Do März 5th, 2009
Maria Lassnig – Im Möglichkeitsspiegel – Kunstausstellung im Museum Ludwig Köln
Das in letzter Zeit das Werk vieler älterer Künstlerinnen eine besondere Beachtung erfahren, liegt einmal an der Qualität und auch an dem Reiz, politische, erotische und provokante Kunst zu zeigen und auf “ältere Damen” als deren Schöpferinnen zu verweisen. Eben nicht die Zicke oder der Vamp, die erfahrene oft in sich ruhende Künstlerin ist das Faszinosum. Und wer die Gelegenheit hatte Maria Lassnig, Louise Bourgeois, Yoko Ono oder in ihrer Zeit Sonia Delaunay oder Hedwig Bollhagen zu erleben wird wissen, was gemeint ist.
Es gibt nicht viele Künstlerinnen des 20. Jahrhunderts, die über Jahrzehnte hinweg großes internationales Ansehen genossen haben. Die fast 90jährige Österreicherin Maria Lassnig ist eine von ihnen. Seit über 60 Jahren malt und zeichnet sie, und gerade ihr Spätwerk überrascht mit seiner Frische und Ausdruckskraft.
Bildquelle: Ausstellungsplakat Maria Lassnig, Museum Ludwig, Köln
Wie nur wenigen gelingt es Lassnig, ihre Empfindungen auf Leinwand und Papier zu bannen, ohne dabei kitschig oder gefühlsduselig zu werden. Im Gegenteil: Die mal ernsthafte, mal humorvolle Innen- und Außensicht erlaubt es dem Betrachter, nah dran zu sein und dennoch Distanz zu bewahren. Ganz deutlich lässt sich dieses Spiel von Nähe und Ferne in den Zeichnungen der Künstlerin nachvollziehen. Die Ausstellung im Museum Ludwig konzentriert sich auf dieses sehr persönliche und direkte Medium. Sie soll das eher private Schaffen dieser Künstlerin einem größeren Publikum vorstellen. Die Retrospektive setzt bei den surrealistischen Zeichnungen der späten 40er Jahre ein und verfolgt das zeichnerische Werk von den „Körpergefühlszeichnungen” über die New Yorker Trickfilme bis hin zu den eher malerischen Formen im Aquarell in den 70er und 80er Jahren.
Die Ausstellung ist noch bis zum 14. Juni 2009 in Köln zu sehen.
Christiane Hoffmann, ist Inhaberin der






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