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Fr November 18th, 2011

Paderborn zeigt Hagebölling

Zum 70ten Geburtstag zeigt die städtische Galerie im Abdinghof, Paderborn eine umfassende Werkschau des Bildhauers Wilfried Hagebölling. Der 1941 in Berlin geborene, heute in Paderborn lebende Künstler zählt zu den namhaften Vertretern konstruktiver Bildhauerei der Gegenwart.
Und er ist für die Region immer für einen Aufreger gut. Der legendäre Rechtsstreit mit der Stadt Minden über seinen Keil auf dem Martinikirchplatz, gehört in die Schublade, Moderne Kunst und Kommunalpolitik.

Der Künstler als „Agent provocteur“ ist nicht der eigentlich Ausgangspunkt von Hageböllings Tun. Sondern ist seine Arbeitsweise eng an die bildhauerische Konzeption der konkrete Vergegenwärtigung des Werks am Ort und in Beziehung zum Betrachter orientiert.
Seine Werke relativieren die Aura der Unantastbarkeit von Skulptur im öffentlichen Raum. Der aktive Dialog mit dem Betrachter ist ganz wichtig. Der zweimalige documenta-Leiter und Kunsthistoriker Manfred Schneckenburger formulierte es wie folgt: „Genau so wichtig, wie das, was man mit dem Auge sieht, ist das, was man am eigenen Leib erfährt.“
Die Werkschau, die die Städtische Galerie Am Abdinghof in Kooperation mit dem Kunstverein und dem Künstler Wilfried Hagebölling in diesem Winter einrichtet trägt den Titel „Hier“.
Hier – das meint den Ort der konkreten Gegenüberstellung von Werk und Subjekt, den Ort der ausdrücklichen Konfrontation: Auge um Auge, Körper gegen Körper.

Dabei kommt der vorgegebene architektonische Raum ins Spiel. Die Dimensionen der Galerie werden neu vermessen, das Raumverhältnis wird spürbar.
Die gleichzeitige Präsenz von Skulptur und Zeichnung hier in
derselben Ausstellung macht die hierarische Gleichwertigkeit
beider Ausdrucksweisen im künstlerischen Schaffen Hageböllings deutlich.
Die Ausstellung in Paderborn ist bis zum 12. 02.2012 zu sehen.


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