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Do Oktober 18th, 2007

Phantastischer Realismus in Klostermauern – Herbert Benedikt in der Museum Abtei Liesborn

 Zugegeben das Münsterland ist was Surrealismus und Phantastischen Realismus nicht sehr reich. Erst wenn man den Zirkelschlag weiter fasst, kommen auch Namen wie Woldemar Winkler oder Nikolaus von Bentheim mit dazu.

Aber wenn die Museum Abtei Liesborn, das Werk des vor 20 Jahren verstorbenen Malers Herbert Benedikt würdigt, kann man auf eine interessante Schau setzen.

Eine eindringliche Formensprache, traumwandlerisch und skurril, alptraumhaft und offen für eigene Interpretationen erwartet den Betrachter. Immer technisch brillant, von der Komposition gelungen und melancholisch.

Der Wiener Benedikt, den die Liebe ins Münsterland brachte und dessen Witwe mit Liebe und Hingabe das Erbe des Mannes pflegt, zeichnet sich durch eine deutliche Abgrenzung von den Surrealisten um Rene Magritte und Paul Delvaux aus.

Die Wiener Schule, der Benedikt zeit seines Lebens verbunden war, wurde von Ernst Fuchs und Rudolf Hausner an der Wiener Akademie geprägt. Die Alte Meister, in den österreichischen Sammlungen gut vertreten sind, sind die Maßstäbe an denen sich die Wiener Surrealistengemeinschaft ausrichtete. Und auch die psychoanalytischen Erkenntnisse Freuds wurden immer mit berücksichtigt. Benedikt lernte bei dem Gustav Klimt Schüler Albert Paris Gütersloh an der Wiener Akademie.

Die Ausstellung mit Malerei und Grafik ist noch bis zum 02. Dezember 2007 in den Räumen des Museums Abtei Liesborn des Kreises Warendorf zu sehen.




6 Kommentare to “Phantastischer Realismus in Klostermauern – Herbert Benedikt in der Museum Abtei Liesborn”

50 Jahre Phantastischer Realismus – Hochburg in Westfalen | kunstfreunde sagte:

[…] des Phantastischen Realismus auszumachen. Einmal gibt es das Werk des 1987 verstorbenen Wieners Herbert Benedikt, der bei Hausner und Fuchs studiert hat. Seine Witwe fördert und pflegt den Nachlass […]

So 13. Januar 2008 at 19:40

Jörg Schlichtholz sagte:

Sicher keine uninteressante Ausstellung, strahlt der Phantastische Realismus doch bis in die heutige Zeit und wird auch jetzt noch von einigen Künstlern mehr oder weniger gekonnt weiterentwickelt.
Da ich mich selbst um den Realismus kümmere, für mich ein interessanter Artikel.

Sa 12. April 2008 at 08:19

kunstfreunde-blog.de sagte:

Der Phantastische Realismus erlebt im Moment wieder eine Renaissance. Im Unteren Belvedere zum 50.ten Jubiläum der Wiener Schule und dann mit vielen guten Künstlern, wie Benedikt, v. Bentheim, usw.

Sa 12. April 2008 at 21:16

Pure Phantasie - 50 Phantastischer Realismus der Wiener Schule | kunstfreunde sagte:

[…] Umfeld und der Wiener Schule im speziellen zu zurechnen. Der gebürtige Wiener Künstler Herbert Benedikt, der in den 60er Jahren nach Deutschland ging, gehört dazu. In Westfalen hat sich ebenfalls […]

Di 20. Mai 2008 at 20:42

Herbert Benedikt - Stillleben mit Zinndose | Kunstagentur Hoffmann sagte:

[…] Bild wurde in der letzten großen Ausstellung im Jahre 2007 im Museum Abtei Liesborn […]

Mi 15. April 2009 at 23:01

Stillleben mit Zinndose | Werkverzeichnis Herbert Benedikt sagte:

[…] Bild wurde in der letzten großen Ausstellung im Jahre 2007 im Museum Abtei Liesborn […]

Do 11. Juni 2009 at 15:51

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