich. […]

Fr 11. April 2008 at 16:06

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