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Do August 20th, 2009

Museum Ludwig zeigt Retrospektive von Bildhauerin Isa Genzken

Bunt, üppig und weniger wettergefährdet, als bei dem Skulpturenprojekt 2007 in Münster ist die neue Ausstellung von Isa Genzken. Sesam, öffne dich! angelehnt an die Geschichte aus 1.000 und einer Nacht ist der Titel den die Bildhauerin Isa Genzken für diese Schau im Museum Ludwig in Köln gewählt hat.

Alles ist dabei, was für die Künstlerin steht. Angefangen von den aerodynamischen, mit Einschnitten versehenen Holzskulpturen aus den siebziger Jahren, mit den ellipsoiden Skulpturen, den architektonischen Gips- und Betonarbeiten der achtziger Jahre bis hin zu den in der letzten Zeit verwirklichten fragilen Rauminstallationen. Die Künstlerin lässt ihre Arbeiten als Sinnbild der Gratwanderung zwischen Schönheit und Zerstörung, zwischen Anmut und Brutalität wirken.

Klassische Bildhauerei hat sich in Rauminstallationen gelöst und wird so zu einer Bildhauerei des 21. Jahrhunderts.

gesken koelnBildquelle: Ausstellungsplakat Museum Ludwig, Köln Ausstellung Isa Genzken

Die aktuellen gesellschaftlichen, politischen und ökonomischen Bedingungen im Blick, deckt Genzken die labilen, irritierenden, widersprüchlichen Seiten unserer Existenz auf, indem sie scheinbar Unumstößliches hinterfragt.

Wiederholt stehen dabei die zeitgenössische Architektur oder der Umgang mit gesellschaftlichen Ausnahmesituationen im Zielpunkt ihrer künstlerischen Arbeit.

Die Spannungsbögen der neuen Arbeiten Geskens zeichnen sich durch eine starke Zerbrechlichkeit,  eine Unvollkommenheit und Offenheit aus, die ein Verhältnis zum umgebenden Raum aufbauen und eine autobiografische, psycho-emotionale Dimension andeuten.

Damit fordert sie sowohl die Errungenschaften der modernen Skulptur als auch der zeitgenössischen heraus, lehnt sich an Ausdrucksformen der Minimal Art und der Konzeptkunst an. Ihre Stellung innerhalb des aktuellen Kunstdiskurses ist daher ebenso außergewöhnlich wie maßgebend und lässt auch in der Bildhauerein den Zug zu weiteren Dimensionen erkennen, die der zeitgenössischen Kunst eigen ist.

Die Ausstellung ist noch bis zum 15. November 2009 zu sehen.

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