Mo Dezember 31st, 2007
Nolde Dependance in Berlin – der zweite Blick mit Kinderkrankheiten
Das Emil Nolde, der große deutsche Expressionist jetzt, seit September 2007 in der Jägerstrasse 55, in der Nähe des Gendarmenmarktes eine Ausstellungsmöglichkeit hat, bzw. die Nolde-Stiftung Seebüll, ist eine prima Sache. Das Werk des auch zeitweise in Berlin lebenden Künstlers dort zu zeigen ist sehr gut.
Wie schon an dieser Stelle berichtet, wurde in einem ehemaligen Bankhaus eine Etage dafür genutzt. Der zweite Besuch, jenseits des Eröffnungsgedränges, offenbarte allerdings ein paar “Kinderkrankheiten”, die hoffentlich noch ganz bald abgestellt werden.
Einmal ist die Präsentation der Arbeiten, wenig großformatig Öl, viel kleinformatig Aquarell und Grafik, doch etwas hasenherzig, da gerade Nolde mit seinen großen Ölgemälden und den gigantischen Wirkungen dadurch, hier Kammerspielartig rüberkommt. Wenn die Räume so klein wie in Seebüll wären, könnte man es verstehen, aber es ist viel viel weiss drum rum,..
Tanz, Variete, Nachleben, die Großstadt pur sind Themen der Ausstellung die am Eingang mit einen Mini-Text vorgestellt wird. Im eigentlichen Ausstellungsbereich sucht man vergeblich eine textliche Erläuterung, warum welche Gruppen oder wo war die Location, etc.
Mag sein das der Audioguide (noch mal Kostenpflichtig) das alles enthält, aber vermutlich nicht.
Sehr störend ist auch die Sicherung der Bilder die mit Ösen an die Wand geschraubt und damit es nicht so auffällt mit weisser Farbe überstrichen wurden. Vermutlich sollen die Bestände nicht oft gewechselt werden, was Schade wäre, aber so kann man fürchten, dass die Wände bald so aussehen wie der schon arg mitgenommene Fussboden.
Die Sicherheitsabstände zu den Arbeiten werden durch eine extrem scharf gestellte Alarmanlage, sozusagen pädagogisch, den Besuchern beigebracht. Wohl 30 cm, aber da ist man und frau schnell drüber und dann gibts ordentlich Krach. Aber dadurch unterhält man sich mit den anderen Besuchern, … Museumspädagogik pur. Vielleicht würde eine Markierung am Boden dem Besucher helfen.
Super toll ist die Ecke mit den Flachbildschirmen und den wunderbaren, bewegten Bilder aus Seebüll. Dorthin lohnt immer eine Reise und Berlin kann darauf Appetit machen. Bestimmt werden sie mal abgestellt, die Kinderkrankheiten, denn die Nolde-Dependance lohnt sich.
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Christiane Hoffmann, ist Inhaberin der






4 Kommentare to “Nolde Dependance in Berlin – der zweite Blick mit Kinderkrankheiten”
[...] Die Bilder von Emil Nolde erfreuen sich derzeit einer großen Beliebtheit. Erst im September eröffnete die Nolde-Stiftung Seebüll eine Dependance am Berliner Gendarmenmarkt. [...]
Mi 23. Januar 2008 at 22:05
[...] bis zum 12. Mai 2008 in der Kunsthalle zu sehen ist, beleuchtet den großen Expressionisten Nolde im nordischen Licht. Dazu ist die Kunsthalle ein ein hellblau-türkis getaucht worden, das den [...]
Do 31. Januar 2008 at 23:26
Schön für Berlin, Nolde ist einer der größten Expressionisten
Rupert
http://www.ARTMaker.eu
Fr 25. April 2008 at 17:53
[...] Nolde-Dependance in der Hauptstadt Berlin hat sich für die Jahresausstellung einen Teil der “ungemalten Bilder” Noldes [...]
So 23. August 2009 at 13:11
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