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Fr Februar 8th, 2013

Kunstmesse Art Innsbruck mit Sonderschau zum Phantastischen Realismus 2013

Auf der 17ten Ausgabe der Art Innsbruck 2013 wird vom 21.2. bis zum 24.2.13 auch eine Sonderschau zum Thema phantastischer Realismus gezeigt. Gezeigt werden u.a. Arbeiten von Rainer und Rita Stern, Michael Fuchs, Leo Plaw, Fritz Janschka, Pari Ravan, Jolanda Richter, E.O. Urbach, Karl Käfer, Otto Culman und Jehan Calvus.

Hier was die Messe selber dazu schreibt:
Galerie Dikmayer Berlin-Mitte und Kunstmanagement Margarete Melinda Chelu, Wien
„Der Phantastische Realismus hat seine Wurzeln in der Hochkultur der Italienischen Renaissance und Kunst.
Wichtigste Entwicklung in der Malerei war die Erfindung der Zentralperspektive durch F. Brunelleschi und L.B. Alberti (Umsetzung durch Masaccio 1428 im Trinitätsfresko). Beispiele künstlerischen Schaffens der Hochrenaissance sind die Fresken von Raffael in den Stanzen des Vatikans und Michelangelos Deckenfresko in der Sixtinischen Kapelle (1508-1512). In Oberitalien tätig waren A. Mantegna und Leonardo da Vinci (Abendmahl, S. Maria delle Grazie, Mailand), in Venedig G. Bellini und Tizian. Neben christlichen Inhalten bearbeiteten die Maler der Renaissance auch Themen der antiken Mythologie (S. Botticelli, Venus, um 1485).
Die Wiener Schule des Phantastischen Realismus wurde in den 1950er Jahren von Johann Muschik geprägt für eine Strömung in der österreichischen Kunst, die dem Surrealismus nahesteht.
Kritiker beurteilten diese populäre Wiener Malerschule im Vergleich zu dem von der westlichen Seite im Kalten Krieg forcierten abstrakten Expressionismus und später dem Wiener Aktionismus als unzeitgemäß und überholt.
Heute immer noch eine vorherrschende Malrichtung, die wirkliches künstlerisches Können durch einfaches „Hinabstrahieren oder Austoben auf der Leinwand bis hin zur Schmiererei“ verbergen soll.
Als Begründer der Wiener Schule gilt der Maler,und Professor an der Akademie der bildenden Künste in Wien, Albert Paris Gütersloh. Als spiritus rector der Wiener Schule gilt auch der surrealistische Maler Edgar Jené. Die Hauptvertreter und Legenden der Wiener Schule sind Arik Brauer, Ernst Fuchs, Rudolf Hausner, Wolfgang Hutter und Anton Lehmden, in zweiter Generation Kurt Regschek, Herbert Benedikt, Franz Luby und Maitre Leherb (Helmut Leherbauer).
Die Malweise des Phantastischen Realismus ist nicht abstrahierend oder abstrakt und orientiert sich an der technischen Perfektion der Alten Meister, die Motive sind phantastisch-unwirkliche Kreationen, manchmal mit schockierenden, apokalyptischen Inhalten, oft mit einer Orientierung am Manierismus. Ab der ersten gemeinsamen Ausstellung im Wiener Belvedere 1959, der bald weitere Ausstellungen auch im Ausland folgten, erzielte die Wiener Schule des Phantastischen Realismus ihren Durchbruch zu internationaler Bedeutung. Eine besondere Breitenwirkung erreichte ihre Kunst über Druckgrafiken in großer Auflage sowie durch zahlreiche Schüler und Nachahmer.
Die Galerie Dikmayer Berlin präsentiert seit 2011 in Kooperation mit dem Phantastenmuseum Wien Ernst Fuchs und Künstler der „the next generation“:
wie Rainer und Rita Stern, Michael Fuchs, Leo Plaw, Fritz Janschka, Pari Ravan, Jolanda Richter, E.O. Urbach u.a.
Die Künstler orientierten sich an traditionsreichen Techniken des Mittelalters, wie der Handzeichnung oder der Ölmalerei. Im Gegensatz zur heute auf dem Kunstmarkt vorherrschenden abstrakten Malerei sind die präsentierten Werke nicht als Dogma, sondern als Ausdruck realistischer und phantastischer Malerei anzusehen. „
Text von Joachim Dikmayer, Diplom-Kulturwissenschaftler/Journalist Quellen: Künstlerarchiv, Archiv Dikmayer, Phantastenmuseum Wien




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