KUNSTFREUNDE das Blog über Kunst, Künstler und Ausstellungen

Mi Juni 6th, 2012

made in germany two – Kunstausstellung in Hannover

Falls sich mal jemand gefragt hat, ob zeitgenössische Überblicksausstellungen noch Sinn machen, kann er in die Gegenwart und in die nicht ganz so lange Vergangenheit schauen, um festzustellen, ja eine Ballung von zeitgenössischen Kunstausstellungen hilft der Kunst. Einmal in der medialen Präsenz und zum anderen in der Öffentlichen Wahrnehmung und im internationalen Kulturtourismus.

Die documenta in Kassel geht wieder für 100 Tage an den Start und verwandelt Nordhessen und nicht nur diese Region in einen Kunstrausch. Und das ist richtig klasse. Auch weil die Verantwortlichen sich nicht dem allgemeinen das „kann gestrichen werden-Chören“ angeschlossen haben. Mehr davon und viele Häuser und Veranstalter haben sich was schönes parallel zur documenta überlegt. Und das macht auch Sinn, weil Leute aus Europa die nicht Fussball schauen wollen eben mehrer Ziele bekommen und weil es sich lohnt wegen guter zeitgenössischer Kunst nach Deutschland zu kommen. Die Nordart läuft und in Hannover läuft das Projekt Hannover.de Made in Germany Zwei.

Das machen zum zweiten Mal nach 2007, als die Kunstachse, Venedig, Kassel, Münster und Hannover in Hannover das Sprengel Museum, die Kestnergesellschaft  und der Kunstverein Hannover.

Plakat der Veranstaltung

Mit der Ausstellung „Made in Germany Zwei“  vom 17. Mai bis 19. August 2012 werden Werke einer jüngeren in Deutschland arbeitenden Künstler-Generation vorgestellt. Diese Menschen kommen nicht alle gebürtig aus Deutschland, leben zum großenTeil in Berlin aber stehen auch über Wohnortgrenzen hinaus in einem Bezug zueinander. Die Macher der Ausstellung suchen nach  Gemeinsamkeiten, Tendenzen und künstlerische Entwicklungen.

Für „Made in Germany Zwei“ wurde die Idee von „Made in Germany“ von einem Kuratorenteam aller drei Institutionen deutlich weiter entwickelt: Die Ausstellung wird dieses Mal institutionsübergreifend kuratiert. Damit erfolgt die Zusammenarbeit der Häuser in noch engerer Absprache. Thematische Schwerpunkte verdeutlichen aktuelle künstlerische Fragestellungen und setzen sie miteinander in Beziehung. Aktuelle Tendenzen, künstlerische Herangehensweisen und Ausdrucksformen werden auf diese Weise exemplarisch an dem international geprägten Kunstraum Deutschland untersucht und diskutiert.

Und das ist vielleicht ein Zeichen der zeitgenössischen Kunst, das viel geredet wird. In Berlin eröffnet auch im Juni 2012 das BMW-Guggenheim-Lab, auch ein Laboratorium der Menschen in Mega-cities und irgendwie macht das Mut, da dort wo man miteinander redet, die Sprachlosigkeit eben nicht in Gewalt mündet, sondern in ein friedliches wandelbares Miteinander.




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