Do September 2nd, 2010
Marta Herford zeigt Unsichtbare Schatten – Bilder der Verunsicherung
Der Ausstellungstitel “Unsichtbare Schatten – Bilder der Verunsicherung” des MARTa Herford, nimmt auf, was sich bis in die globale Sicht verfolgen lässt: Es ändert sich was, nichts ist wie bisher, sicher, geglaubt, sondern alles steht zur Disposition. Und wenn man dann noch das Gefühl der eigenen Orientierungssuche dazu nimmt, kann von “Verunsicherung” bis zum “Untergang des Abendlandes” alles empfunden werden.
Und da Künstlerinnen und Künstler ja als Seismographen der Gegenwart, das oft noch eher wahrnehmen, finden sich Kunstwerke, die die Diagnose “Krise”, “Abstieg” oder aber auch “Frei werden” tragen. Garvin Noltes “crossroads” ist so eine Arbeit. Oder Anne-Doris Borgsens Installation “Netz mit Papilloten” z.Zt. in der Ausstellung Speicher Galerie Hoffmann zu sehen.
Diffuse Ängste, kaum greifbare Verunsicherungen und latente Bedrohungen prägen ein Lebensgefühl, das zwischen einer Gegenwart im Wandel und einer ungewissen Zukunft viel von seiner Leichtigkeit verloren hat, oder aber genau das bekommt. Nichts muß so sein wie bisher, selbst in der Kunst ist “alte Kunst” plötzlich wirklich alt und berührt nicht mehr. Oder die phantastischen Strömungen bekommen einen neuen Impuls, aber oft auch nur, wenn die Künstler noch tätig sein können, sonst wirkt vieles anachronistisch und verunsichert vorallem Sammler und ihre zukünftigen Erben ( wenn man aus dem Nachlass von Opa doch kein Geld machen kann,…)
Das MARTa Herford hat jetzt mit einer umfangreichen Ausstellung eine Diagnose unserer Zeit erstellt. Die Ausstellung „Unsichtbare Schatten“ versammelt „Bilder der Verunsicherung“, in denen die Schatten der Zeit nicht in erster Linie als harte Konturen oder alptraumhafte Visionen erscheinen, sondern in vielfältigen Facetten, welche sich einer tagesaktuellen, plakativen oder einseitigen Abbildung der Krise bewusst entziehen.
Ein Blick in die Geschichte zeigt zudem, dass die bürgerlichen Gesellschaften der Moderne seit dem 19. Jahrhundert immer wieder solche Zustände der Veränderung und eine unsicher pendelnde Stimmung zwischen ungeklärter Vergangenheit, Fortschrittshoffnung und Zukunftsangst erlebt haben. Um dies erfahrbar zu machen, wird das breite Spektrum der aktuellen künstlerischen Arbeiten von fünf herausragenden Künstlern und historischen Momenten zwischen 1850 und 1985 begleitet. Glanzstück dieser Zusammenstellung Paul Klees legendäres Bild „Blau Mantel“ sein.
Dadurch ist die Künstlerliste ein Who is who der Moderne:
Mona Ardeleanu, Matthias Bitzer, Michaël Borremans, Mark Bradford, Baldur Burwitz, Nina Canell, Mircea Cantor, Martin Creed, Ronny Delrue, Elmgreen & Dragset, Andreas Exner, Andrea Fogli, Robert Gober, Mihai Grecu, Sabine Groß, David Octavius Hill & Robert Adamson, Teresa Hubbard & Alexander Birchler, Katharina Jahnke, Tom Jooris, Paul Klee, Max Klinger, Alicja Kwade, DeAnna Maganias, Kris Martin, Pia Maria Martin, Alois Mosbacher, Wilhelm Mundt, Óscar Muñoz, Olaf Nicolai, Navid Nuur, Olaf Quantius, Alexandra Ranner, Gerhard Richter, Michael Sailstorfer, Christian Schwarzwald, Norbert Schwontkowski, Tianhong Sheng, Jörn Stahlschmidt, Simon Starling & Superflex, Maiko Sugano, Susanne Tunn, Gavin Turk, Hannes Van Severen, Sandra Vásquez de la Horra, Sonja Vordermaier, Mark Wallinger, Weizenfeld
Die Ausstellung ist noch bis zum 28. November 2010 zu sehen.
Hingewiesen sei noch auf die kommende Herforder Kulturnacht am Samstag, 18. September ab 17 Uhr
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Christiane Hoffmann, ist Inhaberin der






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