Mo September 14th, 2009
László Moholy-Nagy Retrospektive, ab 8. Oktober 2009 Schirn Frankfurt
Der ungarische Künstler László Moholy-Nagy (1895–1946) wurde in Deutschland durch seine prägende Arbeit als Lehrer am Staatlichen Bauhaus in Weimar und Dessau von 1923 bis 1928 bekannt. Die Retrospektive der Schirn Kunsthalle wird anhand von etwa 170 Werken – Gemälden, Fotografien und Fotogrammen, Skulpturen und Filmen sowie Bühnenbildentwürfen und Typografien – alle Werkphasen präsentieren.
Zum 90-jährigen Jubiläum anlässlich der Gründung des Bauhauses wird sie damit erstmals seit der letzten großen Ausstellung in Kassel 1991 die große künstlerische Bandbreite Moholy-Nagys vor Augen führen. Einen Höhepunkt wird die Realisierung des bisher unverwirklichten, alle Theorien des Künstlers zusammenfassenden Raumkunstwerks „Raum der Gegenwart“ darstellen.
Kein anderer Lehrer am Weimarer und Dessauer Bauhaus, aber auch kaum ein anderer Künstler der an utopischen Entwürfen so reichen Epoche der 1920er-Jahre in Deutschland weist ein so breites Spektrum an Ideen und Aktivitäten auf wie Moholy-Nagy. In seinem Werk stehen Malerei und Film, Fotografie und Skulptur, Bühnenbildentwurf, Zeichnung und Fotogramm gleichwertig nebeneinander und treten kontinuierlich immer wieder auf, im Frühwerk am Bauhaus wie im Spätwerk in den USA.
Bereits in den klassischen Künsten, Malerei und Plastik, lässt Moholy-Nagy ästhetische und konzeptionelle Radikalität erkennen. Beispielhaft stehen dafür die sogenannten „Telefonbilder“, deren Ausführung der Künstler ausschließlich per Telefon steuert: Anhand eines speziellen Millimeterpapiers und einer Farbpalette legt er Komposition und Farbigkeit der Bilder fest, um die Werke dann nach seinen telefonischen Angaben von technischen Mitarbeitern ausführen zu lassen. Neue Wege beschreitet Moholy-Nagy auch mit dem berühmten, vom Künstler als „Apparat zur Demonstration von Licht- und Bewegungserscheinungen“ konzipierten „Licht-Raum-Modulator“ von 1930, einem Gesamtkunstwerk aus Farbe, Licht und Bewegung. Im Bereich der Fotografie und des Films betritt Moholy-Nagy ebenfalls Neuland; mit seiner kameralosen Fotografie und seinen Fotogrammen.
Die Ausstellung „László Moholy-Nagy Retrospektive“, wird ab dem 8. Oktober 2009 bis zum 7. Februar 2010 in der Schirn Kunsthalle Frankfurt zu sehen sein.
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Christiane Hoffmann, ist Inhaberin der






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